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Category Archives: Essl Museum

Niki de Saint Phalle Dragon polyester painted 1975

The Essl Museum at Klosterneuburg, Vienna had opened its doors this weekend with free entrance & painting workshops for children

Nike de Saint Phalle  Nana Écartellée 1965, wire mesh, wool, cloth, paint

Niki de Saint Phalle  Nana (Petite Gwendolyne I) , 1963  papier maché painted, cloth, paint on metal base

Niki de Saint Phalle  Dragon de Berlin rabbit fence, different objects on wooden door, 1963

detail Dragon de Berlin

Nike de Saint Phalle La Mariée à Cheval 1963-97

details of La Mariée à Cheval 1963-97

details of Obelisque de Miroirs, 1993

Niki de Saint Phalle  Magicien – House of Meditation, model for Jardin des Tarots, polyester painted 1978

Niki de Saint Phalle  La Tempérance model for Jardin des Tarots, polyester painted 1985

Chinese scholar´s rock   Linglong Ying stone  1845

Max Weiler Im Wald / In the woods polyptich painting, 1968/69, egg tempera on chipboard

Chinese scholar´s rock, stone in the shape of a bizzar rock, old hardwood base with wave motif, dark grey limestone with white calcite vein (yingshi), 18-19th century

Max Weiler    Landschaftsveränderungen polyptich painting, 1966, egg tempera on chipboard

Chinese scholar´s rock,  stone on natural root wood base, boulder, 1885

Max Weiler Die grosse Landschaftsverwandlung polyptich painting 1968 egg tempera on chipboard

at the end I saw a quiet communication in a room installed in memoriam the recently died Austrian sculptor Bruno Gironcoli:

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M ESSL ATTE

ESSL MUSEUM – Kunst der Gegenwart

Die Kunstsammlung von Agnes und Karlheinz Essl präsentiert sich seit mehr als 10 Jahren als „Österreichs größte private Kunstsammlung zur Kunst der Gegenwart im neuen Ausstellungshaus von Heinz Tesar in der Nähe von Wien.“ Ich besuchte das Museum in Klosterneuburg anlässlich der letzten 2 aktuellen Termine zu Notizen zwischen den Slogans „I do it my way“ und „Gratis ist nicht umsonst“, hin zu “passion for art” in weissen Lettern auf pinkfarbigen Einkaufstaschen.

Maßbänder, Maßstäbe und Maßnahmen

Das Maß der imaginativen Latte wird bei Präsentationen von Kunst im Essl Museum in Klosterneuburg immer hoch gesetzt, egal, ob es sich nun um eine Schau junger Gegenwartskunst aus osteuropäischen Ländern oder kunsthistorisch abgesegnete österreichische Avantgarde handelt. Einerseits Maßbänder im Baumarkt verkaufen, andrerseits Maßstäbe in Sammlung, Pflege, Restauration und Präsentation moderner Kunst setzen. „2 Seelen schlagen in meiner Brust“ und „ich sehe mich ja auch in der Rolle des Baumaxes“, sagt Professor Karlheinz Essl beinah als Rechtfertigung, Geld für Kunstgenuss zu verlangen, als er die „schwierigen Zeiten der Krise“ anspricht, aber gleichzeitig zum 10-Jahres-Jubiläum sein Museum die ersten 10 Wochen des Jahres 2010 zum freien Eintritt öffnet. 2 Monate später setzt er Maßnahmen mit der Reduktion der Eintrittspreise des Museums, „denn die Auseinandersetzung der Menschen mit Kunst dürfe auch in einer angespannten Situation nicht stoppen“.

„Mein Kind“

Es ist ein helles, lichtgeflutetes Haus, im letzten Stock, der erste Empfang durch Frau Professor Agnes Essl auf mein Zögern hin mit freundlichem Deut in den Bookshop mit Cafébar: „Nicht so schüchtern, treten Sie bitte ein“. Es ist ihr Tag. 18 PreisträgerInnen des Essl Art Award CEE 2009 & JournalistInnen füllen den Raum. Mit René Block, dem bekannten deutschen Kurator, ihrem Mann Karlheinz & Sponsorvertretung führt sie die Pressekonferenz an: „It´s my child“, bekundet sie stolz die Ergebnisse „ihres“ Awards & entschuldigt sich schon vorweg in gewandtem Englisch über ihre schlechte Aussprache der tschechischen, slowakischen, ungarischen, slowenischen, kroatischen & erstmals auch rumänischen Namen. „I wish you with all of my heart the best for the future to develop your carreers“, spornt sie engagiert die jungen KünstlerInnen an.
Neben mir am Tisch sitzen die ungarischen Teilnehmer: Diána Keller aus Budapest sieht große Chancen durch ihre Nominierung. Beim nachfolgenden Rundgang durch die Ausstellung zeigt sie mir ihr verspielt-romantisches Video-Stilleben, in dem ein bunter Strauß Blumen tröpfchenweise die Farbe aufs weiße Tischtuch verliert. – Die meisten Beiträge sind auf multimedialen Elementen aufgebaut, die reine klassische Malerei scheint der Jugend nicht zukunftsweisend. Maxim Liulca aus Cluj, Rumänien, Josef Ponik aus dem slowakischen Presov sind mit malerischen Arbeiten die Ausnahmen, Uroš Potocnik aus Slowenien brilliert mit akribisch perfekt gemaltem Großformat, ein Veranda-Stilleben: “einfache Dinge aus unserem Alltag in Slowenien”, kommentiert er lapidar sein Bild. Beim Abschluss des Galerierundganges fasziniert mich Dávid Adamkó aus Ungarn: “Ich habe seit 40 Stunden nicht geschlafen”, entschuldigt er unter dem Arbeitstitel Liberty and Love / Szabadság, szerelem / Sloboda, láskal den improvisierten Arbeitplatz mit Leiter und Fahne, eine Büste Michelangelos´ David davor, auf die er ein mimisches Video projizieren will. Er ist mit einem Techniker beim Justieren, die Szenerie hat einen Hauch von „happening“:

„Das Bestreben, junge Künstlerinnen und Künstler aus Zentral- und Südosteuropa zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, in einem internationalen, musealen Kontext auszustellen, führte uns zu der Idee, mit der Unterstützung von bauMax einen Kunstpreis auszuschreiben, der alle zwei Jahre verliehen wird.”, unterstreicht Agnes Essl die fördernden Bemühungen des Hauses.

Agnes Essl empfängt die PreisträgerInnen mit fliegendem Schultertuch zu gedecktem Tisch

Fette Enten

Mein zweiter Besuch gilt der Schau >fat ducks< des bekannten österreichischen Malers Hubert Scheibl. Karlheinz Essl betont, dass er bereits 1983 einen „jungen“ Scheibl erworben & in Folge immer wieder Bilder aus Werkserien des Künstlers angekauft hätte. Zur Austellung liegt ein Katalog auf, der auch diese Ankäufe des Sammlers dokumentiert. Auf die Frage nach dem Grund des Titels gibt Scheibl schelmisch: „Bloß eine metaphorische  Falle!“ zur Antwort.

In der Rotunde des Museums hat Hubert Scheibl eine Installation platziert. „8 Tonnen geschredderte Autoreifen“, ein Schädelmodell eines Krokodils mit eingefügtem menschlichem Cranium auf gestapelten Ferrari-Pneus präsentiert, rundum sensible Zeichnungen an den Wänden. Der Gang rundum ist schwankend, es riecht nach verbranntem Gummi. In den angrenzenden Hallen & Räumen läuft >Corso<, ein Einblick in die Sammlung österreichischer Malerei ab 1945:

Kunstvermittler Andreas Hoffer deutet Werke von Adolf Frohner, Hermann Nitsch & Alfons Schilling

Nächster Programmpunkt, der direkt an Hubert Scheibl anknüpft – Hubert Scheibl ist an der Wiener Akademie unter anderen durch  seine Malerschule  gegangen: “Die Natur der Malerei” von Max Weiler, “Bilder von Max Weiler in Gegenüberstellung mit chinesischen Literatensteinen” lautet der Untertitel,  man kann also auf einen Kunstgenuss mit kulturübergreifend kosmologischem Weltverständnis gespannt sein. Mit 50 Bildern von Max Weiler umfasst die Sammlung Essl das größte Konvolut aus Weilers Oevre, daraus & zahlreichen Leihgaben wird die von Edelbert Köb kuratierte Schau – am 18. März Eröffnung – bestallt sein.

Max Weiler (1910-2001) in den 70er-Jahren, wie ihn Hubert Scheibl an der Akademie der Bildenden Künste in Wien wohl angetroffen hat. Ich selber jedenfalls hab das Treffen mit ihm dann später in den 80ern noch in solch juveniler Strahlkraft & Freundlichkeit in Erinnerung (Fotograph unbekannt, © Yvonne Weiler)

Karlheinz Essl im >CORSO< – Dialog zwischen Werken von Friedensreich Hundertwasser & Johannes Avramidis

mehr details siehe auch posts (in English): stars for a day & >fat ducks< by Scheibl

ESSL MUSEUM – KUNST DER GEGENWART
An der Donau-Au 1, A-3400 Klosterneuburg / Wien
Öffnungszeiten: DI – SO 10.00 – 18.00, MI 10.00 – 21.00, Eintritt frei ab 18.00

AUSSTELLUNGEN:

aktuell in Gedenken an Bruno Gironcoli: Ein Gedächtnisraum

27.02.2010 – 15.05.2010,  Kleiner Saal

GIRONCOLI-MUSEUM

HUBERT SCHEIBL

>FAT DUCKS<  bis  09.05.2010
>CORSO<
Werke der Sammlung Essl im Dialog  bis  07.11.2010
>MAX WEILER (1910 – 2001) – DIE NATUR DER MALEREI<
Bilder von Max Weiler in Gegenüberstellung mit chinesischen Literatensteinen
19.03. – 29.08.2010

René Desor für PANNOrama

„Just a metaphorical trap“ gives Austrian painter Hubert Scheibl as response to the question of a journalist, why he had chosen the title „fat ducks“ for his current art-show of eight huge canvases, more than fifty works on paper, sculptures & a central installation in the rotunda at the Essl Museum, Klosterneuburg next Vienna. „Nowadays we are all stuffed like poultry to get slaughtered one day“, he jokes – seriously.

Hubert Scheibl refers passionately about the installation around the scull-sculpture Crocodillo inbalsamata, brings human´s & reptile´s brains in comparison, the reduction of ours faced in confrontation with friends or enemies to the standard of the reptiles, initial results by instinct… – now back to the original instinct of the painter: Scheidl startet his carreer in the 80th´s  – “I´ve bought the first picture 1983”, collector Karlheinz Essl remembers.

two overseized canvases titeled Vielen Dank für das unterhaltsame Spiel / many thanks for the very amusing game Das ist eine sehr schöne Zeichnung, Dave / that´s a very good drawing, Dave, both painted in 2008

“Particulary these large formats do put me under enormous pressure. There is always the fear that the paint may dry off. Usually I finish a painting in a day. You have to get everything just right – then it´s over. Of course things may go wrong now & then, but actually I like a piece to put me under pressure, to become an urgent necessity.” – I know that from experience. – There is no more satisfaction for a painter then the moment  the pressure finally has settled to the canvas to enliven his vision – seldom but best case even improved.

Alles verläuft nach Wunsch / everything went smoothly & Das ist eine sehr schöne Zeichnung, Dave / that´s a very good drawing, Dave, (both 2001: Odyssee im Weltraum / 2001: A Space Odyssey), painted in 2008

parts of the installation DELPHI, 2008/2009

Was da kommt, kann man nicht aufhalten (No Country for Old Men) 3.60 x 5.10 meters, 2008 – I ask Hubert Scheibel about the background of his titels. “They are often quotations from films, the Coen Brothers for instance, I like their films” – read more about in German: Markus Mittringer, Der Standard: Fette Enten ungestört im Krokoteich

the rotunda, mixed media installation, realized in 2009 – Scheibl: “We brought in 8 tons of shredded tyres. the scull is placed on original Ferrari-tyres we went for to the Salzburg-Ring.” – the smell of burned rubber fills the air.

drawing I and You e, 2009


Gottfried Wilhelm Leibniz´ binary code printed on the reptile´s scull, the human scull enbeded – “I have started out from the idea about the evolution of the brain, which has always been fascinating to me, & I have tried to trace this development of instincts & drive up as far as the emergence of cultural awareness in a playful manner. With the combination we have become more or less the most dangerous creature this planet has to offer.”

Nicotine on Silverscreen, 2009

Hubert Scheibl talks with organizer Andreas Hoffer

video von Karlheinz Essl jr. : Presseführung

the oiltraces & scratches of an engaged painter

interview

HUBERT SCHEIBL >FAT DUCKS<

29/1/10 – 02/05/10, Large Hall
Curator: Hubert Scheibl
Exhibition organisation: Daniela Balogh, Andreas Hoffer

the collector´s choice: a talk in traditional surroundings (Hundertwasser/Avramidis)

CORSO. INSIGHTS INTO THE ESSL COLLECTION

29/01 – 07/11/10, Exhibition Hall and Small Hall
Curator: Prof. Karlheinz Essl
Exhibition management: Andreas Hoffer, Günther Oberhollenzer

Alfons Schilling

Mimmo Paladino

Tony Cragg

ESSL MUSEUM – Contemporary Art

René Desor for PANNOrama 010 01

today´s press conference concerning matters on the ESSL ART AWARD CEE 09 at the Essl Museum, Klosterneuburg next Vienna, I thought to be useful to ask the owners & art collectors Agnes & Karlheinz Essl some questions about their future plans in commuting between business´& art´s world –  actually the founders of the Essl Museum have started the ceremonies of the 10th year jubelee.

I found the future in the  presence of some nominees & pricewinners of the award – “the VERY young artists”, as curator René Block in his introducing speach layed particular emphasis on – & the guided visit through the exhibition hall with their presentations opened a view into the world of young artists living & working in Central & Eastern Europe.

Karlheinz Essl, Barbara Hagen-Grötschnig (Vienna Insurance Group), Agnes Essl & René Block (curator)

“that´s my child”,  designated Agnes Essl the Essl Art Award CEE, and  “…  I wish you with all of my heart the best for the future to develop your carreers …” she gave the young artists along their way.

living next Sopron/Ödenburg I found myself next the “hungarian table” – Zoltan Pintér, Diána Keller & Viola Fátyol – neighbours as in real life

the hall of the exhibition

Uroš Potocnik, Slovenia with details of his huge painting Veranda 1:1,  “just ordinary things out of our daily Slovenian living”, he commented his work taciturn

those beloved, very close videoinstallation by Lenka Cisárová, Bratislava, Slovakia

not the words but the gestures of  Jan Pfeiffer from Prague, Czech Republic, gave me imediately entrance into his work titeled  After the First – New York, Berlin, Prague or From – & musician Karlheinz Essl jr. obviously too

From, installation, detail

Diána Keller, Budapest, Hungary, with Still life, a video still of roses losing drop by drop their colours

Matej Sitar from Ljubljana, Slovenia, invites in perfect German into his seperate exhibition rooms

Fairy Tales (net presentation soon): Der Ursprung des Kunstwerkes (after Heidegger)

Marusa Sustar from Slovenia inspires somebody with Overview : NY

in conversation between Selfsystem 4.3., a video still by Zóltan Pintér

she made the audience laugh: Tihana Mandušić from Split, Croatia, with her videoinstallatin 3:10 to Yuma

Livio Rajh from Zagreb, Croatia, seeks interaction between visitor & artist with his work Schulz Naumann Monet (24 Hour Artwork)

Matija Brumen, Ljubljana, Slovenia, refers about his nightobjects

Viola Fátyol from Budapest, Hungary, shows her subtile photo Mutation

the most open room for one of the most intimate installation:

Petra Malá, living in Prague (CZ) & Lethbridge (CDN)  builds a bridge across three generations of her family with the photoseries  And She Said She Was Looking

colleagues from Prague meet at Klosterneuburg

Anna Hulacová from Prague, too: she wants to create a new view of esthetic by using food in her work, here with “Kamasutra eggs” as I nicknamed them

in Maxim Liulca´s (Cluj, Romania) paintings on themes concerning mass rallies I found intonated Gerhard Richter´s world

Lucia Stránaiová from Bratislava, Slovakia with an intimate photoseries again: Grand Parents

“I have not slept for 40 hours”, Dávid Adamkó from Hungary excuses the stage of construction at his place: he still works on the installation  Liberty and Love / Szabadság, szerelem / Sloboda, láskal. “It will be finished soon”, he grins. – the scenery has a touch of “happening”

Jozef Poník from Presov, Slovakia with one of the few paintings of the exhibition: big woman

videostill from the installation  I by Ivana Juric, Zagreb, Croatia

Violeta Ionita from Foncsani, Romania wants sencerity & honesty in her appearing to the public: & she really began to cry telling about her private experiences in front of her installation

Message, video still

at the end of the presentation Mrs. Agnes Essl welcomes the young artists with flying shawl to layed tables for lunch

Prof. Agnes Essl:

„Das Bestreben, junge Künstlerinnen und Künstler aus Zentral- und Südosteuropa zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, in einem internationalen, musealen Kontext auszustellen, führte uns zu der Idee, mit der Unterstützung von bauMax einen Kunstpreis auszuschreiben, der alle zwei Jahre verliehen wird.”

some artists (as Katarina Poliaciková, Slovakia & Michele Bressan, Christina Vladu, both Romania) & most works are missing here: some artists could not come to the award or I did not recognize somebody´work  during the long round through the exhibition hall , but you may take a look at your own:

ESSL MUSEUM – Kunst der Gegenwart

An der Donau-Au 1
3400 Klosterneuburg
Österreich

04.12.09 – 17.01.10, Ausstellungshalle
Projektleitung und Ausstellungsorganisation: Daniela Balogh, Silvia Köpf

www.esslmuseum.at

Daniel Richter, current exhibition

René Desor for PANNOrama