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Category Archives: Milan Lukáč

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a new installation in the park of danubiana : Ján Kelemen   NIΤ – I. II. III  / Thread 2008

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new settled bronze POVODNÝ TVOR / underwater creature by Ondrej 4., 2004

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Robert Combas inside & outside danubiana Meulensteen Art Museum

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N´écoute plus, sinon je te lance moi poing sur la geule. Hommage aux Yard Birds, un groupe de rock anglais électrique et baroque des annés 60

Do not listen any more, otherwise I will lauch my fist on your face. Homage to the Yard Birds, an English elctric and baroque rock band in the sixties

Robert Combas  2008

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Au début, c´était la Venus de Venise, maintenant c´est ISIS sûr et certain

At the beginning, it was the Venice Venus, now it is ISIS, sure & certain

2004

Robert Combas

freedom, diversity & oppression

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–  more about next days!
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artist Peter Pollág is still working on the scaffold in the danubiana park area up to his Danube Wings: “some poets gave knowledge how many glass-pieces we already have fixed on that sculpture”, he amuses today as response to a visitors question about the amount of pieces on the surface,  among them sculptors Milan Lukacs, Daniel Bucur & Rudolf Pinter

video:  Danubian Wings – Dunajske kridla

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when I entered with Milan Lukáč the scaffold  constructed around Peter Pollág´s sculptur Danube Wings at Danubiana Meulensteen Art Museum some weeks ago, one of Milan´s mosquitos (see some sculptural examples: here) was accompanying us to the top (see also article: on top of Danube Wings). the detail down of the photo above gives evidence to that fact:

today I read about Julius von Bismarck´s Image Fulgurator, a machine he invented to manipulate other´s photos. how terrific imaging to meet Pollág´s double-headed lion (see: worshipping true colours) on the top of his sculpture!

on september the 6th 2008 at 3:00 p.m. of course of the grand opening of Peter Pollág´s exhibition True Colours at the danubiana Meulensteen Art Museum his sculpture Danube Wings will be unveiled. here some snapshots from the finishing & covering of the culpture with broken coloured glass-stones for this event & some views from the top of the sculpture I ascended yesterday with Slowakian sculptor Milan Lukáč – & some shots from the exhibition Russian Contemporary Art, still open until August 31th 2008 too

 see also the articles about this outstanding & amazing museum near Bratislava:    ahoj, danubiana   &   znovu ahoj, danubiana   &  une promenade avec Madeleine   &   métallo-magie et des tableaux vivants

Heute versuchte ich bei der Anfahrt mit dem Auto von Österreich her die Autobahn nicht nach Bratislava zu verlassen, sondern Richtung Györ weiterzufahren bis zum geopolitischen Dreiländereck, um dort auf ungarischem Staatsgebiet wieder kehrt zu machen und gleich danach auf slowakischem Staatsgebiet ein Kunstgebilde auf der künstlichen Bühne der gestauten Donau bei Čunovo anzupeilen. In dieser Ecke war der Eiserne Vorhang einst gerafft, die Atmosphäre des vom EU-Staatenbund aufgelösten „Niemandslandes” ist nach wie vor im Bühnenwinkel weilend spürbar. Eine ideale Sphäre für Kunst und deren adäquate Darstellung

 „Aquarellist oder Kommunist – egal!”,

 erwidert Direktor Vincent Polakovič auf meine etwas zaghafte Vorstellung als österreichischer Aquarellist im Café des Meulensteen Art Museums. Sein Auftreten heute ist leger und locker, kenne ich ihn doch nur aufgelöst und dabei doch konzentriert auf die Regie vom Vernissagentrubel der letzten Ausstellungen im danubiana, wie das Museum kurz gerufen wird. Eben hat er eigenhändig die neusten Kunstbücher für den Museumsshop hereingeschleppt. „- und wenn Sie mich beim Kehren rund um eine neu aufgestellte Skulptur fotografieren – es passt – ich mache hier ja fast alles”, sagt er offen angesichts meiner kleinen Leica.

Flügel über der Donau

 Am Ende der im Stausee Gabčikovo aufgeschütteten Halbinsel, besetzt von einem Architekturgebilde einer gestrandeten römischen Galeere gleich erhebt sich eine eingerüstete Skulptur in zweifach ausladendem Schwung: Dunajské kridla / Danube Wings nennt der slowakische Künstler Peter Pollág seine Schöpfung. Er war auch am Architekturentwurf des Museums vor beinahe 10 Jahren beteiligt und werkt heute mit seinem Team an der „Verkleidung” der Stahlskulptur mit kleinen Glasstücken, die vor Ort von farbigen Glasstangen gebrochen und zu einer bunten Mosaikschicht über das Modellskelett verlegt werden. Sisyphosarbeit?

– „Die werken schon länger als 2 Jahre an der Sache, das muss fertig werden bis 6. September”, weist der Direktor auf „True Colours” von Peter Pollág, den nächsten Höhepunkt der Vernissagenreihe im danubiana hin. Ich bin im Gespräch zuvor von ihm bereits beinah missionarisch auf Kyrill und Method als verborgenes Zitat in Pollágs Arbeit eingeweiht worden und merke die Notwendigkeit einer Revision meiner hellenistischen Phrasologie in dieser slawischen Welt an. Zuerst schon hatte ich Probleme, die weiße Schrift in kyrillischen Buchstaben vor dem bekannten CCCP auf dem roten Block im Museum zu entziffern geschweige denn zu entschlüsseln.

 Dieser ist als Teil der eben auslaufenden Ausstellung Russian Contemporary Art ganz zentral im Foyer des Museumsbaus platziert. Der Vizedirektor des Modern Art Museum in Moskau, Jevgenij Berezner, hat mit mehr als 50 Arbeiten zeitgenössischer Russischer Künstler einen Einblick in die aktuelle russische Kunstszene kuratiert und das Museum bringt unter anderem Arbeiten von Eduard Steijnberg, Vladimir Nemuchin, Ilja Kobakov, Eric Bulatov und andere Protagonisten bis Ende August zum Leuchten.

 Die Ästhetik unserer Tage heißt Erfolg           (Andy Warhol)

„Zwei Millionen Betriebskosten im Jahr, ich denke nur an die Fußbodenheizung – ein Wahnsinn!”, sagt der Direktor auf den Boden weisend, „- wie das mit 40 oder 80 Kronen Eintritt pro Kopf einnehmen?” –„und die Leihkosten für österreichische Skulpturen zum Beispiel, oder die speziellen Vitrinen für die Kemény-Ausstellung !”

 Vinzent Polakovič hat sich gemeinsam mit dem niederländischen entrepreneur und Kunstsammler Gerard Meulensteen auf dieses Abenteuer eingelassen und die Kommandobrücke der Museumsgaleere übernommen. Immer wieder wird unser Gespräch auch hier im Café durch kurze Anfragen von Arbeitenden & kurze Kommandos seinerseits unterbrochen, so „ganz nebenbei” und ohne Hektik gleich wie auf einer griechischen Autofähre im ionischen Meer in Fahrt – nur diesmal auf der Donau – mit exquisiter Bildender Kunst aus Europa & Übersee beladen. Milan Lukáč, der slowakische Bildhauer mit am Tisch, betont das finanziell autarke Wirken danubianas in der slowakischen Kunstwelt, aber gleichzeitig auch die laufenden Gespräche mit slowakischen Regierungsstellen, die bei der Russian Art – Ausstellung natürlich unterstützend mitwirkten. Man möchte den level of art hier hochlegen und diese Vorbildhaltung nicht nur einnehmen, sondern auch bewahren. Mit allen diplomatischen Mitteln, scheint mir. „Was Geld verdient ist Kunst, Arbeiten an sich ist Kunst, und gutes Geschäft ist die beste Kunst” – um abermals Andy Warhol, dessen Eltern slowakische Wurzeln hatten, zu zitieren.

 Beste Aussichten

  

  Mit Milan besteige ich das wackelige Gerüst um Danube Wings von Peter Pollág. Von da oben hat man zurzeit beste Aussichten. Auf der einen Seite umspült das Wasser der gestauten Donau träge die Ufer der Halbinsel mit den Skulpturen um das Museumsgbäude. Ein grosses Luftkissenboot schneidet sanfte Wellen auf die glatte Wasseroberfläche und bringt damit kleinere Schiffe zum Schaukeln. Auf der anderen Seite gen Norden thront ganz hinten am Hügel die Burg von Bratislava.

 „Die Österreicher verraten nicht, woher sie diese fantastischen Vitrinen haben, ich möchte wissen, wo die gemacht werden, sie zu kaufen käme billiger als sie immer anzumieten!”, meint Direktor Vinzent Polakovič – Vielleicht ein Anstoß zu engerer künstlerischer Zusammenarbeit zwischen den Ländern – & ein Angebot für unseren Agenten, nicht weiterhin bloß als Kustos zu agieren?

 

                                            link: www.danubiana.eu

nächste Ausstellung:

Peter Pollág „True Colours” 6. September – 30. November 2008

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      here are the promised photos from last weekend at the danubiana-park – without comment but a short text by Eva Trojanová about the promenade with American artist Hans Van de Bovenkamp & not stating all creators of the showed sculptures:

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 Milan Lukáč

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Karel Appel

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 Alfred Hrdlicka                                       Hans Van de Bovenkamp

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Hans Van de Bovenkamp

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Hans Van de Bovenkamp

   The Danubiana Meulensteen Art Museum is launching a new project under the title Art on the Promenade, an exhibition of sculptures displayed in the adjoining park on the embankment of the Danube. The opening exhibition will present nineteen monumental sculptures created by Hans Van de Bovenkamp, a major American sculptor, Dutch by birth.

Van de Bovenkamp began his career as a sculptor in New York. He has created monumental sculptures that have become landmarks in parks and plazas and has produced works for architecture. In creating large sculptures he focuses on their interaction with the surrounding environment. The artist has produced several series of sculptures in which the abstract form creates suggestive compositions. His latest series of Menhirs is inspired by prehistoric monoliths. Made of stainless steel, these huge sculptures have textures that play with light. The baroque-like curved forms of the menhirs create dynamic compositions with magic and dramatic effects.

The first works from the Sperma series were created in 1991. The sculptures display dynamic vertical or horizontal movement reminiscent of visualized wind or whirling, and reflect nature in many ways. The playfulness of his earlier series, Circles and Waves, created from coloured aluminium, resembles dreamy meditations. Meditativeness is an element linking the variety of subject matter in the work of Van de Bovenkamp.

Eva Trojanová

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 Sam Francis

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Viťo Bojňanský

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Karl Prantl 

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Milan Lukáč

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updating April 2008:

Ján Ťapák

Hans Van de Bovenkamp

Vladimír Kompánek

Magdalena Abakanavicz

Erna Masarovíčová

                                                               Svetozár Ilavský

Körösényi Tamás

                                                              Rein Dool

                                                               Oto Bachorík

Daniel Bidelnica

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yesterday there was an opening of a new exhibition at danubiana Meulensteen Art Museum in Čunovo near Bratislava: works of the Hungarian sculptor & painter Zoltán Kemény (1907 Banica – 1965 Zurich) & his wife Madelaine Kemény-Szemere (1906 Budapest – 1993 Zurich). excuse me I just refer to Zoltan Kemeny´s work I was fascinated in its contrasts. & there was an artbook-presentation about the Slovakian sculptor Jozef Jankovič at the same time, too much for a short late evening date.

update: about Madeleine Kemény-Szemere see new post: une promenade avec Madeleine!

Eva Trojanová writes in the accompanying folder to the exhibition: “Kemeny gave the title Métallo-magie (1963) to one of the reliefs exhibited in his collection at the Venice Biennale in 1664. It precisely captures the essence of his relation to his own work: his obsession with work in metal and its recreation into `live pictures´(tableaux vivants). Kemény reached the peak of his artistic creation through his admirable determination which enabled him to overcome the difficulties of immigration and the trauma of war. Initially he was concerned in painting. However, it did not produce much response…”

the following paintings are dated between the years 1943 & 1947, the sculptures & reliefs Zoltán Kemény has created since the year 1953 – could there be a broader gap in expression? :

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instead of “gap” a synonymous poetic expression now:  “jour et nuit”

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the artbook presentation:

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Jozef Jankovič & his work at danubiana park

information: Jozef Jankovič & Janez Lenassi: FORMA VIVA PORTOROŽ 2007 (obalnje galerije, Piran, Slovenia) & be invited to visit my blog-article viva forma! about there

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Milan Lukáč in conversation with Jozef Jankovič

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Milan Lukáč  amused with Gerard H. Meulensteen & other slovakian artists

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Milan Lukáč talking shop in his atleier with the Austrian sculptor Rudolf Pinter next Milan´s daughter Linda

new insights to his atelier in Bratislava:

nature morte avec deux papillons dans mon atelier

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new vistors who are interested to read & see more about Milan Lukáč´s work  may have a look at:

Milan Lukáč´s vasculum

see also the post ahoj, danubiana! on a photo-tour in winter last year at the danubiana park. – which has been actualized this spring now by a new post: znovu ahoj, danubiana!    

                                                                                                          rené desor

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next week a new issue of the periodical Austrian magazine PANNOrama – insights into the pannonian life-stile – will be published. in the following I give an account on my recent article about a Slovakian sculptor from Bratislava, compounded & supplied with more photos & links. more English information about Slovakian art & artists: danubiana

MILAN LUKÁČ – AUS SEINER BOTANISIERTROMMEL

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NIE KAŽDÝ MÁ SVOJE MUCHY

– diesen slowakischen Ausspruch wörtlich ins Deutsche zu übersetzen hieße: „nicht jeder hat seine eigenen Fliegen”, käme wohl umgangssprachlich österreichisch auf „…hat seinen eigenen Vogel” hin. Aber manches kann man einfach nicht übersetzen ohne sich lächerlich zu machen.

Als ich den Slowaken Milan Lukáč 2002 bei Ausstellungsvorbereitungen in der Cselley-Mühle im burgenländischen Oslip das erste Mal traf, begegnete mir eine große Gestalt, die ihr verschwitztes bärtiges Gesicht hinter einer Schweißermaske verbarg, im blauen Rauch Teile von alten Nähmaschinen, Krampen, Mistgabeln, Türschnallen mit dem Schweißbrenner zusammenfügend zu einem Ganzen.

Funken stoben von der ledernen Schweißerschürze.

Bei Ausstellungen im Europäischen Parlament in Brüssel & in der Cité Internationale des Arts in Paris 2002 sahen wir uns wieder.

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Diesmal traf ich den eloquenten diplomatischen Weltbürger, mit dem man sich fließend in Deutsch, Französisch oder Englisch unterhalten konnte. Er hat in den achtziger Jahren auf der Cité & der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Art bei Jean Cadot in Paris seine bei Jan Kulich an der Kunstakademie Bratislava begonnenen Studien der Bildhauerei fortgesetzt. Auszeichnungen wie der Prix pour les jeunes sculpteurs oder der Prix Paul-Louis Weiller der Academie des Beaux-Arts Paris haben ihn dabei begleitet.

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Auch in der Begegnung mit seinem Werk offenbaren sich augenscheinlich zwei diametral gegenübergesetzte Wirkungskräfte, gekonnt miteinander gepaart und verwirkt: da ist einerseits die Wucht, mit der Milan Lukáč dem Betrachter die Skulpturen aus seiner Ideenwelt entgegenschleudert, andrerseits umfängt diesen ein verspielter, feinfühliger, ja beinah zerbrechlicher Humor, der sich vor allem in seiner subtilen Zeichnung zeigt; als Bildhauer, der Metall in seinen Arbeiten bevorzugt, hat er sich auch hier dieses Element erobert & ritzt diese in Metallplatten, um sie seinem Drucker Martin Štepánek aus Velké Zálužie bei Bratislava zu übergeben. Diese kleinen Radierungen scheinen oft ein hilfreicher Schlüssel zu sein, wenn eine monumentale Skulptur den Weg zum Werkzugang versperrt; zumal er auch Botschaften in die Bildchen hineinschreibt. Milan Lukáč ist sich dessen bewusst und räumt bei Ausstellungen seinen Radierungen und zeichnerischen Arbeiten Gleichberechtigung neben seinen bildhauerischen Werken ein.

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Bratislava. Die neue Straßenverbindung A6 Wien – Bratislava macht die Sache zu einem „Rutscher”, wie der Österreicher gern einen schnellen überraschenden Besuch bezeichnet. Mit dem Schengener Abkommen, das kurz vor Weihnachten letzten Jahres ratifiziert wurde, fällt auch die Grenzkontrolle weg, aber die Fahrt an der Kulisse des Vorortes Petržalka mit seiner Plattenbauweise vorbei lässt alte Erinnerungen aufkommen. Milans Atelier liegt ziemlich zentral in einer Sackgasse sozusagen „neben der Burg”, also dem ältesten besiedelten Teil Bratislavas, „unter dem UFO der „nový most” (Neue Brücke) durch, links rund um die Burg, & schon bist du da.”, sagt Milan durchs Handy an. Und so ist es auch. Rund um den Burghügel gegen den Uhrzeigersinn herum finde ich mit dem Auto noch ein bisschen höher gelegen als die Burg selbst in jene Sackgasse, die auf slowakisch „slepá” heißt, soviel wie „blind” auf Deutsch, an deren Ende sich der Eingang zu Milans Atelier befindet. Ab ins Reich des Herrn der Fliegen.

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NIE KAŽDÝ SMIE MAŤ SVOJE MUCHY

– „nicht jeder darf seine eigenen Fliegen haben”: einiges scheint verschlossen zu sein in diesem Reich. Die Treppe hinunter begleiten Bilder, die menschliche Figuren eingeschlossen in Kisten oder Kästen zeigen, „Lifte”, wie Milan sagt, Aufzüge, die nach oben wie unten, weg und her bringen können. Wir beide sind augenblicklich am Weg nach unten, wo sich ein großer Raum öffnet, Milans Atelier, eine breite offene Glasfront zum Garten hin. Der kleine Garten ist in Richtung Donau hin gerichtet, dahinter die Öffnung zur ungarischen Tiefebene hin.

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„Als kleiner Junge habe ich oft, gern und lange im Garten meiner Großeltern gespielt. Der Garten selber war groß, und ich habe mich oft darin verlaufen. Die vielen Blumen, Pflanzen, die alle – oder fast alle – größer waren als ich, haben mich schon damals fasziniert und interessieren mich noch heute. Die Vertikalität der Pflanzen, mit der sie die Wolken erreichen wollen, der Schatten der Blätter, in dem die Fliegen, Heuschrecken, Mücken und andere Insekten sich verstecken konnten. – Ich mag es, in meinen Erinnerungen immer wieder als kleiner Junge in diesem großen, unentdeckten Garten zu spazieren, dem Flüstern der Blumen wieder zuzuhören, und dabei die monströsen, miraculosen aber gleichzeitig lieben und lustigen Insekten zu beobachten.”

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„Nach den großen öffentlichen Aufträgen wie dem Holocaust-Denkmal (1995-97, Bratislava, Bronze, fast 5 Meter hoch), für die Opfer des kommunistischen Regimes (Žilina, Mittelslowakei, 1998, Bronze, 5 Meter hoch) habe ich im BOTANISCHEN TRAUM und im BESTARIUM meine Ruhe gefunden.” Durch seinen botanischen Traum hat er 2007 auch schon die Eisenstädter in der dortigen Landesgalerie (Eröffnungsrede “Begegnung” von Mag. Georg Pehm hier nachzulesen) und der Galerie der Wiener Städtischen geführt. Er erwähnt auch noch die 6 Meter der Komposition DER PUNKT für die Donaustadt im Jahre 2000.

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Ich bewundere die Vielfalt der metallenen „Fundstücke”, aus denen viele seiner kleineren Skulpturen bestehen. Sie liegen überall im Atelier geordnet nach Milans kreativem Chaos auf.

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Wieder in einer Lift-Kiste: wir brechen mit dem Auto auf zu einer Vernissage des mit Milan befreundeten Künstlers Viťo Bojňanský ins etwas außerhalb Bratislava an der Donau gelegenen Čunovo.

NIE KAŽDÝ VIE MAŤ SVOJE MUCHY

– „nicht jeder kann eigene Fliegen haben”

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Vor dem Entree des Geländes zum Meulensteen Art Museums DANUBIANA in Čunovo steht als Torwächter Milans 4 Meter große Bronzeskulptur VERTIKALE. Der niederländische Entrepreneur & Kunstsammler Gerard H Meulensteen hat hier mitten in der Donau auf einer Halbinsel am Staudamm ein schiffartiges Museum bauen lassen, das von Skulpturen internationaler Provenienz gesäumt ist. Auch Österreich ist mit Bruno Gironcoli, Alfred Hrdlicka, Karl Prantl und Andreas Urteil vertreten. Vom Amerikaner Hans Van de Bovenkamp sind gar 14 Statuen zu bestaunen. Die Ausstellungseröffnung ist bestens besucht.

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(Vernissage Viťo Bojňanský, mehr Photos siehe: ahoj danubiana! – link to more photos)

Man kennt hier Milan, ist er ja auch Dozent der Fakultät für Architektur der Technischen Universität in Bratislava. Er stellt mir Herrn Meulensteen, den Direktor Dr. Vincent Polakovič wie auch den Künstler selbst vor. Im Sommer 2001 hat Milan Lukáč hier ausgestellt, und zu seinem fünfzigsten Geburtstag 2012 ist eine große Personale geplant.

Ich werde wohl noch öfter vorbeischauen.

Liegt ja sozusagen vor –

der Haustür. streben-nach-der-vertikale.gif Tipps:skyscape.gif

1. Juli – Ende August 2008 in der Galerie For Zet, Panenská 6, Bratislava

Herbst 2008 in den Slowakischen Kulturinstituten in Budapest und Rom

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bon voyage, pan Lukáč !

mehr zum Thema: métallo-magie et des tableaux vivants

nach einem guten essen & arbeitsgespräch in Bratislava war Ich heute mit dem slowakischen bildhauer Milan Lukáč ins Danubiana, das Meulenstein Art Museum, zu einer vernissage seines kollegen Viťo Bojňanský geladen. das museum liegt etwas ausserhalb südlich der stadt, auf einer insel in der Donau am staukraftwerk Čunovo & war nach meinem besuch des Lentos in Linz an der Donau letzte woche ein augenfälliges gegenstück nicht nur von architektur, sondern auch von der umgebung her: umspült vom donauwasser stehen hier skulpturen von europäischen bildhauern auf den kies- & rasenflächen vor dem schiffartigen bau des museums:

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die ausstellungseröffnung der bilder & skulpturen von Viťo Bojňanský war leutselig & anregend:

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ahoj!

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mehr zu diesem museum: métallo-magie et des tableaux vivants

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jetzt im herbst treten zeichen zum vorschein – aber sie spiegeln nicht nur vor, sondern stehen wie gewachsene wächter im raum oder in der landschaft – im einen fall die skulptur “blume” von Milan Lukáč< im ausstellungsraum der Wiener Städtischen< in Eisenstadt, im anderen ein verbotschild in den Esterházy´schen wäldern rundum:

gegebenenfalls:

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