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Category Archives: MQ Vienna

first time that a representative cross-section of artworks from the Swiss Beyeler Collection is to be seen on display in Austria – they were selected by Rudolf Leopold & his wife Elisabeth personally, reflecting their own choice of view of the famous collection hold by Fondation Beyeler in Basel. Both collectors – Ernst Beyeler & Rudolf Leopold have died this year & could not be witness of yesterday´s opening of the exhibition CÉZANNE – PICASSO – GIACOMETTI – Meisterwerke der Fondation Beyeler / masterworks from the Fondation Beyeler at the Leopold Museum, MQ Vienna. – on the other hand “their” chosen artists, all dead too, testified through the presence of their living art-eyes in Vienna they all are assembled  in high society of art:

Joseph Beuys´eye seen by Andy Warhol

Joseph Beuys by Andy Warhol reflected in an anonymous wooden Rapa Nui face

Andy Warhol´s eye itself (- what has happened with the colours through the lense of my Leica..?) – the original:

Andy Warhol self-portrait ©LM

a Melanesean wooden sculpture of a bird in Roy Lichtenstein´s eye

the eye-head of the wooden bird from Lemakot, New Ireland, Melanesea

Francis Bacon´s brushsroke creates a twinkering eye…

… beside anonymous eyes from Alaska are staring at him

Picasso rounds & destroys women´s & cat´s eyes

where Max Ernst looks in other outer spheres

Léger´s Clock looks…

… even more than his portraited woman

Alberto Giacometti creates his eyes with lines…

… whereas Henri Matisse knots the eyes of his bronzen bust

even Jackson Pollock trickles pupils…

… & Wassily Kandinsky draws eyebrows

Marc Chagall´s animal …

…& Paul Klees posessed & arrowed eyes – please excuse the unsharpeness of the camera-glimpse

Claude Monet´s floral eyes stare at me –

… but why all the other anonymous wooden non-European heads are slit-eyed?:

´cause they are masks?

or enlightened masters from the southern Fang-region, Gabon?

an exeption: this master from Mumuye-region, Nigeria stares out of his helmet like a star-wars-warrior…

… & meets an open eye on Barnett Newman´s canvas

journalists use their second eye – as I do…

…& their shadows take a walk on Paul Cézanne´s Road at the top of the Chemin des Lauves

noteworthy:  – at the press-conference a hunting spirit figure stands beside…

…arthunters: the representants of Leopold Museum, Elisabeth Leopold & Sam Keller, director of the Foundation Beyeler

(center background: Pablo Picasso, Woman (“Desmoiselles d´Avignon” period), by Rudolf & Elisabeth Leopold declared as exhibition´s  favorite artwork)

Cézanne – Picasso – Giacometti, …

Masterpieces from the Fondation Beyeler

Leopold Museum Vienna

from 17.09.’10 – 17.01.’11

all artworks seen through this eye:

andreasroseneder.com

Wallys Rückkehr

Egon Schiele   “Bildnis Wally” – Bildnis Valerie Neuziel Öl auf Leinwand, 1912 (foto © Leopold Museum Wien)

Egon Schieles Totenmaske, 1918 von Gustinus Ambrosi abgenommen

Der Maler Egon Schiele lebte 1912 im böhmischen Krumau, als er Lebensgefährtin und Modell Valerie Neuziel in Öltechnik portraitierte. Das Gemälde wurde 1998 aus der Schau „Egon Schiele: The Leopold Collection, Vienna“ im New Yorker Museum of Modern Arts als so genannte „Raubkunst“ beschlagnahmt. Im September 2010 soll dieses „Bildnis Wally“ der Privatstiftung Leopold Museum über einen Vergleich mit der Erbengemeinschaft nach Lea Bondi-Jaray gegen eine Zahlung von 19 Millionen US-Dollar in die Wiener Sammlung zurückgestellt werden.

Leopold Museum MuseumsQuartier Wien

Besitzanspruch, Verkauf, Restitution oder Wechsel von Kunstwerken sind zumeist mit emotionalen Begleiterscheinungen verbunden und im Falle von Werken  österreichischer Maler wie Gustav Klimt oder Egon Schiele auch mit den Darstellungen schöner Frauen: Klimts „Goldene Adele“ übersiedelte 2006 als „Mona Lisa von Manhattan“ (Zitat des Käufers Ronald S. Lauder) nach New York, im August ist es für Schieles „Bildnis Wally“ soweit, aus der zwölfjährigen „Inhaftierung“ nach einer Ausstellung in New York den Weg heim nach Wien anzutreten, um in einer Sonderschau des Leopold Museums gezeigt zu werden.

Der Augenarzt & das Aquarell

Der Wiener Augenarzt und Kunstsammler Rudolf Leopold sah dieses Gemälde  zusammen mit Egon Schieles „Selbstporträt mit Lampionfrüchten“ und dem Werk „Kardinal und Nonne“ in einer Art Triptychon immer gemeinsam verbunden: Rudolf Leopold darf die Wiedervereinigung der drei Bilder in „seinem“ Museum nicht mehr erleben – auch nicht die Eröffnung der für September geplanten Eröffnung einer Ausstellung von Werken Picassos, Giacomettis und Cézannes der Foundation Beyeler in seinen Räumen – er ist dem Schweizer Galeristen Ernst Beyeler, der bereits im Februar dieses Jahres verstarb, nachgefolgt.

gefeiertes Aquarell in der Aula des Museums

Für mich als aktiven bildenden Künstler dauerte es fast ein Jahrzehnt, ins Leopold Museum zu gehen, die Zeitgenossen in den im MQ benachbarten Galerien hatten eher mein Interesse geweckt. Für Rudolf Leopold hatte es über 5 Jahrzehnte gedauert, eine Kunstsammlung zusammenzutragen und in einem eigenen Museum zu positionieren. Über einen Aquarellwettbewerb zur Ausstellung Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei wurde eines meiner Bilder zu einer diese begleitenden Schau Die Meister von Morgen aufgenommen. – so hing mein Aquarell „eselsweg“ in Gemeinschaft mit den Meistern Schiele, Klimt & Kokoschka!

Der Tod, blauer Fluss & blaues Haus

Nachdem ich erfahren hatte, dass Rudolf Leopold selbst die Auswahl der Bilder für die Ausstellung getätigt hätte, fand ich es angebracht, den Sammler selbst über seine Leidenschaft, die Triebfedern und Ziele dazu zu befragen: mir war ja „der Leopold“ nur ganz unverbindlich über mediale Schlagworte wie Schiele, Wally, klassischer Expressionismus, Restitution oder eben Sammlerleidenschaft nahe. Ein ausständiges Engagement für die zeitgenössische Österreichische Aquarellmalerei war schon längst fällig – obwohl in diesem Land das Genre durch viele MalerInnen stark vertretenen ist, ist es in aktuellen Ausstellungskalendern eher spärlich vertreten. Leider kam es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu einem Gespräch mit dem Sammler zwecks näherer Erörterung.

Ich machte mich also auf zu einem spontan unbegleiteten Rundgang durch den hellen lichtdurchfluteten vierstöckigen Bau der Architekten Ortner & Ortner im Wiener Museumsquartier.  Man kommt nicht vorbei an Zugpferd Egon Schiele. Dem Tullner Wunderkind ist das Herz des Reigens an Bildern gegönnt, gleich nach dem Betreten des Museums über die Aula geleitet falle ich in die Bilderwelt seiner Meisterwerke: Tote Stadt III – Stadt am blauen Fluss, ein Bild, das dem Wanderschicksal Wallys knapp entgangen ist. – Schaurig fesselnd.

Egon Schiele: Tote Stadt III, Öl auf Leinwand 1917

Minutenlang suchte ich einen Ausweg aus dem ergreifenden Bann dieses kleinen Bildes, bis mir die Visualisierung von Malewitsch´ Schwarzem Quadrat auf weißem Grund, – jenes drei Jahre später entstandene kleine monochrom schwarze Bild des russischen Konstruktivisten & Suprematisten* mit seiner Abstraktion half, daraus auszusteigen:

“Das Schwarze Quadrat” von Malewitsch in der Kunsthalle Baden-Baden

Die Malerei lebt auch über jene Bildern weiter, die ihre eigene Auslöschung thematisieren. Das 1935 entstandene Aquarell Das Blaue Haus in St. Margarethen von Josef Dobrowsky in der Aquarellausstellung holt mich wieder zurück auf die heimatliche Erde.

Josef Dobrowsky   Das Blaue Haus in St. Margarethen, Guache & Deckweiß auf Papier, 1935

– Was mich zu den Fragenstellungen bringt: Wo ist ein Kunstwerk beheimatet? – Wo ist es besser aufgehoben? – In einem Museum?, in einer Privatsammlung?, im Banksafe eines Spekulanten? – Oder bei einem Kunst-Liebhaber?

* Suprematismus: Es handelt sich dabei um die erste konsequent ungegenständliche oder abstrakte Kunstrichtung, da eine von Gegenstandsbezügen befreite Kunst die Reduktion auf einfachste geometrische Formen in den Dienst der Veranschaulichung ‘höchster’ menschlicher Erkenntnisprinzipien bringen soll.

René Desor für PANNOrama

youTube: Leopold Museum: Welcome back, Wally!

Leopold Museum

MQ – MuseumsQartier Wien

Museumsplatz 1

1070 Wien

Täglich außer Dienstag: 10.00–18.00 Uhr
Donnerstag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag geschlossen

laufende & nächste Ausstellungen:

 Otto Muehl
Sammlung Leopold
Von 11.06.'10 - 04.10.'10


otto Muehl - ohne Titel - Friedrichshof

Jugendstil und Secession
Joseph Maria Olbrich
Von 18.06.'10 - 27.09.'10

Cézanne - Picasso - Giacometti
Fondation Beyeler zu Gast in Wien
Von 17.09.'10 - 17.01.'11
Sammlung Vienna Insurance Group Wiener Städtische
Österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Von 21.10.'10 - 24.01.'11
Egon Schiele:
seine Kunst – sein Leben – seine Zeit
Von 22.09.'11 - 09.01.'12

driving today through the countryside I saw this house wave swamping the hills next St. Margarethen, Burgenland.

“a rural answer”, I thought in comparison to Erwin Wurm´s installation house attack realized on top of the MUMOK, Vienna 2006 – “- & less agressive, indeed”

YOUng ART at primary school Achau this week again. in my library I have found an old catalogue from 1988 showing watercolours by Austrian paintress Maria Lassnig. actually an exhibition at the MUMOK Vienna is running for celebrating her 90th birthday . I picked out the work “Was fällt mir beim Wort Hund ein? / what comes to my mind with the word dog?” from 1980, handed watersoluble colours (AquaBrique) & pencils among the pupils & asked them Lassnig´s question:

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artist Wilfried Ploderer worked with another group & had prepared squared sheets to introduce the kids to American artist Chuck Close´s pattered work

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headmaster Karin Gruber shows a smile in red  😉

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a sequence of the school´s art-project

YOUng ART:

artists inspire young art

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the forgotten thumb – Andreas Roseneder at the Western Motel, MQ Vienna     ©artstage     see more about by artstage:  pictures of an exhibition

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living next advertized Hopper-theme at the MQ Vienna               ©René Desor

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High Noon, detail   ©Edward Hopper

extending link to liquid loft:

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(für Stephanie Cumming)
And then I could wear a skirt of fingertips softly waving in the spring air and every
fringe of my fingertip skirt would feel the air just like a … a fingertip.
I had fingertips growing from the sides of my neck sensing my environment just like the
barbels of a delicate fish. Every inch of my surface would become pure sensitivity.
There are so many lonely poses waiting for a new home.
You could put them on. You could let them give you shape. These poses could end your
amorphous existence forever.
They will fir you like a glove. Squeeze yourself into this virtual mould and become
everybody’s fantasy.
This will be your first impression. The big foot of fascination landing on the soft
receptive flesh of the observer. Leaving a solid imprint. Leave a trace on the other.
Press on. Becoming the printing press of your self-impression.
The other is an empty sheet of paper, write on him, dig your pencil into this white flesh
of attention, make him raw with awe.
Everybody’s brain is like a closet stuffed with identity costumes. Empty shells of expectation. There is the slick businessman costume, the glamorous evening gown, the plump obedient secretary blouse, the bulky helpful mechanic’s overall, the slacks of the casual bohemian boyfriend …
Just make yourself soft and elastic enough to fill yourself into these costumes, to slip
into these molds of expectation. Don’t worry, the forms are already there. Don’t care
about the form, just become matter. Become the pure flesh to be stuffed into these
costumes. Fulfill these expectations. Become the liquid dough to be poured into the cake
tins of social conduct.

cit.: Katherina Zakravsky
    

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