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Category Archives: Kosmopolitischer Garten

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos Mantis I  acrylics on canvas 2011

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos Mantis II  acrylics on canvas 2011

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos Mantis III  acrylics on canvas 2011

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos I  acrylics on canvas 2011

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos I  acrylics on canvas 2011

Andreas Roseneder 1001 Lavender Cosmos I  acrylics on canvas 2011

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here again – on the day of break from summer to autumn 2011:

The famous 1001 Lavender Cosmos Mantis

            

& dedicate trees for that round´n´up : – I´ll set & plant them if you bring in the slips!

… oh gott ogott- wie mir das English ins Deitsch gebricht …

“…Im Allgemeinen Krankenhaus dachte ich gerne an die Natur und ihr Erwachen. Ich sagte zu niemandem Schellings Satz: “Die Natur schlägt im Menschen die Augen auf und bemerkt, dass sie da ist.” Ich hatte den Satz für mich gehütet wie ein Geheimnis, aber dann, lange bevor Rüdiger Safranski auch damit im Fernsehen auftrat, fand ich den Satz in der Neuen Zürcher Zeitung veröffentlicht. Obwohl ich ihn auswendig weiß, beeindruckt er mich zusätzlich, wenn ich ihn lese. Ist es die Natur, die in mir die Augen aufschlägt, und was bemerke ich dabei? Sicher bin ich es, der die Neue Zürcher Zeitung aufschlägt, im Café Klinik, um mithilfe einer Lektüre über die Runden zu kommen, die der Schmerz diktiert: erste Runde, zweite Runde – über wie viele Runden der Kampf gehen wird, weiß man am Anfang noch nicht…”

Franz Schuh, Café Klinik im standard, vorabdruck aus seinem neuen buch Der Krückenkaktus

1001 thanks to Florian & Hans!

today I met a new citizen at the Cosmopolitan Garden of Europahaus Burgenland:

a praying mantis  – a sculptural appearance itself in 1001 – Lavender Cosmos

perfect camouflage

follow the project preceding: 1001 human strains in a natural cosmos

the Cosmopolitan Garden of the Europahaus Eisenstadt, capital of Federal State Burgenland, Austria, is growing – carpenters line up wooden lark beds for plantation. I cleared last days the plant installation 1001 – LAVENDER COSMOS again from weeds between the lavender plants – nature changes colours of green, the cornflower enlighten with their blue the polyethylene patches – even these are changed by sun, the wax parts are fading from the bodies, some plastics begin to brittle & emit new colours in the summer sun

1001 – LAVENDER COSMOS

Es gibt Projekte im Leben eines Künstlers, die eigentlich keine solchen sind: diese bezeichnet er vorab so & kommt dann drauf, dass sie eigentlich nur die Spuren seiner eigenen Versäumnisse sind – er ist sozusagen selber auf der Bühne des Alltags mit den eigenen Schattenprojektionen hintennach gehinkt. – Ein Gedankenkosmos zur Pflanzinstallation von Andreas Roseneder & Artstage im Kosmopolitischen Garten des Europahauses Burgenland in Eisenstadt

 Urban Gardening, Urban Farming – ich kannte diese gärtnerischen Initiativen, aus denen sich bisweilen auch ansehnliche Kunstblüten außerhalb der offiziellen städtischen Kunsthallen entwickelt haben, nur aus Großstädten wie Berlin, Hamburg, Paris oder New York, entstanden aus dem Bedürfnis der Bewohner, Grün ins Grau der Mauerschluchten & Häusermeere zu setzen  – aber in Eisenstadt?, – der kleinen provinziellen in den großen Pannonischen Garten eingebetteten Burgenländischen Landeshauptstadt, gelegen an den Flanken der waldigen Leithaberge, von seit Jahrtausenden gepflegten Weingärten zum Wasser- & Wärmespeicher Neusiedler See hin umzogen,  viele Bewohner in Eigenheimen mit angrenzenden Kleingärten, verwöhnt mit Früchten daraus wie auch aus ihren  traditionellen „Krautgärten“ an der Peripherie?

Wäre hier nicht gefragt, den Ansatz von anderer Richtung zu nehmen, dem ruralen status quo Kunstblüten ins Weichbild der Stadt entgegenzusetzen, um der allgemeinen Saturiertheit ein paar kreative Dissonanzen einzufügen?  –  dies war mein erstes fragendes Überlegen, als ich vom Plan des Europahauses Burgenland erfuhr, ein ca. 2 Hektar großes Stück Brachland zwischen Fachhochschule, Studentenheim, dem Technologiezentrum & der Kunststoffverarbeitung Iso Sport als Kosmopolitischen Garten – Eine Einladung zur Weltbürgerschaft zur Gestaltung in Eigeninitiative zur Verfügung zu stellen. Für mich als „im & am Land“  lebender zeitgenössischer Künstler sind die letzten Jahre auch noch andere bislang unbeantwortete Fragen aufgetaucht:

Warum in “unserer” Region die ehrwürdige Provinz Pannonia, dieses römisch-politische Konstrukt, ein mehr als Jahrtausend altes Logo des römisch-kolonialen Machtwillens, dermaßen lebendig hochgehalten wird, & warum diese fragwürdig freiwillige Unterwerfung sogar mit historisch reminiszenten Architekturen & gar schauspielerisch unterstützten Wiederbelebungsversuchen der alten Legionshauptstadt  Carnuntum aufgeführt wird.  Warum die Inszenierung einer solchen Chimäre? Erfasst von dieser Verwunderung frage ich mich neuerdings zusätzlich, warum der cast zu diesem pannonischen Schauspiel nicht in harten Sesterzen, sondern in immer labiler werdenden Euros ausbezahlt wird. Für einen römischen Legionärsoffizier war die Entlohnung in die Pension durch ein latifundium in Pannonien gleich einer Abwertung seiner Leistungen für das Römische Reich. – wie reagierte ein heute abdankender hochrangiger Funktionär der Europäischen Union auf ein solches Angebot?

***

als politiker wuerd´ ich sagen, damit sei ein schulterschluss zwischen kunst, kultur & wirtschaft wie industrie gelungen.

als wissenschaftler wuerd´ ich auf die ambivalenten beziehungen zwischen oekonomie & oekologie hinweisen.

als kuenstler betonte ich wohl die aesthetischen synergien von kuenstlerischen wie auch kulturellen, industriellen & landwirtschaftlichen zeichensetzungen des menschen.

als maler sehe ich die vier industriellen stahltuerme im hintergrund als farbtuben, aus welchen die polyethylen-patches wie violette farbpatzen auf die landschaftpalette gequetscht & unterschiedlich mit weiß abgetoent wurden, um die farbe des lavendels zu treffen, der darunter gepflanzt wurde.

als gaertner & landschaftsarchitekt sehe ich mich bemueht, die farbpalette der kunststoffobjekte zu betonen, indem ich die weissen & violetten lavendelpflanzen dem kunstprodukt entgegensetze, soll heissen die violetten pflanzen unter die weissen objekte & die weissen pflanzen unter die violetten so in gleichmaessigem verlauf setze, dass nach zwei jahren die pflanzenreihen in der bluete aus einiger entfernung wie abgetoente pinselstriche des farbsuchenden malers erscheinen moegen.

als bauer erlebe ich ueber meine haende die pannonische erde, begreife, harke, kruemle & waessere sie, weiss bald ueber das terroir bescheid, das sich oft nach ein paar metern schon aendern kann & damit die pflanzen unterschiedlich gedeihen laesst, befreie die zarten lavendelkinder von wuchernder ackerwinde & querspriessender kratzdistel, lerne so jede einzelne pflanze kennen.

als poet sehe ich in dem wundersam wachsenden projekt eine hommage an die impressionistische en plein air malerei des neunzehnten jahrhunderts in der franzoesischen  Provence & erwarte jeden moment das erscheinen der maler Vincent Van Gogh & Paul Gauguin, um auf dem feld in vorauseilender expressionistischer manier einen kuenstlerischen streit vom zaune zu brechen, der ins zwanzigste jahrhundert fuehrt.

als zeitgenosse zu beginn des ein&zwanzigsten jahrhunderts habe ich vor ein paar monaten den initiatoren des Kosmopolitischen Gartens im Europahaus Burgenland ganz einfach hingesagt:

„ich werfe die schatten der vier tuerme dort hinten hin!“

                                                                                                  Andreas Roseneder über 1001 – LAVENDER COSMOS im Juni 2011

***

Man kann den Bewohnern einer traditionellen Grenzregion wohl nicht den Mangel an Selbstbewusstsein vorwerfen, wenn sie plötzlich in den Mittelpunkt der Interessen eines Machtapparates gerückt werden. Initiativen wie der Interkulturelle Garten Berlin Kreuzberg oder der Kosmopolitische Garten des Europahauses Burgenland  –  beides Regionen, die zwar von ihrer urbanen Infrastruktur her nicht vergleichbar sind, aber jüngst historisch mit ähnlichem Joch belegt wurden, zeigen, dass vor allem das menschliche Urbedürfnis, die Natur in städtischen Freiräumen als Gestaltungselement kreativ mitspielen zu lassen, ein nach wie vor evidentes ist.

Die Installation 1001 – LAVENDER COSMOS wird die Wechselwirkungen zwischen menschlichen Anstrengungen und den Kräften der Natur im Laufe der Jahreszeit & jeweiligen Witterung anzeigen. Bereits jetzt im Sommer 2011 wird das Polyethylen der Skulpturen durch Entweichen der Wachse durch Wettereinfluss leicht spröde, der Kunststoff wechselt die Farbe im Sonnenlicht, die Lavendelpflanzen erstarken im Wuchs, die Blüten mehren sich. Zur Annäherung der Wuchsform des Lavendel mit den künstlichen Formen über seinen Köpfen wird es erst in zwei oder drei Jahren kommen – wie werden sich die Polyethylene verhalten? – Jedenfalls wird der Geruch der Verarbeitung dieses Materials aus der benachbarten Fabrik sie heimisch fühlen lassen & der Lavendel bei umschlagendem Wind die Arbeiter mit einem der feinsten Düfte der Natur beliefern.

even the pumpkins start for their fruits in autumn

follow the project preceding: 1001- LAVENDER COSMOS third & last run

after a three day´s raining period the weeds – mainly plume thistle & field bindweed – overspread the lavender plants. – a hard job – no, a battle to kill colonies of thistles by hand & hoe –  normally as solitary plants declared friends in my private garden. preparing for the midsummer-opening of the Cosmopolitan Garden of the Europahaus Burgenland has begun. here the official invitation:

1001 – LAVENDER COSMOS

als politiker wuerd ich sagen, damit sei ein schulterschluss zwischen kunst, kultur & wirtschaft wie industrie gelungen.

als wissenschaftler wuerd ich auf die ambivalenten beziehungen zwischen oekonomie & oekologie hinweisen.

als kuenstler betonte ich wohl die aesthetischen synergien von kuenstlerischen wie auch kulturellen, industriellen & landwirtschaftlichen zeichensetzungen des menschen.

als maler sehe ich die vier industriellen stahltuerme im hintergrund als farbtuben, aus welchen die polyethylen-patches wie violette farbpatzen auf die landschaftpalette gequetscht & unterschiedlich mit weiß abgetoent wurden, um die farbe des lavendels zu treffen, der darunter gepflanzt wurde.

als gaertner & landschaftsarchitekt sehe ich mich bemueht, die farbpalette der kunststoffobjekte zu betonen, indem ich die weissen & violetten lavendelpflanzen dem kunstprodukt entgegensetze, soll heissen die violetten pflanzen unter die weissen objekte & die weissen pflanzen unter die violetten so in gleichmaessigem verlauf setze, dass nach zwei jahren die pflanzenreihen in der bluete aus einiger entfernung wie abgetoente pinselstriche des farbsuchenden malers erscheinen moegen.

als bauer erlebe ich ueber meine haende die pannonische erde, begreife, harke, kruemle & waessere sie, weiss bald ueber das terroir bescheid, das sich oft nach ein paar metern schon aendern kann & damit die pflanzen unterschiedlich gedeihen laesst, befreie die zarten lavendelkinder von wuchernder ackerwinde & querspriessender kratzdistel, lerne so jede einzelne pflanze kennen.

als poet sehe ich in dem wundersam wachsenden projekt eine hommage an die impressionistische en plein air malerei des neunzehnten jahrhunderts in der franzoesischen  Provence & erwarte jeden moment das erscheinen der maler Vincent Van Gogh & Paul Gauguin, um auf dem feld in vorauseilender expressionistischer manier einen kuenstlerischen streit vom zaune zu brechen, der ins zwanzigste jahrhundert fuehrt.

als zeitgenosse zu beginn des ein&zwanzigsten jahrhunderts habe ich vor ein paar monaten den initiatoren des Kosmopolitischen Gartens im Europahaus Burgenland ganz einfach hingesagt:

„ich werfe die schatten der vier tuerme dort hinten hin!“

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as a politician, I would say that with this oeuvre, a junction between art, culture, economy, as well as industry has been achieved.

as a scientist, I would draw general attention to the ambivalent relation between economy and ecology.

as an artist, I very much emphasize the aesthetic synergies of artistic as well as cultural, industrial and agricultural trendsettings by man.

as a painter, I see the four industry steel-towers in the background appear as colour-tubes from which the polyethylene-patches get squashed out just like purple colourspots onto the landscape-palette, at places toned with white, so that the colour of the lavender which has been planted beneath them, is met.

as a gardener and landscape-architect, I take care to emphasize the colour-scheme of synthetic objects by opposing them with white and violet lavender plants, i.e. arranging the violet plants beneath the white objects and the white plants beneath the violet ones in such a sympathetic way so that two years from now the plant rows in blossom, will appear from some distance like toned paintbrush-strokes set alike by the colour-seeking painter.

as a farmer, I‘m living it, my hands in Pannonian earth, am touching, raking, crumbling, and watering it, coming to know this particular terrene setup which can rapidly change within just a few meters and thus accordingly let grow plants differently, freeing the soft lavender-kids from rankly grown field bindweed and cross-sprouted plume thistle, a way to become acquainted with every single plant.

as a poet, I see in this miraculously growing project, a homage to the Provence impressionist ‘en plein air‘ painting of the nineteenth century, and I await at any moment the ghostly appearance of the painters Vincent Van Gogh and Paul Gauguin, intending to initiate a battle in expressionist manner which will then lead into the twentieth century.

– & finally as a contemporary at the beginning twenty-first century, I have just a few months ago, simply told the initiators of the Cosmopolitan Garden at the Europahaus Burgenland:

„I’ll throw the shadows of the four towers over there!“

& I did! – here some photos of the area in yesterday´s  evening sun …

… & here some photos I took during breaks of farming work:

the white hat – my T-shirt I had to take off in the heat

the rain was perfect for the lavender, too -the blossoms will open soon …

…  & the rain has changed the green colour pattern too

follow the project preceding: 1001- LAVENDER COSMOS  second run

ANDREAS ROSENEDER – launched by ARTSTAGE:

1001 – LAVENDER COSMOS / COSMOPOLITAN GARDEN – EUROPAHAUS BURGENLAND

polythylene  patches fixed on iron rods in lavender fields, 2011


follow the project preceding: 1001 – LAVENDER COSMOS  – first run

before watering the delicate young lavender plants today – a photo-tour through a special part of the Cosmopolitan Garden / Kosmopolitischer Garten, initiated by the Europahaus Burgenland, Eisenstadt, Austria:

1001 – LAVENDER COSMOS – 2011 – launched by ARTSTAGE


most people confronted with my land art installation first asked me: “why 1001?” – I really could give no answer until now – except giving  hint for general order to slow motion. –  arousing my curiosity I found googling about “1001 – Cosmos” an interesting script by NASA about the Soviet Cosmos 1001 – enterprise. – that´s definetly no answer but confirms the title of my experiment in unknown test space.

final photo-documentation by launcher ARTSTAGE: HERE

follow the project preceding:  1001 – LAVENDER COSMOS – setting

news from the Cosmopolitan Garden, Eisenstadt, Austria: the gardeners were here: I began to plant my art blossom patches (HERE photos by launcher ARTSTAGE), Manfred Plohovits set the lavender plants, smith Johann Weigl & Autobahnmeisterei Eisenstadt prepared the metal supports, printer Cicero finished the 1001-sign:

Manfred Plohovits

dancing dog rose

the entrance sign: neues gebot zur entschleunigung / new order for slow movement

follow the project preceding: a frame for 1001 – lavender cosmos

the already prepared soil – a frame for the art project 1001 – lavender cosmos –  a small part of the Kosmopolitischer Garten / Cosmopolitan Garden of Europahaus Burgenland 2011. ya, I finally see my part on the garden project entitled – see the art blossoms for the installation here, we will plant them together with lavender next week!

a tree-circle with fireplace amidst

the smell of polyethylene production sent into air while I worked on the fields

… my patches – art blossoms –  will feel at home in these surroundings …

follow the project preceding: the fifth tower