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Category Archives: Leopold Museum

Paul Nestlang, detail of his self-portrait  titeled THE DAY I LOST MYSELF 181103, charcoal on paper, 2003

zuerst hab ich Paul Nestlangs auf einen punkt gebrachtes statement am wochenende am Breitenbrunner Strand des Neusiedler Sees im sonnenlicht flaezend in der oesterreichischen Tageszeitung DER STANDARD gelesen: “Ich sehe die Zeit, es ist die Ewigkeit.”

darauf hin kam mir gleich das eigene augenblicks-motto entgegen: ” Ich hab´ wohl alle Zeit der Welt.”  –

– & alsdann sprang mich Nestlangs zweiter satz in der gaststaette Zur Eisernen Zeit am Wiener Naschmarkt aus dem gewaltig-gestalteten kunstbuch zur aktuellen ausstellung im Leopold Museum an : “Dieser neue, chirurgische  Malerblick ist ein Instrument, das ich scheinbar noch nicht gefahrlos zu verwenden weiß.”

Ich weiß um die verletzlichkeit des werkenden genies, um die da durch ihn & seine hand wirkenden instrumente & sei das resultat sei das resultat nur aus dem augenwinkel im aktuellen erfassungswahn  des kuenstlers gesetzt:

&

entgegnete ihm – Paul Nestlang – genioes  – posthum  – auf gut österreichisch:

“Mir laeuft´s sowieso zuwider, da´s mir doch entgegenkommt!”

Paul Nestlang OLD LADY #2, charcoal on paper

Dr. Elisabeth Leopold, : isn´t she the portrayed lady?

“Schaun Sie sich den Gerstl an”  -werde ich von ihr direkt angesprochen, nachdem ich Francis Bacons´s einfluss  als sehr vordergruendig in Paul Nestlangs werk bemerke:

Paul Nestlang  MOLLOY, charcoal & coloured lead on paper

Paul  Nestlang  FREUND / FRIEND #2

Dr.  Mario Gündl – the designated FRIEND –  one of the authors of the catalogue – a largescale art book – of the current exhibition Unseen Strangers at the Leopold Museum

Paul Nestlang  MELVO # 2 charcoal on paper

Nikolaus Brandstaetter (the catalogue Unseen Strangers published by  Christian Brandstaetter Verlag) – with LAST PAINTING 2004 painted by Paul Nestling in  acrylic technique on canvas

Mag. Klaus Pokorny, Dr. Elisabeth Leopold & Dr. Mario Gündl listening to Nikolaus Brandstaetter´s speach

Paul Nestlang SLEEPLESS acrylic on canvas – a memorial in a mirrored glass case

“Wie koennen andere meine Bilder verstehen, wenn ich sie doch selbst nicht verstehen kann. Der Verstand ist das falsche Werkzeug. Ich kann meine Bilder empfinden & hoffe, dass auch andere Menschen sie empfinden koennen. Um mich hier nicht festnageln lassen zu muessen – ich glaube nicht, dass alle die Bilder auf die selbe Art & Weise empfinden koennen.

Selbst wenn sich zwei lieben ist es niemals die selbe Liebe. ONE LOVE ist mein Mythos.”

Paul Nestlang

here – in the light flooded atrium of the Leopold Museum you may see Paul Nestlang´s work for the next 2 weeks:

Paul Nestlang

Unseen Strangers

Von 25.05.’11 – 06.06.’11

outside the gates of Leopold Museum: Andrea from Upper Austria portraits a horse in acrylic technique – applicated in fur & paper by – by female artist? – we wonder…

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first time that a representative cross-section of artworks from the Swiss Beyeler Collection is to be seen on display in Austria – they were selected by Rudolf Leopold & his wife Elisabeth personally, reflecting their own choice of view of the famous collection hold by Fondation Beyeler in Basel. Both collectors – Ernst Beyeler & Rudolf Leopold have died this year & could not be witness of yesterday´s opening of the exhibition CÉZANNE – PICASSO – GIACOMETTI – Meisterwerke der Fondation Beyeler / masterworks from the Fondation Beyeler at the Leopold Museum, MQ Vienna. – on the other hand “their” chosen artists, all dead too, testified through the presence of their living art-eyes in Vienna they all are assembled  in high society of art:

Joseph Beuys´eye seen by Andy Warhol

Joseph Beuys by Andy Warhol reflected in an anonymous wooden Rapa Nui face

Andy Warhol´s eye itself (- what has happened with the colours through the lense of my Leica..?) – the original:

Andy Warhol self-portrait ©LM

a Melanesean wooden sculpture of a bird in Roy Lichtenstein´s eye

the eye-head of the wooden bird from Lemakot, New Ireland, Melanesea

Francis Bacon´s brushsroke creates a twinkering eye…

… beside anonymous eyes from Alaska are staring at him

Picasso rounds & destroys women´s & cat´s eyes

where Max Ernst looks in other outer spheres

Léger´s Clock looks…

… even more than his portraited woman

Alberto Giacometti creates his eyes with lines…

… whereas Henri Matisse knots the eyes of his bronzen bust

even Jackson Pollock trickles pupils…

… & Wassily Kandinsky draws eyebrows

Marc Chagall´s animal …

…& Paul Klees posessed & arrowed eyes – please excuse the unsharpeness of the camera-glimpse

Claude Monet´s floral eyes stare at me –

… but why all the other anonymous wooden non-European heads are slit-eyed?:

´cause they are masks?

or enlightened masters from the southern Fang-region, Gabon?

an exeption: this master from Mumuye-region, Nigeria stares out of his helmet like a star-wars-warrior…

… & meets an open eye on Barnett Newman´s canvas

journalists use their second eye – as I do…

…& their shadows take a walk on Paul Cézanne´s Road at the top of the Chemin des Lauves

noteworthy:  – at the press-conference a hunting spirit figure stands beside…

…arthunters: the representants of Leopold Museum, Elisabeth Leopold & Sam Keller, director of the Foundation Beyeler

(center background: Pablo Picasso, Woman (“Desmoiselles d´Avignon” period), by Rudolf & Elisabeth Leopold declared as exhibition´s  favorite artwork)

Cézanne – Picasso – Giacometti, …

Masterpieces from the Fondation Beyeler

Leopold Museum Vienna

from 17.09.’10 – 17.01.’11

all artworks seen through this eye:

andreasroseneder.com

Wallys Rückkehr

Egon Schiele   “Bildnis Wally” – Bildnis Valerie Neuziel Öl auf Leinwand, 1912 (foto © Leopold Museum Wien)

Egon Schieles Totenmaske, 1918 von Gustinus Ambrosi abgenommen

Der Maler Egon Schiele lebte 1912 im böhmischen Krumau, als er Lebensgefährtin und Modell Valerie Neuziel in Öltechnik portraitierte. Das Gemälde wurde 1998 aus der Schau „Egon Schiele: The Leopold Collection, Vienna“ im New Yorker Museum of Modern Arts als so genannte „Raubkunst“ beschlagnahmt. Im September 2010 soll dieses „Bildnis Wally“ der Privatstiftung Leopold Museum über einen Vergleich mit der Erbengemeinschaft nach Lea Bondi-Jaray gegen eine Zahlung von 19 Millionen US-Dollar in die Wiener Sammlung zurückgestellt werden.

Leopold Museum MuseumsQuartier Wien

Besitzanspruch, Verkauf, Restitution oder Wechsel von Kunstwerken sind zumeist mit emotionalen Begleiterscheinungen verbunden und im Falle von Werken  österreichischer Maler wie Gustav Klimt oder Egon Schiele auch mit den Darstellungen schöner Frauen: Klimts „Goldene Adele“ übersiedelte 2006 als „Mona Lisa von Manhattan“ (Zitat des Käufers Ronald S. Lauder) nach New York, im August ist es für Schieles „Bildnis Wally“ soweit, aus der zwölfjährigen „Inhaftierung“ nach einer Ausstellung in New York den Weg heim nach Wien anzutreten, um in einer Sonderschau des Leopold Museums gezeigt zu werden.

Der Augenarzt & das Aquarell

Der Wiener Augenarzt und Kunstsammler Rudolf Leopold sah dieses Gemälde  zusammen mit Egon Schieles „Selbstporträt mit Lampionfrüchten“ und dem Werk „Kardinal und Nonne“ in einer Art Triptychon immer gemeinsam verbunden: Rudolf Leopold darf die Wiedervereinigung der drei Bilder in „seinem“ Museum nicht mehr erleben – auch nicht die Eröffnung der für September geplanten Eröffnung einer Ausstellung von Werken Picassos, Giacomettis und Cézannes der Foundation Beyeler in seinen Räumen – er ist dem Schweizer Galeristen Ernst Beyeler, der bereits im Februar dieses Jahres verstarb, nachgefolgt.

gefeiertes Aquarell in der Aula des Museums

Für mich als aktiven bildenden Künstler dauerte es fast ein Jahrzehnt, ins Leopold Museum zu gehen, die Zeitgenossen in den im MQ benachbarten Galerien hatten eher mein Interesse geweckt. Für Rudolf Leopold hatte es über 5 Jahrzehnte gedauert, eine Kunstsammlung zusammenzutragen und in einem eigenen Museum zu positionieren. Über einen Aquarellwettbewerb zur Ausstellung Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei wurde eines meiner Bilder zu einer diese begleitenden Schau Die Meister von Morgen aufgenommen. – so hing mein Aquarell „eselsweg“ in Gemeinschaft mit den Meistern Schiele, Klimt & Kokoschka!

Der Tod, blauer Fluss & blaues Haus

Nachdem ich erfahren hatte, dass Rudolf Leopold selbst die Auswahl der Bilder für die Ausstellung getätigt hätte, fand ich es angebracht, den Sammler selbst über seine Leidenschaft, die Triebfedern und Ziele dazu zu befragen: mir war ja „der Leopold“ nur ganz unverbindlich über mediale Schlagworte wie Schiele, Wally, klassischer Expressionismus, Restitution oder eben Sammlerleidenschaft nahe. Ein ausständiges Engagement für die zeitgenössische Österreichische Aquarellmalerei war schon längst fällig – obwohl in diesem Land das Genre durch viele MalerInnen stark vertretenen ist, ist es in aktuellen Ausstellungskalendern eher spärlich vertreten. Leider kam es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu einem Gespräch mit dem Sammler zwecks näherer Erörterung.

Ich machte mich also auf zu einem spontan unbegleiteten Rundgang durch den hellen lichtdurchfluteten vierstöckigen Bau der Architekten Ortner & Ortner im Wiener Museumsquartier.  Man kommt nicht vorbei an Zugpferd Egon Schiele. Dem Tullner Wunderkind ist das Herz des Reigens an Bildern gegönnt, gleich nach dem Betreten des Museums über die Aula geleitet falle ich in die Bilderwelt seiner Meisterwerke: Tote Stadt III – Stadt am blauen Fluss, ein Bild, das dem Wanderschicksal Wallys knapp entgangen ist. – Schaurig fesselnd.

Egon Schiele: Tote Stadt III, Öl auf Leinwand 1917

Minutenlang suchte ich einen Ausweg aus dem ergreifenden Bann dieses kleinen Bildes, bis mir die Visualisierung von Malewitsch´ Schwarzem Quadrat auf weißem Grund, – jenes drei Jahre später entstandene kleine monochrom schwarze Bild des russischen Konstruktivisten & Suprematisten* mit seiner Abstraktion half, daraus auszusteigen:

“Das Schwarze Quadrat” von Malewitsch in der Kunsthalle Baden-Baden

Die Malerei lebt auch über jene Bildern weiter, die ihre eigene Auslöschung thematisieren. Das 1935 entstandene Aquarell Das Blaue Haus in St. Margarethen von Josef Dobrowsky in der Aquarellausstellung holt mich wieder zurück auf die heimatliche Erde.

Josef Dobrowsky   Das Blaue Haus in St. Margarethen, Guache & Deckweiß auf Papier, 1935

– Was mich zu den Fragenstellungen bringt: Wo ist ein Kunstwerk beheimatet? – Wo ist es besser aufgehoben? – In einem Museum?, in einer Privatsammlung?, im Banksafe eines Spekulanten? – Oder bei einem Kunst-Liebhaber?

* Suprematismus: Es handelt sich dabei um die erste konsequent ungegenständliche oder abstrakte Kunstrichtung, da eine von Gegenstandsbezügen befreite Kunst die Reduktion auf einfachste geometrische Formen in den Dienst der Veranschaulichung ‘höchster’ menschlicher Erkenntnisprinzipien bringen soll.

René Desor für PANNOrama

youTube: Leopold Museum: Welcome back, Wally!

Leopold Museum

MQ – MuseumsQartier Wien

Museumsplatz 1

1070 Wien

Täglich außer Dienstag: 10.00–18.00 Uhr
Donnerstag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag geschlossen

laufende & nächste Ausstellungen:

 Otto Muehl
Sammlung Leopold
Von 11.06.'10 - 04.10.'10


otto Muehl - ohne Titel - Friedrichshof

Jugendstil und Secession
Joseph Maria Olbrich
Von 18.06.'10 - 27.09.'10

Cézanne - Picasso - Giacometti
Fondation Beyeler zu Gast in Wien
Von 17.09.'10 - 17.01.'11
Sammlung Vienna Insurance Group Wiener Städtische
Österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Von 21.10.'10 - 24.01.'11
Egon Schiele:
seine Kunst – sein Leben – seine Zeit
Von 22.09.'11 - 09.01.'12

John Owen Mittelmeer Licht, see original HERE, 2009

aquarell/watercolour, 35 x 26 cm

Victoria Sophie Bertotti Bird : love aquarell/watercolour 12,5 x 18 cm

both works are to be seen at the Leopold Museum Museumsquarter Vienna until 28th of June

enter here another Owen, number 19:

“The real art in ART is to be able to arrange marks in such a way that, simply by leading the eye around the composition of your painting, your ideas and emotions are transmitted to another person.”

John Owen

& leave with the blue house of “master of dark blue”, Austrian painter Josef Dobrowsky (the picture was part of the exhibition “Hidden Treasures of Austrian Watercolour Art”):

Josef Dobrowsky Blaues Haus in St. Margarethen, um 1935, guache on paper

Evelina Arapidi, chromaticsequence, this night with  ALLOU FUN DARK – stories of a dark night at aera, Vienna

ephemeris II (see ephemeris I  here), same day in the evening: Sabine Gschwind´s watercolour painting  with a more than curious visitor at the exhibition “Tomorrow´s masters” in conjunction with the exhibition “Hidden Treasures of Austrian Watercolour Painting” at the Leopold Museum, MQ Vienna