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Category Archives: tradition

DIAlog der gestandenen Vernuft mit  erahnter Vision? – gebiert dies Ungeheuer? –  “Die Phantasie, verlassen von der Vernunft, erzeugt unmögliche Ungeheuer; vereint mit ihr ist sie die Mutter der Künste und Ursprung der Wunder” spricht  Franciso de Goja zu seinem dreiundvierzigsten Blatt der Caprichios  – Wenn der Stift im Schreiben zum zeichnenden wird, wenn die Worte nicht zu genügen scheinen und die Linie das Erschaute besser alliteriert: Dieser künstlerische DIAlog zwischen Wort und Bild ist in meiner Arbeit immer wieder aufgekommen  – Wechsel wirkend jeweils als bildhafte Sequenz einer Erzählung oder als unikales literarisches Bild. Auch der Hang, ein Bild zu betiteln, rührt aus dieser Wechselwirkung her – ein tristes oT (ohne Titel) erschien mir immer als Galgen einer Vision. Aber wie verläuft dieser Dialog zwischen fremder Fiktion und eigener Vision?

Andreas Roseneder   “…traf ihn die Erleuchtung wie ein Keulenschlag…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Tankstelle” von Dorothea Zeichmann, 2013

DIAbolisch ist zwar in unserem alltäglichen Wortschatz zumeist mit dem Begriff des „Teuflischen“ belegt, hieße aber doch einfach „zweifach gespalten“. In meiner Jugend haben mich die Nachzeichnungen Alfred Kubins von Edgar Allen Poes Visionen in ihrer DIAbolischen Steigerung besonders fasziniert: kein Wunder,  Kubin war von seiner Anlage her ebenso DIÁbolos, ein Entzweiter – Durcheinandergeworfener –  wie Poe gelebt.  Mit der Fiktion der Traumstadt Perle in seinem Roman „Die andere Seite“  hat Alfred Kubin nicht nur literarisches Zeugnis darüber abgelegt, sondern im Epilog die Conclusio aussprochen:  “…Die wirkliche Hölle liegt darin, daß sich dies widersprechende Doppelspiel in uns fortsetzt. Die Liebe selbst hat einen Schwerpunkt zwischen Kloaken und Latrinen.  Erhabene Situationen können der Lächerlichkeit, dem Hohn, der Ironie verfallen. – Der Demiurg ist ein Zwitter.

Andreas Roseneder   Franz K :  “…Schreiben als Form des Gebetes, dachte er…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Der Wunsch” von Dorothea Zeichmann, 2013

Demiurg –  . Franz Kafka war für mich immer präsent.   In Form eines  Satzes. In Form einer Erscheinung:

kafka1

Franz Kafkas Zeichnungsskizzen “über das Schreiben & Malen”

  “oT”? – oder doch “Der Demiurg”? 

Andreas Roseneder “Das schwarze Schaf” & “the black sheep profile”, chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Das schwarze Schaf” von Dorothea Zeichmann, 2013

Auf die Anfrage der österreichischen Autorin Dorothea Zeichmann hin, ihr Erzählkompendium mit dem Arbeitstitel “Das Schwarze Schaf”  zu illustrieren, kamen in mir all diese an der eigenen Arbeit erfahrenen Schwierigkeiten auf. Nach Zusage & begonnener Arbeit wurde mir klar, daß es denn doch etwas anderes ist, einen fremden Text in Zeichnungen zu übersetzen: der Galgen aus der biographischen Selbstreflexion wurde zum Schaffott der souveränen Vorgabe eines anderen Geistes.

Andreas Roseneder   “…daß dich der Teufel hol´…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Wie ich fluchen lernte” von Dorothea Zeichmann, 2013

Mit scharfem Schnitt wollte diese Übersetzung gesetzt sein. Die Technik der Federzeichnung mit schwarzer chinesischer Tusche erschien mir zu aller erst als das geeignetste Medium, dies in adäquater Schärfe zu tun. Doch dann wurde mir im Zuge der Arbeit immer mehr bewußt, wie sehr die Handhabung der Feder mit dem Schreiben verwandt ist, wie sehr sie zwischen Dorothea Zeichmanns Wort & Satz kratzte. Der weiche chinesische Kalligraphiepinsel löste im Handumdrehen die spitze Feder ab. Der schnell gesetzte Pinselstrich, mehr verwandt mit dem sicheren & großzügigen Duktus des Malers war plötzlich Sache.

Andreas Roseneder   “speed limits”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier, 2013


Andreas Roseneder   “…ein Wesen, das sie, wenn es will, zum Beispiel auch vernichten kann…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Ameisen” von Dorothea Zeichmann, 2013

Text &  Zeichnungen sind in der Zwischenzeit zum Druck entlassen.

 

Andreas Roseneder   “…Ein Mann war an Händen und Füßen angekettet….”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Wiederkehr” von Dorothea Zeichmann, 2013

Andreas Roseneder   “Ich habe das verdient”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Wiederkehr” von Dorothea Zeichmann, 2013

Das Buch wird demnächst unter dem Titel “Der Wunsch / Želja” in deutscher & kroatischer Sprache im burgenländisch-kroatischen Verlag HKDC in Eisenstadt erscheinen.

Dieser Artikel wurde von René Desor fuer KUNO erstellt

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Rescue from Oblivion – der Vergessenheit entreißen

oder: Die Exegese eines Schildermalers

 “To rescue from oblivion even a fragment of a language which men have used and which is in danger of being lost – that is to say, one of the elements, whether good or bad, which have shaped and complicated civilization – is to extend the scope of social observation and to serve civilization.”   Victor Hugo

Andreas Roseneder  „Rescue from Oblivion I”    Öl auf Leinwand, 1982/1988

 Foto: Galerija Murska Sobota, Pannonia 89

 Rescue from oblivionder Vergessenheit entreißen, diese für mich als bildenden Künstler seit den 80er Jahren letzten Jahrhunderts in der Annäherung an ein Erinnerungsbild aus dem Hintergrund auftauchende Motto soll nun augenblicklich zum vordergründigen Leitsatz nachfolgender Erläuterungen werden – dies ist kein leichtes, vor allem da es sich bei dem Objekt der Betrachtung um ein heraldisches Element handelt, dem Adler, der in seinem Erscheinungsbild wie auch Symbolik über die Jahrhunderte nicht nur im Europäischen Raum gewandelt wurde. In der deutschen & österreichischen Gegenwart spricht man gern in amikaler Leichtfüßigkeit vom sogenannten „Bundesadler“.

Für einen Künstler gibt es keinen abwegigeren Auftrag, als ein solch historisch gewandeltes, über staatliche Politik raffiniertes & dadurch auch national besetztes Thema in ein ihm zeitgemäß erscheinendes Gewand zu kleiden – was wohl auch nicht seine dezidierte Aufgabe ist. Da er doch als mündiger Bürger des Öfteren einen inneren Wandlungsbedarf sieht, dem er auch ein äußeres Erscheinungsbild Ausdruck verleihen  sollte, maßt er sich jedoch ab & an solch Dreistheit zu.

1981 habe ich während meiner Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Wien im Keller eines Miethauses einen alten Jute-Kohlesack gefunden, der mit dem Emblem des Nationalsozialistischen Regimes bedruckt war.

Andreas Roseneder  „Rescue from Oblivion II” Öl auf Jute, 1988

hintere Ansicht

 Es war mir damals nicht Auftrag gegeben, dieses Symbol in meiner Arbeit abzuhandeln oder gar zu verwenden – das wäre ja auch ein staatlich verbotener Akt gewesen. Aber in studentisch jugendlicher Euphorie, einen neuen interessanten Webstoff mit grober Struktur zur Verwendung als Bildträger gefunden zu haben, spannte ich den Jutesack verkehrt herum auf einen Keilrahmen & grundierte ihn nach akademisch gelernter Manier klassisch mit Halbkreidegrund. Ich wagte es einfach nicht, das Emblem zu über – malen oder -decken & stellte die Leinwand beiseite. Auch die darauffolgenden Jahre konnte ich sie nicht be- oder über- malen, zu sehr schien mir die Leinwand  „stigmatisiert“. Ab 1982 eröffnete ich  Ateliers in Städten der BRD – auch ohne dort Hand an den leeren Bildträger zu legen. Von Berlin aus  beobachtete ich 1985 die politischen Entwicklungen rund um die Wahl Kurt Waldheims zum österreichischen Bundespräsidenten, die 1987 in der Aufnahme des Staatsoberhauptes auf die so genannte „Watch List“ der USA kulminierte. 1988, vor dem „Berliner Mauerfall“ wieder in Österreich, raffte ich mich in Wulkaprodersdorf an der ungarischen Staatsgrenze endlich auf, Zeichen auf den Bildträger zu setzen. 1989 ist allseits bekannte Europäische Geschichte.

Andreas Roseneder  „Rescue from Oblivion II” Öl auf Jute, 1988

vordere Ansicht

1994 erhielt ich von der Artothek der Bibliothek Treptow, ehemals Ostberlin, die Einladung zu einer Ausstellung. Bei der Hängung der Ausstellung „Eingegangen“ wurde ich von der Leitung aufgefordert, das beidseitig einsehbare Bild „Rescue from Oblivion II“ abzuhängen & es kam zum Eklat.

 Doch was hat dies alles mit nachfolgendem Logo zu tun?

 

Andreas Roseneder  Logo Österreichische Bundesfinanzierungsagentur

Öl auf Leinwand 1993/94

Foto: Österreichische Bundesfinanzierungsagentur

 1993 wurde die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur aus dem Finanzministerium ausgegliedert. Der damalige Geschäftsführer Helmut Eder & Vize Mag. Heinrich Treer aus dem Finanzministerium recherchierten in der Österreichischen Staatsdruckerei nach einem Logo and der Wand der neuen Agentur. Zurück kamen sie mit dem Ausdruck des Österreichischen Staatswappens & dem Hinweis, „eine Vergrößerung für die Wand wäre die Aufgabe eines Malers“. Der Anfrage meines Freundes Heinrich Treers zur Realisation gegenüber konnte ich nicht absagen, auch wenn ich mich nicht als Schildermaler sah; ebenso wenig, den Schriftzug „Rescue from Oblivion“ auf den Bildträger zu schreiben; wie auch letztlich der Bitte Mag. Christian Schreckeis gegenüber, nach 20 Jahren der Gründung Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, zum Jubiläum das Geheimnis dieser für Nichteingeweihte wohl  kryptischen Notiz zu lüften.

 this July in Vasilikos on Greek Ionian island Zakynthos at SOAK Summer Academy again. the morning before I started to hold courses in acrylic painting I went in down to seaside to try painting the colours of the sky & sea in watercolour technique – concentrating on the movements of the waves in moving the brush to bring their short timed beauty on paper

 a really rapid venture with sudden changing movements of breaking waves  & colour splashes before eyes:

looks like scene setting for a robinsonade: my  studio in the seaside shrubland macchia

Andreas Roseneder Kefalonian Blue  Aquarell AquaBrique on paper

42 x 56 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Into the Wave  Aquarell AquaBrique on paper

42 x 56 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Sound of Endlessness  Aquarell AquaBrique on Ecus Sistina

50 x 70 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Daybreak Horizon Wave  Aquarell AquaBrique on Ecus Sistina

50 x 70 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Seaside Horizon Break  Aquarell AquaBrique on Ecus Sistina

50 x 70 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Kefalonian Cloud Wave  Aquarell AquaBrique on Ecus Sistina

50 x 70 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

Andreas Roseneder Met Ya – The Initial Wave  Aquarell AquaBrique on Ecus Sistina

50 x 70 cm, Vasilikos/Zakysntho 2012

SINNESRAUSCH / Sensory Sensation is a show in the OÖ Kulturquartier (Upper Austrian Culture Quarter) in Linz with international artists and substantial participation from the Czech art project ORBIS PICTUS PLAY by Jiří and Radana Wald (artistic concept Petr Nikl).

Marianna Stránská Kuleta, 2010, a globular kinetic object

Ondřej Puchta Lichtharfe 2 / Harfii 2 , 2011

a harp with swings of light, their disruption evolves sounds in one octave

Ondřej Janoušek Kunststoffseele, 2011 – a window into the world of plastic

Ondřej Smeykal Mobiles Lichtprisma / a Prism with Scrall Bars, 2009

Ueli Seiler Hugova, Farbige Raeder / Coluered Disks, 2010, rotating optical illusions

Achtundachzig Klaviere / Eightyeight Pianos – Untersuchungen an Fluegeln, kuratiert von Georg Nussbaumer

sprouting in the OK Saal is the central exhibition component Kristalise, which during the course of time and with the participation of the public will spread across the floor of the entire room like a living organism.

in front: Petr Nikl, Sessel der Taeuschung / The Chair of Delusion, 2010 – a rotary armchair with a magnifying glass

Jiří Konvrzek,  Ques Qintett Orgel-Fahrrad, organ bicycle

in the back: Petr Nikl, Petr Lorenc Auge / The Eye, 2007 – an external camera obscura for projecting the exterior

“Wir möchten das OÖ Kulturquartier als einen außergewöhnlichen ästhetischen Erfahrungsraum etablieren”, sagt der künstlerische Leiter Martin Sturm. Bespielt werden nicht nur die klassische Ausstellungsräume, sondern auch Gänge, Stiegenhäuser, Dachböden und Teile des Höhenrausch-Daches. Der neu renovierte Ursulinensaal ist der dramaturgische Abschluss des Rundganges und wird damit auch dem Ausstellungspublikum vorgestellt.

The big “rausch” exhibitions mounted since 2009 are ambitious art outreach programs. “We have created this format with the aim of inspiring a greater appreciation for art in broad sections of the public,” says Dr. Josef Pühringer, Minister-President of Upper Austria and Cultural Advisor. Unusual exhibition locations and artworks that strongly appeal to the senses are ideal for this purpose.

Folke Köbberling & Martin Kaltwasser: transformation of the wooden bridges Linz Super Branch 2009/11 of Atelier Bow Wow into WaterTowers, 2012

Wolfgang Georgsdorf Smeller 0.1, 1096/2012, an artificial odour installation

Atelier Bow Wow (JP) , part of Linz Super Branch 2009/2011 & Conzett, Bronzini, Gartmann (CH) in cooperation with Riepl Riepl Architekten Linz

Bring in The Sun – solar system for the museumhalls down under

Wolfgang Georgsdorf Smeller 2.0 – OLFAKTORIUM

Helga Griffiths, Turbulent Souvenirs/Memories, 2005/2012

the exhibition concept of ORBIS PICTUS PLAY culminates in the pivotal work The Heart in the Ursulinensaal. The instruments and objects here are all “analog” and function without any electronics, computer technology, recorded music or film clips. They have therefore somehow “fallen out of time and are for that very reason all the more present,” says Director Martin Sturm. Human energy is the only force that can breathe life into them, setting them in motion and making them produce sounds.

the exit

SINNESRAUSCH (Sensory Sensation)

until 20. September 2012

OÖ Kulturquartier
OK Platz 1
4020 Linz

back to the times the walls of village farm houses here in Pannonia were “breathing air” through the bricks & stones because of their chalk cover – outside as inside. on the way through Stotzing, Burgenland I met last week one of the last house holders who traditionally whitewash their house in spring. & this activity seemed to spring over into the face of the old man at the moment he proudly told me about the benefits he gains from his work for his house, life & surroundings – & obviously for himself too!

Hans Roller / Stotzing

last friday at Gerersdorf, Austria: Prof.  Gerhard Kisser receives the “Award Kunstmediator 2012/ Art Mediator 2012” conferred & sculptor Franz Wieser shows his work (until June 17th) in the open air museum Gerersdorf, where the last 40 years an ensemble of old regional architecture & commodities was initially installed by founder Gerhard Kisser & a host of volunteers.

Franz Wieser: details of iron sculptures / objects

old clock tower

taubenkobel / dovecote, originally Wohlrab from Wulkaprodersdorf

playful visitors with dandelions

Franz Wieser:  Sonnenwagen / solar carriage

Franz Wieser: Rad der Zeit / time wheel

curious visitor

Helena Wallner, art journalist & managent, holds the laudation

Gerhard Kisser with audience

Prof Gerhard Kisser gets the award sculpture Kunstmediator / Art Mediator by designer Franz Wieser himself – the winner of last year who officially should do this – Willy Puchner – unfortunately was prevented for comming.

with Mag. Hubert Thurnhofer, president of the Austrian IG galerien

Franz Wieser: miniatur II

miniatur III, diagonal, verzahnung…

Franz Wieser: verzahnung / dovetailing

Franz Wieser: geometrie / geometrie

Franz Wieser: omen

“blaudruck / blueprint” – a traditional pattern for fabrics & clothes

the hand-hewn logs with clay – mixed with chopped straw – plastered and whitewashed

after the award ceremony founder Gerhard Kisser proudly leads through the ensemble of old houses. with help of volunteers and the “thatch roof specialists” from Heiligenbrunn it was in 1976 that a small group of six buildings as “ensemble Gerersdorf” officially could be presented to the public.

Franz Wieser
Edel – Stahl

im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 4. Mai bis 17. Juni 2012

A-7542 Gerersdorf Riegelbergen Ensemble Gerersdorf

Gustav Courbet L´Origine du monde / The Origin of the World / Der Ursprung der Welt

oil on canvas, 1866

Andreas Roseneder Rosa Wolke / Pink Cloud acrylics, interference & iridescent acrylics on canvas embeded in polyethylene, 2011

*

L’ORIGINE DU MONDE

für Courbet & Lacan

Die Innenlippen blinzeln aus den äußern.

Im Lebenswasser spiegelt sich das Land,

lachendes Ufer aller Landungswünsche.

Hier springt die Welt zur Welt bei der Geburt,

nachdem zuvor die Welt zur Welt gedrungen.

                                                                      Hanns Remus  (November 1996)

DER URSPRUNG DER WELT / ROSA WOLKE

die innenlippen nach aussen

nach innen die aussenlippen

es kehrt um der spiegel

die verhaeltnisse

wie der mond die erde hebt

die erde den mond erlebt

in geburt zur welt

                             René Desor (April 2012)

THE ORIGIN OF THE WORLD / PINK CLOUD

the inner lip to the outside

and inside the outer lips

the mirror reverses

the ratios

as the moon rises the earth

the earth experiences the moon

through birth to world

                                   René Desor (April 2012)

some impressions from the opening of the exhibition ARIK BRAUER  –  Fünf phantastische Jahrzehnte / Five Fantastic Decades on friday 30th march 2012 at Infeld The House of Culture, Halbturn

Arik Brauer – draft for a record cover in the seventies –  here more about his musical output

Timna Brauer

  

The Timna Brauer & Elias Meiri ensemble

Arik Brauer Pan im Wald / Pan in The Woods, oil on acrylic primed hard board, detail

Zdenka Infeld among the audience, Brauer & Meiri mirrored in a frame

Arik Brauer  Zurück zum Mond / Back to The Moon, oil on acrylic primed hard board

Arik Brauer Die Befruchtung / The Fertilization, oil on acrylic primed hard board, detail

Arik Brauer  Die Letzte Habe / The Last Belongings, oil on acrylic primed hard board

curator Gerhard Kisser engages in conversations…

 …musician Toni Stricker & Traude Gruber in listening…

…while artist Adolf Tuma interviews musician Timna Brauer

INFELD HAUS DER KULTUR
Parkstraße 13
7131 Halbturn / Burgenland
Tel + Fax: 02172/20123

Öffnungszeiten:
Do-So 13.00 bis 18.00 Uhr sowie an Feiertagen, oder nach telefonischer Vereinbarung

Andreas Roseneder  Paint Hand Ball  acrylics on canvas 70 x 240 cm, 2012

click the image to enlarge

BildTraute Macom vor ihrem Atelierhaeuschen in Stotzing

BildTraute Macom auf dem Segelschiff als Weltenbummlerin

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Traute Macom Wolkenbildnissens Reisefreiheit, Eitempera 2011

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“Die Liebe zum Malen” – im Bilde

“Mein kleines Reisemalbüchlein habe ich in letzter Zeit stets dabei!”, betont Traute Macom, leicht bedauernd, dies nicht schon früher so gehandhabt zu haben:  “Von der Alten Donau in Wien weg bis Hawai bin ich gesegelt!”  Der Bootbau hat die leidenschaftliche Seglerin schließlich von der Ostsee bei Flensburg an die alten Ufer Tethys´ nach Stotzing am Leithagebirge im österreichischen Burgenland gespült. Von hier aus startet sie jetzt ihre Reisen, sei dies nun bloß ins nahe Berlin zu Ausstellungen & Freunden oder einfach ein paar Tage Zeichnen & Malen auf die griechische Insel Zakynthos -” Aber dann letztlich doch lieber größere Routen über Luftfahr-, Land- & Meeresstrassen zurück in schon auf dem Schiff tangierte Länder: Feuerland, Kap Horn, La Reunion… –  diesmal von Land aus!”.  “Durch das Zeichnen setze ich mich dort wie auch hier wieder in die Atmosphäre der Länder”.  Dieses Vorhaben lässt sie schon mal die Seiden- oder Weihrauchstrasse oder Carretera Austral befahren, im Jeep Wüsten durchqueren, um in Stotzing mit mitgebrachtem Skizzenbuch & Wüstensand ihre importierten Bilderwelten fertig zu kreiieren.

cit.: edition das labor kulturnotizen.de – mal reise mal buechlein

Corpus in olie vergine di olive,  Zakynthos 2010

Turtles, Galapagos 2010

I-MAN ENTERPRISE, Nepal 2011

money-minded?, Nepal 2010

Mitgefühl – Weisheit,  Kathmandu 2010

Hokusai´s Schnellehrgang für verkürzten Malstil, Berlin 2011

Halber Bahnhof  ZOO – “halbe security mit halber MG – also nur halbtot“,  Berlin 2010

Ausblick vom Bahnhof  ZOO, Berlin 2010

Rundflug – La Réunion 2010

Distillerie du Geranium – Farnbaum, La Réunion 2010

spiralförmig endemisch wachsende Fächerpalme, La Réunion 2010

Gajeto & Generation Tree,  Äthiopien 2011

“Gajeto ist der Stammesälteste der KONSO, Äthiopien, dem wir zuerst auf dem Hauptplatz des Dorfes die Ehre durch unseren Besuch erwiesen; der ‘Generation Tree’ besteht aus lauter Baumstämmen -jeder steht für eine Generation-, alle 18 Jahre wird im Hinblick auf eine vollendete bzw eine neue Generation ein weiterer Stamm dazugeknüpft”

Mursi Mercy Mursi, Äthiopien 2011

 Traute Macom hat ihr Äthipien-Büchlein von 2010 drucken & binden lassen

Détail (mit Instrument) – TEWARI stick-dance performance, Chatwin NP, Nepal 2010

‘völkerwandernde Parallelen ?’:

TEWARI stick-dance und Stocktanz-Folklore (détail) in Belgrad 2011

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im Atelier

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2 Interpretationen/Studien zu Manets Skandalbild von 1863 Frühstück im Freien, 2011

Traute Macom Sakrales Licht Zakynthos, 2010, Lehmerde und Aquarell

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Traute Macom Fesseln Sprengen Acryl auf Leinwand, Zakynthos 2010/ Stotzing 2011

La Chapelle, Acryl und Vulkansand auf Leinwand, La Réunion 2010, Stotzing 2011/12

Traute Macom Wüste schwappt über , Akakusgebirge, Libyen 2009, Stotzing 2010

Titelbild zum Thema Desertification

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Traute Macom  Blick ins Erdinnere – Piton des Neiges, La Réunion, Eitempera auf Vulkanasche, 2011

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 weitere Interpretation zu Manets Frühstück im Freien, 2011 – in Arbeit

 Traute Macom Koenigskerze  Aquarell, 2008

2008: Traute Macom ganz links beim Aquarellieren der Königskerze – & vollends eins mit der pannonischen Flora

BildTraute Macom African Jungle Ride, 2008