Skip navigation

Category Archives: blogroll

DIAlog der gestandenen Vernuft mit  erahnter Vision? – gebiert dies Ungeheuer? –  “Die Phantasie, verlassen von der Vernunft, erzeugt unmögliche Ungeheuer; vereint mit ihr ist sie die Mutter der Künste und Ursprung der Wunder” spricht  Franciso de Goja zu seinem dreiundvierzigsten Blatt der Caprichios  – Wenn der Stift im Schreiben zum zeichnenden wird, wenn die Worte nicht zu genügen scheinen und die Linie das Erschaute besser alliteriert: Dieser künstlerische DIAlog zwischen Wort und Bild ist in meiner Arbeit immer wieder aufgekommen  – Wechsel wirkend jeweils als bildhafte Sequenz einer Erzählung oder als unikales literarisches Bild. Auch der Hang, ein Bild zu betiteln, rührt aus dieser Wechselwirkung her – ein tristes oT (ohne Titel) erschien mir immer als Galgen einer Vision. Aber wie verläuft dieser Dialog zwischen fremder Fiktion und eigener Vision?

Andreas Roseneder   “…traf ihn die Erleuchtung wie ein Keulenschlag…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Tankstelle” von Dorothea Zeichmann, 2013

DIAbolisch ist zwar in unserem alltäglichen Wortschatz zumeist mit dem Begriff des „Teuflischen“ belegt, hieße aber doch einfach „zweifach gespalten“. In meiner Jugend haben mich die Nachzeichnungen Alfred Kubins von Edgar Allen Poes Visionen in ihrer DIAbolischen Steigerung besonders fasziniert: kein Wunder,  Kubin war von seiner Anlage her ebenso DIÁbolos, ein Entzweiter – Durcheinandergeworfener –  wie Poe gelebt.  Mit der Fiktion der Traumstadt Perle in seinem Roman „Die andere Seite“  hat Alfred Kubin nicht nur literarisches Zeugnis darüber abgelegt, sondern im Epilog die Conclusio aussprochen:  “…Die wirkliche Hölle liegt darin, daß sich dies widersprechende Doppelspiel in uns fortsetzt. Die Liebe selbst hat einen Schwerpunkt zwischen Kloaken und Latrinen.  Erhabene Situationen können der Lächerlichkeit, dem Hohn, der Ironie verfallen. – Der Demiurg ist ein Zwitter.

Andreas Roseneder   Franz K :  “…Schreiben als Form des Gebetes, dachte er…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Der Wunsch” von Dorothea Zeichmann, 2013

Demiurg –  . Franz Kafka war für mich immer präsent.   In Form eines  Satzes. In Form einer Erscheinung:

kafka1

Franz Kafkas Zeichnungsskizzen “über das Schreiben & Malen”

  “oT”? – oder doch “Der Demiurg”? 

Andreas Roseneder “Das schwarze Schaf” & “the black sheep profile”, chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Das schwarze Schaf” von Dorothea Zeichmann, 2013

Auf die Anfrage der österreichischen Autorin Dorothea Zeichmann hin, ihr Erzählkompendium mit dem Arbeitstitel “Das Schwarze Schaf”  zu illustrieren, kamen in mir all diese an der eigenen Arbeit erfahrenen Schwierigkeiten auf. Nach Zusage & begonnener Arbeit wurde mir klar, daß es denn doch etwas anderes ist, einen fremden Text in Zeichnungen zu übersetzen: der Galgen aus der biographischen Selbstreflexion wurde zum Schaffott der souveränen Vorgabe eines anderen Geistes.

Andreas Roseneder   “…daß dich der Teufel hol´…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Wie ich fluchen lernte” von Dorothea Zeichmann, 2013

Mit scharfem Schnitt wollte diese Übersetzung gesetzt sein. Die Technik der Federzeichnung mit schwarzer chinesischer Tusche erschien mir zu aller erst als das geeignetste Medium, dies in adäquater Schärfe zu tun. Doch dann wurde mir im Zuge der Arbeit immer mehr bewußt, wie sehr die Handhabung der Feder mit dem Schreiben verwandt ist, wie sehr sie zwischen Dorothea Zeichmanns Wort & Satz kratzte. Der weiche chinesische Kalligraphiepinsel löste im Handumdrehen die spitze Feder ab. Der schnell gesetzte Pinselstrich, mehr verwandt mit dem sicheren & großzügigen Duktus des Malers war plötzlich Sache.

Andreas Roseneder   “speed limits”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier, 2013


Andreas Roseneder   “…ein Wesen, das sie, wenn es will, zum Beispiel auch vernichten kann…”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Ameisen” von Dorothea Zeichmann, 2013

Text &  Zeichnungen sind in der Zwischenzeit zum Druck entlassen.

 

Andreas Roseneder   “…Ein Mann war an Händen und Füßen angekettet….”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Wiederkehr” von Dorothea Zeichmann, 2013

Andreas Roseneder   “Ich habe das verdient”,  chinesische Tusche auf deutschem Papier

Illustration zur Kurzgeschichte “Die Wiederkehr” von Dorothea Zeichmann, 2013

Das Buch wird demnächst unter dem Titel “Der Wunsch / Želja” in deutscher & kroatischer Sprache im burgenländisch-kroatischen Verlag HKDC in Eisenstadt erscheinen.

Dieser Artikel wurde von René Desor fuer KUNO erstellt

Advertisements

bild-symbiose von Andreas Roseneder aus seinem aquarell: “Kefalonian Blue”, 2012 von Zakyntos aus gesehen, aquabrique auf papier & Traute Macoms bild: “Rising Zakynthos”, 2012 von Kefalonia aus gesehen, aquarell auf papier

ANDREAS ROSENEDER        *        TRAUTE MACOM  

SPLASH & WAVE

EINLADUNG / INVITATION

Samstag, 8. September 2012 ab 15 Uhr

ort / location / lieu:  STOTZING, Feldgasse 1

des meeres und der künste wellen – reflexionen aus den zeiten der Sommerakademie Griechenland 2012 auf der Ionischen insel Zakynthos

waves of the sea and waves of arts – reflections from the time of the Summer Academy 2012 on the Ionian island of Zakynthos, Greece

vagues de mer et vagues d’arts – réflexions du temps de l’Académie d’été ‘Sommerakademie’ 2012 sur l’île ionienne de Zakynthos en Grèce

mit live- performance im WIENER-ZANTE-BECKEN um 17 Uhr:

with live performance in the VIENNA-ZANTE-BASIN at 1700 hrs:

performances en direct du VIENNE-ZANTE BASSIN à  1700 heures:

ANDREAS ROSENEDER MALT / PAINTS / PEINT

TRAUTE MACOM ZEICHNET / DRAWS / DESSINE

www.andreasroseneder.com       *       www.traute-macom.eu

SINNESRAUSCH / Sensory Sensation is a show in the OÖ Kulturquartier (Upper Austrian Culture Quarter) in Linz with international artists and substantial participation from the Czech art project ORBIS PICTUS PLAY by Jiří and Radana Wald (artistic concept Petr Nikl).

Marianna Stránská Kuleta, 2010, a globular kinetic object

Ondřej Puchta Lichtharfe 2 / Harfii 2 , 2011

a harp with swings of light, their disruption evolves sounds in one octave

Ondřej Janoušek Kunststoffseele, 2011 – a window into the world of plastic

Ondřej Smeykal Mobiles Lichtprisma / a Prism with Scrall Bars, 2009

Ueli Seiler Hugova, Farbige Raeder / Coluered Disks, 2010, rotating optical illusions

Achtundachzig Klaviere / Eightyeight Pianos – Untersuchungen an Fluegeln, kuratiert von Georg Nussbaumer

sprouting in the OK Saal is the central exhibition component Kristalise, which during the course of time and with the participation of the public will spread across the floor of the entire room like a living organism.

in front: Petr Nikl, Sessel der Taeuschung / The Chair of Delusion, 2010 – a rotary armchair with a magnifying glass

Jiří Konvrzek,  Ques Qintett Orgel-Fahrrad, organ bicycle

in the back: Petr Nikl, Petr Lorenc Auge / The Eye, 2007 – an external camera obscura for projecting the exterior

“Wir möchten das OÖ Kulturquartier als einen außergewöhnlichen ästhetischen Erfahrungsraum etablieren”, sagt der künstlerische Leiter Martin Sturm. Bespielt werden nicht nur die klassische Ausstellungsräume, sondern auch Gänge, Stiegenhäuser, Dachböden und Teile des Höhenrausch-Daches. Der neu renovierte Ursulinensaal ist der dramaturgische Abschluss des Rundganges und wird damit auch dem Ausstellungspublikum vorgestellt.

The big “rausch” exhibitions mounted since 2009 are ambitious art outreach programs. “We have created this format with the aim of inspiring a greater appreciation for art in broad sections of the public,” says Dr. Josef Pühringer, Minister-President of Upper Austria and Cultural Advisor. Unusual exhibition locations and artworks that strongly appeal to the senses are ideal for this purpose.

Folke Köbberling & Martin Kaltwasser: transformation of the wooden bridges Linz Super Branch 2009/11 of Atelier Bow Wow into WaterTowers, 2012

Wolfgang Georgsdorf Smeller 0.1, 1096/2012, an artificial odour installation

Atelier Bow Wow (JP) , part of Linz Super Branch 2009/2011 & Conzett, Bronzini, Gartmann (CH) in cooperation with Riepl Riepl Architekten Linz

Bring in The Sun – solar system for the museumhalls down under

Wolfgang Georgsdorf Smeller 2.0 – OLFAKTORIUM

Helga Griffiths, Turbulent Souvenirs/Memories, 2005/2012

the exhibition concept of ORBIS PICTUS PLAY culminates in the pivotal work The Heart in the Ursulinensaal. The instruments and objects here are all “analog” and function without any electronics, computer technology, recorded music or film clips. They have therefore somehow “fallen out of time and are for that very reason all the more present,” says Director Martin Sturm. Human energy is the only force that can breathe life into them, setting them in motion and making them produce sounds.

the exit

SINNESRAUSCH (Sensory Sensation)

until 20. September 2012

OÖ Kulturquartier
OK Platz 1
4020 Linz

Willy Puchner mit Kommilitonin Elke Mischling, Mitte der 70er Jahre in Selbstinszenierung für eine fotografische Übung an der “Graphischen” in Wien

Heute im aktuellen „Selbstportrait“ zeigt sich der Österreichische Künstler, Fotograf, Zeichner und Autor Willy Puchner ganz anders – mit Linse vor Augen, im Spiegel eines der Scheiben eines Reisevehikels, von Gesichtern umgeben: In Addis Abeba fotografierte er Oktober und November letzten Jahres eine ganze Serie von Menschenbildnissen,  Individuen eines Volkes, die sich über eine Reihe von 250 Portraitphotos zu Gesichtslandschaften Äthiopiens formieren. Keine sogenannten Sehenswürdigkeiten bildet er ab, “denn die Kultur des Alltags ist ein anderer Zugang zur Kultur überhaupt, ich brauch nicht die sogenannte Hochkultur”.

„Es läuft sich nicht gut in den Straßen von Addis Abeba. Die Mischung aus Höhenluft, Feinstaub und Abgasen raubt dem Spaziergänger, zumal dem Fremden, den Atem. Und doch flaniere ich leidenschaftlich gern durch die Stadt…“

„Indem man noch die nebensächlichsten Orte und Augenblicke festhält, verwandelt man sie in Monumente der Muße: Das Foto soll und wird auf ewig bezeugen, dass man Muße gehabt hat – und überdies die Muße, sie ins Bild zu bannen. Muße in Afrika. Muße auf dem Eiffelturm. Muße an finnischen Seen.“

Das Reisen, die Reise an sich war und ist ein zentrales Thema Willy Puchners künstlerischer Arbeit, auch wenn er heute seine Reisen vermehrt virtuell zuhause auf dem Papier unternimmt. “Wo immer ich hinfahre, trage ich eine g­­eräumige Bühne in mir. In dieser bin ich aufgewachsen, immer wieder verreist, manchmal auch verloren. Manchmal nenne ich diese Bühne meine kleine Welt, sie ist voll faszinierender Farben, Schattierungen und Kolorierungen, enthält Texte, Filme und jede Art von Bildern. Zu Hause versuche ich die Dinge zu ordnen, ich mache mir eine Notiz, entwerfe ein Bild, versetze mich noch einmal in die Reise, beginne zu phantasieren. In meiner Erinnerung sind es weniger die Gerüche oder Geräusche, die ich einem Ort zuordne, es sind die Bilder, und es ist die Sprache.” , schreibt Willy Puchner im Vorwort seines neuesten Buches “Die Welt der Farben”, ursprünglich Einzelblätter als Periodikum “Farbenlehre” in der FAZ abgedruckt und jetzt zusammengefasst als Buch im Residenz Verlag erschienen. Erst vor kurzem bekam er dafür den “Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2012” überreicht.

Wer kennt sie, diese Sprachen: Edo, Komi, Sango, Aseri, Kiribati? Willy Puchner coloriert oft unbekannte Sprachen auf der Palette und erweitert damit sein himmlisches Firmament assoziativ mit narrativer Kunst. Auf diesem Blatt setzt er  auch elektronische Bildbearbeitung ein, der große Vogelschatten besteht aus 2200 Einzelvögel. Zuallererst suche er die Schönheit zeichnerisch im Detail, der Computer biete ihm dann die einzigartige Plattform auf dreißig, vierzig oder gar fünfzig Ebenen diese Schönheiten neu zu formieren. – “Bilder um Milimeter zu verschieben, das ist nicht möglich, wenn ich zeichne.”  Er ist ein akribischer Arbeiter, der andrerseits doch alles gern nach wie vor händisch herstellt. Erst vor kurzem hielt ich ein kleines seidenes Kuvert, das er einem gemeinsamen Freund geschickt hatte, in den Händen: sorgfältig genäht, mit einem Knopf  & einer kleinen Lasche als Verschluß versehen, alleine schon liebevolle Botschaft, ohne den Inhalt gesehen zu haben.

Seine Farbenpalette hat der leidenschaftlich Reisende in seinem Buch auch an Städten verankert: Wien, Frankfurt, Venedig, Paris, Lissabon… – nach einem Hamburgbesuch sah ich zuhause seine  Hamburgseite in der FAZ abgedruckt, das sprichwörtliche “illustrierte Fernweh” packte und versetzte mich augenblicklich zurück in die Atmosphäre der Hafenstadt. Mit seinem letzten Blatt ist Willy Puchner bereits mit Sternen wie Antares, Kapella, Deneb und Morzin im Farbkasten des Universums angelangt. “Beim Illustrierten Fernweh war es noch die Reise an sich, jetzt sitze ich vor Ort und zeichne. Ich bin, so gesehen, bei dieser Arbeit schon zu Hause angekommen.” (Puchner im Interview mit Silke Rabus)

Willy Puchner schreibt und zeichnet nicht nur für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, unter anderem auch seit 1989 für die Wiener Zeitung, in der er sonntäglich in der Beilage extra einen Künstler dem Leser vorstellt – wohl auch mit ein Anlaß, ihm 2011 den Award Kunstmediator  der Österreichischen Interessensgemeinschaft Galerien für zeitgenössische Kunst zu verleihen.

Joe & Sally, die beiden Pinguine, mit denen Willy Puchner über den ganzen Erdball reiste, um das Paar vor den vom Massentourismus zu Tode geknipsten Sehenswürdigkeiten dieser Welt zu fotografieren, die Protagonisten des Projekts “Die Sehnsucht der Pinguine”, mit dem er international bekannt wurde – hier auf einer Briefmarke aus der Hand des Zeichners portraitiert. 2004 erschien darüber ein Bildband mit 166 Fotos im Münchner Verlag Frederking & Thaler – jetzt hat er die beiden Polyester-Pinguine „in Pension geschickt“: „Im Grunde genommen haben mich damals Joe und Sally um die Welt gebracht und nicht ich habe sie um die Welt getragen. Heute mache ich eine ganz andere Art von Reise, als wenn ich am Bahnhof sitze. Wenn ich zum Beispiel am Anfang und am Ende des Monats sehe, was sich alles im Garten oder rund um das Haus verändert hat, empfinde ich das als eine unglaubliche Reise. Ich bewege mich dabei aber nicht.“

Neu erscheint demnächst ein Bilderbuch im Berliner Verlag Bloomsbury:

Ist dies das Ende der Reise oder erst ihr Anfang?

Ich habe so
insgeheime Geheimnisse,
die ich mir oft abends ausdenke.

Da liege ich im Bett
und überlege:
Wer bin ich eigentlich?

Wer bin…

René Desor fuer die editionDasLabor, Muehlheim an der Ruhr  –

Zeremonienmeister des Augenblicks

 kulturnotizen –  grenzüberschreitende artIQlationen

last friday at Gerersdorf, Austria: Prof.  Gerhard Kisser receives the “Award Kunstmediator 2012/ Art Mediator 2012” conferred & sculptor Franz Wieser shows his work (until June 17th) in the open air museum Gerersdorf, where the last 40 years an ensemble of old regional architecture & commodities was initially installed by founder Gerhard Kisser & a host of volunteers.

Franz Wieser: details of iron sculptures / objects

old clock tower

taubenkobel / dovecote, originally Wohlrab from Wulkaprodersdorf

playful visitors with dandelions

Franz Wieser:  Sonnenwagen / solar carriage

Franz Wieser: Rad der Zeit / time wheel

curious visitor

Helena Wallner, art journalist & managent, holds the laudation

Gerhard Kisser with audience

Prof Gerhard Kisser gets the award sculpture Kunstmediator / Art Mediator by designer Franz Wieser himself – the winner of last year who officially should do this – Willy Puchner – unfortunately was prevented for comming.

with Mag. Hubert Thurnhofer, president of the Austrian IG galerien

Franz Wieser: miniatur II

miniatur III, diagonal, verzahnung…

Franz Wieser: verzahnung / dovetailing

Franz Wieser: geometrie / geometrie

Franz Wieser: omen

“blaudruck / blueprint” – a traditional pattern for fabrics & clothes

the hand-hewn logs with clay – mixed with chopped straw – plastered and whitewashed

after the award ceremony founder Gerhard Kisser proudly leads through the ensemble of old houses. with help of volunteers and the “thatch roof specialists” from Heiligenbrunn it was in 1976 that a small group of six buildings as “ensemble Gerersdorf” officially could be presented to the public.

Franz Wieser
Edel – Stahl

im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 4. Mai bis 17. Juni 2012

A-7542 Gerersdorf Riegelbergen Ensemble Gerersdorf

seven more miniature paintings (acrylics & ink on stamp paper, 4,2 x 3,4 cm, 2009)  out of Adolf Tuma´s treasure-cascet

 more information about see blog post post . VALUE : [sign I ]

click the images to enlarge

more about artist Adolf Tuma: A.TUMA : Markenzeichen

stage of 1001 – LAVENDER COSMOS

a short visit at Cosmopolitan Garden, Eisenstadt, Europahaus Burgenland

the white canvas of last days begins to vanish

installation scene winter 2012

Adolf Tuma   post . WERT :  [zeichen]

“Miniaturmalerei”  –  Tusche & Acryl auf Papier, 4,2 x 3,4 cm, 2009

click to enlarge

“…Es gibt Bilder für jede Börse; von Briefmarken zu 1 DM (ca 0,50 Euro, Anm.), die wahre Meisterwerke der Stechkunst sind (mit der Lupe zu betrachten) über die Postkarten, Reproduktionen in Büchern und Kalendern…
Friedensreich Hundertwasser, zitiert aus einem Brief an Leute, die ihn um das Geschenk eines Originalwerkes bitten

Im Jahr 1974 initiierte der Maler Friedensreich Hundertwasser eine „moderne Kunstserie“ auf Briefmarken bei der Österreichischen Post. Die Künstler sollten dabei unentgeltlich ohne Honorar dieses kleine Format bespielen. Der Lithograph Adolf „Hugo“ Tuma hat damals im Zuge dieses Projektes in der Österreichischen Staatsdruckerei gemeinsam mit dem Stecher Wolfgang Seidel unter Supervision durch den Künstler Hundertwasser selbst dessen Werke auf Briefmarkenformat gebracht: „Hundertwassers Gefühl für das Detail, für die Kleinheit des Formats und ist eigentlich unbeschreiblich – das ging damals so weit, dass er mit seinem Farbentausch bei den Probedrucken die Drucker an den Rande des Wahnsinns gebracht hat.“
Heute schwindet diese Wertschätzung in der allgemeinen Rezeption des „Kunstwerkes Briefmarke“: Kein Wunder, da bald alle Mitteilungen per SMS, Email, facebook & twitter versandt werden, die wenigen aufgegebenen Briefe durch Frankiermaschinen laufen und die letzten Marken per Computergraphik entworfen werden. – „Ein kultureller Verlust“, sagt Adolf Tuma, dessen Profession damit obsolet & sein Werk daher nicht nur im Format  zur Marginalie geschrumpft scheint. Dennoch hat er letztes Jahr für seine Sondermarke zum150-sten Geburtstag von Gustav Mahler die “Yehudi Menuhin Trophy” für die schönste Musikbriefmarke des Jahres erhalten.

Adolf Tuma:  Gustav Mahler – 150. Geburtstag

Professor Tuma spricht von „Ikonen“, wenn er die Arbeit an seinen Portraits anschneidet, von „Tiefe“, was die Auseinandersetzung mit dem Sujet betrifft: „Gustav Mahlers Haar habe ich farbig räumlich ausgeleuchtet – hat er doch als Direktor der Wiener Hofoper als Erneuerer der Bühnen- & Lichtregie gegolten!“. Es braucht ein halbes Jahr „Vorlaufzeit“ für solch ein „Kleinod“, wie er sein Werk nennt.

Anders geht der Maler Adolf Tuma in den Preziosen seiner „Miniaturmalerei“ vor. Als Bildträger verwendet er Perforationsmuster aus der Druckerei, die er direkt mit Pinsel & Farbe bemalt. –  „Kleinode“ – entstanden ohne Auftrag, Vorgabe und nachträglich geplanter Reproduktion – „Einfach von der Inspiration zur Abstraktion“, sagt Adolf Tuma, der zeitlebens als Lithograph & Briefmarkenstecher das kleine Format bis in den letzten Winkel erkundet hat & nun als Maler dieses wieder öffnet, um seinen eigenen Bilderwelten Raum zu schaffen.

mehr über Adolf Tuma siehe blogpost auf poesis & crisis:

A.TUMA : Markenzeichen

dieser post wurde von René Desor exclusiv geschrieben für den blog der Edition Das Labor – Verlag der Artisten:

Kulturnotizen. Grenzüberschreitende artIQlationen

 on my side it momentary seems facing this triptych like crying out the old year & staring into a new odd year

–  & me confrontated by reflectin ´fucked up children´s faces:

in Elke Mischling´s atelier

WHERE ´ S  LOVE  – ON YOUR SIDE?

Elke Mischling  acrylics & ink on canvas, 210 x 130 cm 2011

I know – I am late with this post:  here are some photos from the opening of the christmas exhibition at INFELD- House of Culture, Halbturn, Austria – until the 18th of december you have the possibility to see – & buy too, of course – the works of artists living in the Austrian Federal State of Burgenland

curator Gerhard Kisser opens with artist Elke Mischling

… & Lucja Radwan in front of their huge paintings

“Keano”,  mixed media by Elke Mischling

Marina Horvath without title, acrylics on canvas, 2010

Marina Horvath, diptych, without title acrylics on canvas, 2009

Marina Horvath, without title, mixed media on canvas, 2011

Erwin Reisner  Henri Matisse, mixed media on canvas, 1982

Alois Lang  Torso, wooden sculpture 2011

Alois Lang meditation / ruhepol  oilsticks 2000

Alois Lang beziehung / relationship oilstics 1996

Reihard Mikel   abfahrt / downhill  collage 1987

Wladigeroff Brothers & Band:  Alexander Wladigeroff – trumpet & coiled trumpet,  Konstantin Wladigeroff – piano,  Dimitar Karamitev – Kaval (Bulgarian flute), Dusan Novakov – percussion

guests: artists Johann Karner & Franz Gyolcs

Karin Jungbauer & Gerhard Mischling

Elke Mischling waiting mixed media on paper 2008

Elke Mischling    Erwin der Wurm oder meine Sicht des Universums / Erwin the Worm or My View of the Universe

mixed media on canvas 200 x 200 cm 2010

Elke Mischling ausschließlich menschlich / exclusively human

mixed media on canvas 100 x 100 cm 2010

INFELD – HAUS DER KULTUR

Weihnachts-Ausstellung
mit Verkauf
2. Dezember 19 Uhr bis 18. Dezember 2011

works by:

Marina Horvath
Alois Lang
Reinhard Mikel
Elke Mischling
Lucja Radwan
Erwin Reisner