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Category Archives: Politik

altes von Central Burgenland Revisited<<<:

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Eine kleine Station an der Strecke, welche nach Russland führt.

Endlos gerade liefen vier parallele Eisenstränge nach beiden Seiten zwischen dem gelben Kies des breiten Fahrdammes; neben jedem wie ein schmutziger Schatten der dunkle, von dem Abdampfe in den Boden gebrannte Strich.

Robert Musil<<<

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neues von lake-a-like<<<:

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die worte sagt die wissenschaft machen den satz, die punkte bestimmen die linie. der satz macht die worte sagt herr spann, die linie bestimmt ihre punkte.

die wissenschaft und herr spann sind zwei üble brüder.

überhaupt klatschen die ÖSTERREICHER einander auf die schenkel.

oswald wiener<<<

neues vom nodbach<<<:

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…obwohl der Fußgänger selber ein Fahrzeug ist, ein METABOLISCHES FAHRZEUG mit eigenem Tempo, gibt es eine Identität und Identifikation des Körpers mit seiner Geschwindigkeit: leben, LEBENDIG SEIN HEISST Geschwindigkeit sein…

Paul Virilio <<<

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Ich meinte heute, das sei alles schnee von gestern, & dieses erinnerungsgedusel nur eine eselsbrücke zurück in die jugend, für die mir meine schuhe nun unpassend schienen, meinte Ich, der Ich ja in der meinungszeit groß geworden bin, in der es zum geflügelten wort wurde, eine meinung zu haben, in der man in der schule links oder rechts außen oder gar unten durch war, wenn man in politischer bildung keine meinung hatte, in der meinungsumfragen wichtiger wurden als die politische wahl selbst, was darin darin gipfelte, dass ein großer politiker beinah jeden satz mit: Ich bin der meinung begann.  die lehrer meinten, es wäre für einen zeit zur meinungsbildung & selbst die eltern meinten es gut mit einem. aber Ich selber meinte immer, man sollte seine meinung lieber bei sich behalten, meinungsäußerungen vorher bedenken & erst danach jemandem seine meinung sagen. – & das saß dann meistens, traf ins schwarze, nur hatte es zur folge, dass man aus gewissen meinungszirkeln oder -cliquen sich ausgeschlossen sah. da man aber nur das beste gemeint hatte, sah man sich im recht & hatte sich von da an seine meinung über die mitmenschen gebildet. in solchen gedanken durch einen wald zu schreiten ist eigentlich ein verrücktes unterfangen, denn der wald meint nichts, er lehrt einen bloß durch seine stille existenz, da kann man sich über die jahre eine meinung bilden, wann & wo der amanita oder der boletus wüchse, jedes jahr wird man eines besseren belehrt. Ich meine, es wäre auch hinfällig, sich zu fragen, welcher der beiden pilze es nach dem verzehr mit einem besser meinte. wir könnten ja meinungsaustausch über die meinungsverschiedenheiten zu dieser frage treiben.

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Andreas Roseneder computerplot/acrylics on canvas 2000

Jupiter omnipotens, audacibus annue coeptis.

– et potentia Saturnia…?

Andreas Roseneder computerplot/acrylics on canvas 2000

why Abraham is obviously not amused (- the others too) ?

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übergehen

heute ist es Sommer

wie es früher

einmal war

 

früher war es Sommer

wie es eh

„hätt sei solln”

 

gestern eher

als

heute mal

 

Hat jemand während der Lektüre im Lesefluss etwas überflogen, & äußert im Nachhinein so was wie: „des hob im ma hoit so glesen”, bezweifelt man im nachfolgenden Gespräch mit diesem bei der Recherche in dessen Gedächtnis, dass er gewisse Inhalte geschweige denn semantische Informationen wahrgenommen hätte.

Dabei hat man jedoch nicht der menschlichen Phantasie Rechnung getragen.
Überflogen.
Man nehme einmal an, dass dieser Fluss – ich spreche noch immer vom zitierten Lese-fluss, – aber werter Hörer könnte im Augenblick dieser meiner Rezitation den Rede-fluss mit einbeziehen auf unserer imaginären Landkarte – dass dieser Fluss ein transzendentes Floss als geistiges Vehikel benötigte zur intellektuell befriedigenden Überfuhr. Das imaginierte Flugzeug, in dem wir aber jetzt sitzen, dem sprechen wir wohl ab, dass es diesen geistigen Transport vollständig vollzöge, zu wenig bekommen wir von der Landkarte unter uns mit & schon gar nicht, wenn wir keinen Fensterplatz ergattert haben.
Wir sind nun mal Augenmenschen.
Also – überfliegen? Überspringen verzeiht man dem Leser noch, nutzt er doch dabei seinen eigenen Körper, um den Bach zu überwinden in Kenntnis dessen Mündung in den Fluss, auch über-setzen dann wieder am Fluss mit unserem noch gegenwärtigen transzendenten Floss, um die Sprachbarriere zu überbrücken, wenn auch mit Hilfe eines Wörterbuches.

Aber über-fliegen?

Negieren wir denn da nicht etwas unter uns oder sprechen wir damit diesem Bereich nicht gar seine Existenz ab, weil er einfach bloß hinderlich ist für das Erreichen unseres Zieles, das wir bereits vor Augen haben?

Überflogene Strecken – dabei hat man doch nichts mitbekommen.

Überfahren. – Keine Angst, wir befinden uns ja nach wie vor in einem Flugzeug, in die Sitzschalen gepresst & angeschnallt & die einzigen Räder hier sind diese kleinen Rollen an den Wägelchen der FlugbegleiterInnen.
Aber wären wir nicht so gespannt auf das, was da vor unseren Augen liegt, hätten wir uns nicht hier gemeinsam in diesen engen Rumpf einer geflügelten Röhre stauchen lassen, angeschnallt empfängnisbereit für alle Überraschungen. Wie Rudeltiere zusammengerottet die Meldungen des Alphatieres erwartend, um gemeinsam bereitwillig in Gedanken auch alles wirklich Erdenkliche an uns vorüberziehen zu lassen:

 

FLUG-SIMULATOR

 

EN-TEBBE

SCHUB-UMKEHR

WORLD-TRADE-CENTER

BERMUDA-TRIANGLE

„fasten your seatbelts”

 

[das stewardEss-sequel ist virtuell nicht nachvollziehbar]

 

BLACK BOX

„Im Namen der crew wünsche ich einen angenehmen Flug”

„Schatzi, bin glei wieda daaa!”

 

Ich danke Jürgen für sein Verständnis, daß ich nicht gleich “da war”.