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Category Archives: Gedicht

 

wer wagt den ersten schnitt für mich

den eignen schritt zu öffnen?

wer macht die tat zur sach´

so klar, dass ich sie verfehlen mag?

 

für Hertha Kräftner 

 

la nudité des fleurs c´est leur odeur charnelle

qui palpite et s´émeut comme un sexe femelle

et les fleurs sans parfum sont vêtues par pudeur

elles prévoient qu´on veut violer leur odeur

 

Guillaume Apollinaire

erwachen im walde: jetzt da die sprossende blüte erzählt ruhendem stamm von neuem morgen / an die unstete seele den wachen körper zum ausbrechen & ausschneiden spornt

 

   foxes earth-eye  

herzlippe

rein nichts kommt über meine lippen

da die ganze welt darin verschlossen

längst zugang zum herzen gefunden

&

über alles spricht mein herz

wenn auch nur leiser hauch

kommt mir über die lippen

 

Andreas Roseneder        left heart hand       watercolours on Ecus Sistina

left-hearthanded.jpg

besenbinder-von-stotzing.jpg

kurz vor Ostern: bei der autofahrt begegnung am waldrand des Leithagebirges: wirklich der letzte besenbinder von Stotzing?

short time before Easter: one of the last regional broom-makers leaves the wood with his harvest on the way home

Der Besenbinder

1. Hab mir mein’ Weizen aufs | : Bergl gsät, : |
Hat mir’n der böhmische | : Wind verweht, : |
Hat mir’n der böhmische Wind verweht.

2. Böhmischer Wind, ich | : bitt dich schön, : |
Laß mir mein Weizen am | : Bergl stehn, : |
Laß mir mein Weizen am Bergl stehn.

3. Der Apfel ist sauer, | : ich mag ihn nicht, : |
‘s Mädel ist falsch, | : ich trau ihr nicht. : |
‘s Mädel ist falsch, ich trau ihr nicht.

4. Wenn ich kein Geld im | : Beutel hab, : |
Geh ich ins Holz, schneid | : Reiser ab, : |
Geh ich ins Holz, schneid Reiser ab.

5. Geh ich nach Haus, mach | : Besen draus, : |
Krieg ich bald wieder | : Geld ins Haus, : |
Krieg ich bald wieder Geld ins Haus.

6. Wenn ich die Besen | : ‘bunden hab, : |
Geh ich in die Straßen wohl | : auf und ab: : |
Leute, wer kauft mir Besen ab?

 “Los Angeles ist wie eine offene Wunde, die niemand zu verbinden versucht. Sie ist der äusserste Vorposten einer untergehenden Zivilisation, und wenn Sie die unkaschierte Version der westlichen Welt “Now” sehen wollen, dies ist der Ort. Manchmal komme ich mir vor wie in Blade Runner, wo der Zusammenbruch aller Werte eine neue comic-hafte, apokalyptisch-surreale Ästhetik gebiert.”
                                              
                                                                                         Gottfried Helnwein 1995
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striped-star-hero, charcoal & acryl on plotted canvas, 03 2003
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offen> often oft off of <open

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prime test on Middle East, charcoal & acryl on plotted canvas, 2003 03 18

good luck to our guys in Chad – Tchad, Tschad, تشاد

andreas-roseneder-artport-z.gif

more images on artport zero: 1 2 3 4

out-of-guilt-a-roseneder.jpg

out of guilt, acryl on plotted canvas, 2003

“We don’t need an art exhibition to tell us what we ought to think about legalized murder.” Ken Johnson, New York Times, more:

Under Pain of Death – exhibition at the Austrian Cultural Forum, NYC

toys-in-nyc.jpg desert-storm-toys in the streets of NYC, 1991

ape-man-destinguished2.jpg

To Nobodaddy
*

Why art thou silent & invisible
Father of jealousy
Why dost thou hide thyself in clouds
From every searching Eye
*
Why darkness & obscurity
In all thy words & laws
That none dare eat the fruit but from
The wily serpents jaws
Or is it because Secresy
gains females loud applause

a-roseneder-rosenreigen.jpg

ein unmögliches bild aus diesen landen?

 

ein bett aus rosen

englisch altrosa

morgens ungemacht

ding der unmöglichkeit

scheint

neurosa pink

 

im hier / im jetzt

 

verführe mich

auf bulgarische art

 

 

kugel.jpg

zuweilen tönt

protuberanz meiner seele

ungehört

verbildlicht im all

kugel4.jpg

am tellerrand meiner phantasie

 

 

2 fotografische abbildungen unter zuhilfenahme eines glasobjektes von Giselher Otasek

backpack-i.jpg 

auf liebste weis`

 

der stern in fern

& doch ganz nah

all die sterne in ferne

so nah

wenn bricht

dein gesicht

wie der volle mond

montags die nacht

brechen wird

den balken

vor meinem gesicht

 

wo das herz

wie der stern

all herzen in fern

so nah

weiß um den schmerz

der sich erbricht

wie der volle mond

samstags die nacht

erbrechen wird

aus vollen lippen

in meinem gesicht

 

& doch unsre seele

in den sternen

all bleibt in fernen

so nah

& nähert

unser beider gesicht

wie der volle mond

sonntags die nacht

einen wird

unser beider gesicht

zu einem antlitze

 

auf liebste weis`

die rübenernte ist im gange. zum quadrat der kreis des laufes sich erbricht. wie tränen quellen rüben tropfengleich aus den pfauenaugen meines eignen herbstes. sagt mir mein gemüt. erdfruchtkörper, wie maden voll gesogen, triefend aus dem speck der erde gezogen. meine augen starren auf halden von zuckerrüben auf dem agrarasphaltquadrat, aufgestaut durch zuckersüsse willensgebärde, aufgehäuft als adrenalinstoß gen himmel. 

die naturgesetzgemäße grosse ernte dieses herbstes erbricht sich in die frucht der leiber, in die leber der gaststätten & sammelt sich in der sauren niere des regens. vater bringt jetzt kunst & scheiße sack- & traktoranhängselweis aufs feld. & mutter bringt ihren buben nach hause, aus dem garten der kinder in die paralyse des heimes.

nun: das paradies ist ein in die bibel vertriebenes wort.

groß an zahl die rübe reist. auch wird noch kraut ausgeschlagen im feld.

der große krautwaschl hat schon gericht gesprochen über die bauern & aus ihrer mitte den häuptling erkoren. 

augenwunde2.jpg                                                   

Ich habe den stahlhelm beiseite gelegt –

 

lepši

 

verbesserungsbedürftig nur der magen

die maschine läuft von allein

 

zwischen eissalat & knoblauchgebinden

fährt das vehikel geschwind

die scheiben sind blind

eisblumenbepflanzt

 

wär wohl besser marschieren

mit fuchschwanzbaumelndem schritt

 

& den nebel machetenverhacken

den schnee in der krempe fangen

&  einem steine funke entlocken

– das feuerferkel zu bereiten

 

im schutz des Union Jack auf uraltem kontinent

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