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Category Archives: Joseph Haydn

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wegen anhaltendem Publikumsinteresse Ausstellungsdauer verlängert bis

27. September 2009!

!!!   ATTENTION: PROLONGED UNTIL SEPTEMBER 27th   !!!

3 infos:  DER TURM / aktuell haydn2009.wordpress.com / ORF

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google map (Esterházy Palace, Fertöd, Hungary)

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IM FEENREICH – Schloß Esterházy in Fertöd

Es scheint ein märchenhafter Wink zu sein, dass Tünde uns empfängt im Foyer des Schlosses. Der ungarische Frauenname Tünde heißt Fee im Deutschen, klärt sie uns auf, – eine Schöpfung des Dichters Vörösmarty Mihály für das Drama “Csongor és Tünde”. Zudem hat der deutsche Dichter Wolfgang von Goethe die Wortkombination  “Esterházysches Feenreich”  kreiert – in Anspielung auf die Huldigungen durch großartig angelegte Feierlichkeiten des Fürsten Nikolaus I Esterházy als Krönungsbotschafter für Kaiser Joseph II. Er wird in der Esterházyschen Genealogie “der Prachtliebende“ genannt. Und in der laufenden Ausstellung, die gänzlich diesem Sproß der Familie gewidmet ist, hat man noch bis Ende September 2009 die Gelegenheit, zum Abschluss einen Abglanz der Kulissen und pyrotechnischen Zaubereien auf eine Videoleinwand gebeamt nachzuempfinden. Wahrhaft märchenhaft und prächtig!

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umfasst im Hufeisen

Die Fahrt Richtung Fertöd (ehemals Esterháza) geht über die offene grüne Grenze in St. Margarethen, erst am 26. Juni dieses Jahres haben sich hier die hochrangigsten politischen Vertreter beider Länder Österreich und Ungarn zum Gedenken “20 Jahre Fall des Eisernen Vorhanges”  und des “Paneuropäischen Picknicks” getroffen. Also kann jetzt manch Reisender um den See hier einen “Abschneider” nach Fertöd nehmen – auch nördlicher im Seewinkel über Pamhagen ist ein solcher möglich.

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Schon beim Eintritt durch das breite Schmiedeeisenportal wird der Besucher durch die einladend offene Hufeisenform des Baues umarmt. Dadurch fühlt er sich trotz der immensen Anlage des historischen Rokokobaues vielleicht nicht ganz verloren. Bei anschließendem Näherkommen und Betreten der Prunksäle kann man aber dieses erste Sicherheitsgefühl schnell wieder verlieren – Schloss Esterházy, auch gern als das “ungarische Versailles”  bezeichnet – will beeindrucken wie das Vorbild.

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Schichtkaffee und Bahnübergang

Tünde verwöhnt uns im Büroraum am Ende eines endlos scheinenden und prunkvoll ausgestatteten Ganges Caffe Macchiato. Sie nennt ihre Milch-Kaffee-Milchschaum-Kreation “Schichtkaffee“. Wir werden Frau Erna Udvardi anvertraut, sie wird uns als deutschsprachige Fachfrau durch die Schlossräume führen.

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Diese entschuldigt sich zuerst in korrektem und beinah akzentfreiem Deutsch über ihre mangelnden Kenntnisse der Sprache. In Ungarn habe ich mich als österreichischer Besucher durch dieses Understatement schon des Öfteren entblößt gefühlt: Selbst im Grenzbereich aufgewachsen und die Ungarischkenntnisse auf Köszönöm szépen! – Danke schön!  oder néma – sprachlos kurz gehalten, – und dann gab mir einmal eine Frau in Sopron, die sich vorab des Deutschen als nicht mächtig bezeichnete, als Antwort auf meine Frage nach dem Weg mit: Bahnübergang und dann nach links abbiegen!
Erna meint, sie hätte erst vor ein paar Tagen den deutschen Botschafter durch die Räume geführt, wir seien ihre zweiten Gäste und sie sähe die Sache als Test für ihre zukünftige Arbeit hier an. Wir nehmen es ihr nicht übel, so prominent nach dem Herrn Botschafter gereiht zu werden.
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Spieglein, Spieglein an der Wand

Es wäre jetzt müßig, nachfolgend die Führung in Chronologie der Gänge, Räume und Säle aufzuzählen: allzu sehr verliert man sich hier, aber die Details und die Geschichten, die Erna dazu erzählt! –

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– Kaiserin Maria Theresia war auch da. Ihr damals hergerichtetes Bett hat man letztes Jahr nach alten Fotos rekonstruiert. Wie auch alle historischen Einrichtungsgegenstände aus ganz Ungarn neu zusammengetragen werden mussten, da russische Soldaten während der Besatzungszeit sämtliche verheizt hätten, die Parkettböden und Gemälde inklusive.

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– und hier der Kaiserin Himmelbett, gegenüber an der Wand ein gold gerahmter Spiegel, in den zu schauen ewige Jugend verspräche! – Jedem?

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Haydn, Kunst und Blumen

Eine Tulpenvase steht auf einem Tischchen. Sie hat nur fünf Öffnungen. Tulpen hatten damals einen horrenden Preis.

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Nikolaus beschäftigte in den Gartenanlagen  50 Gärtner, die wöchentlich 60.000 Blumen neu auspflanzten. Hier sollte immer alles blühen, auch die Kunst.

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Der dieses Jahr gefeierte Komponist Joseph Haydn hat hier viele Jahre gearbeitet, seine Abschiedssymphonie wurde 1772 im Konzertsaal des Schlosses uraufgeführt. Zum  Abschied wird mir dann noch in einem Seitenflügel für August 2009  ein Ausstellungsraum für meine Bilder- & Objektschau HAYDN RELOADED geöffnet: Das mit Fee Tünde eingeleitete Märchen wirkt hinein in die für einen bildenden Künstler nüchterne Gegenwart!

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Links:

www.mag.hu
http://haydn2009.wordpress.com

Ausstellungen:

Feenreich des Fürsten Nikolaus Esterházy
bis 30. September 2010

Andreas Roseneder : HAYDN RELOADED
8. August bis 6. September 2009

Das Schloss ist bis 31. Oktober 2009 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, montags geschlossen
Vom 1. November 2009 bis 14. März 2010 freitags, samstags und sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr und die Parkanlage ist täglich von 6.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet

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René Desor für PANNOrama 009 04

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no secrets to hide:

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all © Andreas Roseneder    vinyl on polyetylene MasterBatch SAXpolymers 2009

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dear visitors, you are all invited on August 8th 18.oo h  2009 to  Esterháza Palace in Fertöd, Hungary to share the opening of the exhibition

Andreas Roseneder : HAYDN RELOADED

together with them !

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farewell for holidays until then!

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Andreas Roseneder   Mercurio vinyl on canvas / polyethylene application  2009

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Andreas Roseneder   Mercurio vinyl on canvas / polyethylene application,  detail   2009

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Andreas Roseneder     HAYDNzopf / / HAYDNplait

vinyl on polyethylene     2009

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Andreas Roseneder JH Schweinebacke / JH´s  pigtailed patch

vinyl on polyethylene  2009

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ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT – Die Esterházy Privatstiftung

Der Blick aus der modernen Büroetage der Esterházy Privatstiftungstiftung zu einem der Symbole der Vergangenheit der Familie Esterházy:  Neues soll in Zukunft Verbindung mit alten Werten schaffen, Tradition erhalten, gewahrt und – angereichert durch Zeitgenössisches – ohne Patina präsentiert werden. Ein schwieriges Unterfangen, an dem viele Kräfte eines modernen Unternehmens arbeiten.

Sekt und Laune

Schon seit einigen Jahren merkt der flanierende Eisenstädter Bürger an Sanierungen und Umbauten (nicht nur am Schloss), dass frischer Wind in der Domaine Esterházy weht.  Seit kurzem kann er auch im Schlosshof auf der hölzernen Bühne des Cafés Maskaron oder in den ehemaligen Stallungen im frisch adaptierten Henrici, früher als Café Esterházy bekannt, über die Bedeutung der Schaffung von 850 Quadratmeter voll klimatisierten Ausstellungsräumen in der Sala Terrena mit seinen Freunden oder Gästen erörtern. Durch die Auslagerung des fürstlichen Weingutes an die Eisenstädter Peripherie vor Trausdorf wurde viel Platz im Schloss frei für Neues. Ausreichend Gesprächsstoff zur intellektuellen Auseinandersetzung liefert auch die derzeitige, fulminant multimedial inszenierte Schau Haydn Explosiv. Bei einem Gläschen QuinQuin über das ausgestellte Objekt „Haus der Laune“ zum Beispiel – eleganter Sparklingwein vom hauseigenen Weingut als am Gaumen prickelnde Hommage an den lebenslustigen Grafen Franz Qinquin Esterházy kreiiert. Aber was im Gebäudekomplex,  der Ende des 18. Jahrhunderts vom Architekten Johann Henrici geplant wurde,  heute darin in dem vom Architektenteam Pichler & Traupmann mit Stahl- und Glaskonstruktionen erweiterten Dachgeschoss  projektiert wird, bleibt ihm doch verschlossen, auch wenn von Seiten der Geschäftsleitung Transparenz und Offenheit als Botschaft betont wird. Hier entsteht die Zukunft, weit vorausblickend – was bei Esterházy die ehrwürdige Planung der nächsten 40, 50 Jahre bedeutet.

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Fürst Anton II Esterházy im Gespräch mit den Vorständen des Boards der Esterházy Privatstiftung

Lavabo und Sisyphos

Die wiederbelebte Esterházysche „Kunstförderung“ ist eine moderne Version des Mäzenatentums und betrifft nicht nur die Sparte Musik. Wenn man bedenkt, dass es sich allein aus der Vergangenheit um rund drei Millionen angesammelter Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten handelt – nicht nur auf österreichischem Territorium befindlich, sondern vor allem auch in Ungarn, in der Slowakei, in Rumänin und sogar in der Ukraine. Zwar werden sie teilweise in den nationalen Museen gezeigt, aber hier wie dort harrt vieles der Neuentdeckung und Restauration. Daher scheint es schwer vorstellbar, wie dies alles ohne buchstäbliche Sisyphos-Arbeit zur versprochenen Transparenz führen kann.

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Bassin der Lavabo-Garnitur von Losonczi aus dem 16. Jhdt, 1945 deformiert

Um so mehr erstaunte mich, als Dr. Alfred Weidinger, nach seinem Amt als Vizedirektor im Wiener Belvedere und zuvor als solcher an der Albertina Wien nun als neuer Chef der Esterházy-Kulturbetriebe zu allererst voller Enthusiasmus die Fortführung des Mäzenatentums der Sammlung Esterházy im Bund der Private Art Collection betont: „Unsere große Aufgabe ist es, die Tradition der Familie Esterházy fortzusetzen – und zwar im Bereich der zeitgenössischen Kunst.“ Der Stiftungszweck diene nicht nur dem Erhalt der historischen Großanlagen, sondern auch der Pflege der Sammlung und ihrer Erweiterung.
Der erste Schritt zu diesem Vorhaben führt in das Kunstgewerbemuseum Budapest: am 17. April lud das Unternehmen Esterházy zu einem großen Galaabend unter der Glaskuppel des Festsaales, um in diesem Rahmen das kulturelle Engagement der Esterházy Privatstiftung in Ungarn vorzustellen. Fürst Anton II Esterházy ist beim Empfang zugegen, die Direktorin des Museums, Frau Dr. Zsuzsanna Renner spricht über die historischen Wurzeln und das kulturelle Erbe der Familie in Ungarn, dann leitet Stefan Ottrubay, Generaldirektor der Esterházy Privatstiftung, nach Ausführungen über die Restaurierungsvorhaben der Bestände der Esterházyschen Schatzkammer über zu den aktuellen Bemühungen des Unternehmens, sich auch im 21. Jahrhundert für Kunst und Künstler in Ungarn zu engagieren. Zwischen den Ausführungen spielt das jugendlich klangvolle Accord Quartet aus dem Repertoire Joseph Haydns. Dr. Weidinger stellt mir danach ungarische KünstlerInnen der jüngeren Generation vor: Zsuzsa Moizer, Lilla Borsos Lörinc und János Borsos. Zsuzsa Moizer war bereits im Vorjahr in der von Lóránd Hegyi, Ausstellungsmacher zwischen Wien und Paris, kuratierten Ausstellungsfolge Central Europe Revisited in der Sala terrena des Schlosses Eisenstadt mit Werken vertreten, von denen auch welche angekauft wurden. Und heute ist Lohntag für sie.  Künstlerfeiertag!

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Schloss Esterházy / Sala Europa

Trauma und Befreiung

„Die jungen ungarischen KünstlerInnen sind heute unbeeinflusst vom Trauma der Isolation durch Kommunismus und Eisernen Vorhang, das die ungarische Kunst der letzten Jahrzehnte geprägt hat“, meinte Dr. Weidinger kurz zuvor.  Im Gespräch mit den beiden Künstlerinnen stelle ich jedoch fest, dass ihre Kunst ein doch auch gegenwärtig traumatisch geprägtes Erscheinen hat: durch Marktwirtschaft & die Auswüchse des Kapitalismus  und letztlich die sensible Befindlichkeit des Individuums darin. Was mir selbst hier in Österreich aus eigener Erfahrung als Künstler nicht fremd ist. Auch angesichts der aktuellen globalen wirtschaftlichen Krisenstimmung ein über nationale Grenzen hinweg verbindendes Thema, das vor allem in der Kunst Fragen zu neuen Gesellschaftsplänen aufwirft.
Dass junge Künstler an und für sich einen schweren Stand haben, ist Tatsache. Mit dem Esterházy Kunstpreis Ungarn sponsored by UNIQUA scheint jedoch eine professionelle Initiative gesetzt, die wesentlich die Arbeit junger Künstler erleichtert und nachhaltig fördert: durch Ankäufe, Ausstellungen,  Erstellung von Katalogen, WebSites etc.

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Schloss Esterházy / Sala Europa

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Dir Stefan Ottrubay, Dr. Alfred Weidinger & Herbert Lachmayer beim Presse Preview

back to future

Zweiter Schritt zurück: Im Schloss Esterházy in Eisenstadt wurde am 8. April des HaydnJahres 2009 die Schau Haydn Explosiv eröffnet. Kurator Herbert Lachmeyer hatte sichtlich Freude, Contemporary Art von internationalem Rang vorstellen zu dürfen. Schon der farbenfroh gestreifte und gepunktete Teppich des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein lädt zum Betreten ein, vorbei an güldenen Säulen, Tapeten von Margit Nobis, Rudolf Polanszky, hin zu Bildern und Objekten von Günter Brus, Franz West, Pipilotti Rist bis zur Künstlergruppe Gelitin. Otto Zitko hat die gesamte Decke eines Nebenraumes „bezeichnet“:

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Otto Zitko

Großartig die Wirkung des Brückenschlages der zeitgenössischen zu den historischen Künsten in Wechselwirkung, spartenübergreifend multimedial aufbereitet: Dazwischen historische Leihgaben aus vielen Europäischen Museen, thematisch weitergeführt über Wände und Decken der Sala Europa, Haydns Musik in Bild und Ton: Kulturphilosoph Lachmayer betont sein auf „sinnliche Wissenserfahrung“ bei der Gestaltung wie auch den erlebnisfrohen Wissensraum als Motto, sozusagen Haydn for Youngsters: „Der Mensch neigt dazu, Ereignisse – wie es damals Haydns Musik in ihrer Neuheit war – und die eine Erschütterung bedeuteten, später zu verharmlosen“. Und entlässt uns nachdenklich mit den schelmischen Worten: „Provinz ist kein Ort, sondern ein Zustand.“

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Kurator Herbert Lachmayer spricht über den österreichischen Künstler Franz West

HAYDN EXPLOSIV
täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr
(Juli bis September bis 18.00 Uhr)
Sala Terrena, Schloss Esterházy in Eisenstadt

Links:   www.esterhazy.at
www.haydnexplosiv.at

René Desor für Pannorama 009 03

about this topic see also posts:   lost in time & maskaron

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back to future,  part one:  how shameful for me as Pannonian aborigin from the Pannonia Superior province not to have been to Budapest since childhood  – Aquincum, ancient capital of Pannonia Inferior !

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views of the Danube banks shot out of the car

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last friday I had the chance to follow an invitation to the Museum of Applied Arts at Budapest, where the representatives of the Esterházy Private Foundation gave an enthusiastic reception to present their future cultural engagements in Hungary –  an elegant gala at an outstanding location:

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at the entrance: prince Anton II Esterházy talking with Orm. Alfred Reichl & Dr. Ernst Wunderbaldiger, board of directors of the Esterházy Foundation, both I had accompanied in the van to Budapest

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Prince Anton II Esterházy, Dr. Stefan Ottrubay, Dr. Alfred Weidinger & Orm Alfred Reichl amidst Hungarian high society

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Dr. Zsuzsanna Renner, head of the Museum of Applied Arts Budapest, lays particular stress on the import of the historical relations of  the Family of Esterházy to Hungary

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the members of the Accord Quartet, performing string-music by Joseph Haydn between the speaches

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chairman Dr. Stefan Ottrubay refering about future plans to continue the tradition of the Esterházy collection with supporting contemporary Hungarian art by donating several prizes for young Hungarian artists & presenting some remains of historical past that have to be preserved for future:

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parts of the Esterházy-treasure, damaged during 2nd World War & awaiting restauration through international experts:

a decorative jug with the arms of Antal Losonczy & Klára Báthory

by Ferenc Képiró, Kolozvár (now Cluj – Napoca, Romania),  1548, gilded silver with cast & embossed decoration

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slendering through the actual exhibition of Japanese design at the Museum of Applied Arts I miss the show “Haydn és az idö – Haydn und die Zeit” on second floor…

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… enjoying with all guests the culinary delcatessen offered on two sideboards  & after smalltalk with two Hungarian artists I have to leave the scenery at the moment with a taxi to catch the van at Március 15 tér waiting back to Eisenstadt – more about young Hungarian art next time!

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a bonfire of visual & acoustic impressions sent out by historical & contemporary art evoked my senses this Wednesday´s opening of the multimedia exhibition “HAYDN EXPLOSIV – an European career at the princely court Esterházy” in the historical rooms of Esterházy Palace at Eisenstadt –  Austrian composer Joseph Haydn´s central domain of creativity & performance

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General Director Dr Stefan Ottrubay, head of the Esterházy Cultural Managemant, Art Director Dr Alfred Weidinger & curator  Herbert Lachmayer at the press preview

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a colourful carpet designed by Roy Lichtenstein welcomes to enter & follow the line of pursuance

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an historical portrait of Nikolaus I Esterházy –  named by contemporarians a “lover of splendour”  was  a passionate patron of art, nowadays surrounded  in honour by two goldened columns – see about the preparations my previous post here:  spick & span

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Sala terrena

genius (cit. Alfred Weidinger), cultural philosopher &  curator Herbert Lachmayer leads with enthusiasm, knowledge & wit through the rooms of the exhibition

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Sala Europa

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projected notations, staff lines, architectural plans, cockroaches, bursting & burning architecture on the ceiling of Sala Europa – moving hands & strings on the carpet & framed glass below

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Herbert Lachmayer refers about the sculpture Paukenschlag by Franz West & Welcome to Chaos by Gelitin – btw – I have the stirring imagination of Francis Bacon

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Pipilotti Rist´s video-installation Selbstlos im Lavabad , set into Lichtenstein´s carpet

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Margit Nobis´erotic tapestry

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Otto Zitko´s lined ceiling

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Haus der Laune / house of humor / maison burlesque

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Joseph Haydn, Herbert Lachmayer & Stefan Ottrubay

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the official opening at the Haydn Sall accompanied by the musicians of the Apollon Musagète Quartett, Vienna, music by Joseph Haydn & Karol Szymanowski

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” province is not a place but a state of mind”  (Lachmayer)

by the way  –  maskaron – that´s the name of the new café in the court of the Esterházy Palace, so called after the masks on the walls up there. you may have a look on them :  HERE.  – I have painted them all in vinyl-technique last months.

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Andreas Roseneder     me myself mask I / mask 020 ,  vinyl on canvas 2009

all photos of  the mask-series scroll here

& read artstage´s post about the history of origins here: haydn reloaded II

& haydn reloaded

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for following text non-German-speaking foreigners may use : translate.google

aus HAYDNS ERSCHEINUNG – ein phänomenologisches Schauspiel von Siegmund Kleinl 2007:

Haydn

Gott.

Er war mir so nah,

als ich die Schöpfung.

Und als ich dann diesen Nietzsche las.

Gelesen haben werde.

Ich kann es nicht glauben,

dass Gott tot ist.

Es wird mir ganz Nacht vor Augen.

(Es ist dunkel im Raum geworden.)

Und kein Licht im unendlichen Raum.

In den unendlichen Räumen,

die mich schaudern machen.

Kalt.

Mir ist kalt.

Diese Kälte.

Kein Feuer.

In keinem Menschen ein Feuer

Auch in den Jungen nicht.

Sie müssten in den Feuerofen.

Wie ich.

Ich war einer der drei Jünglinge im Feuerofen.

Einer ist früh verglüht.

Aber was war er Flamme!

Nie erlöschendes Feuer.

Ich fürchte die Hölle nicht.

Ich fürchte nur einen Himmel,

der nicht brennt.

Ein Paradies auf Erden ohne Feuer im Menschen.

Ohne Geist.

Die Erde wird sich erwärmen,

aufheizen an den vielen Fortschritten,

heiß, glühend heiß

wird die Erde unterm rasenden Schritt des Menschen,

dröhnender Stiefel,

dröhnende Musik.

Ein Wirrwarr von Tönen, Geräuschen, ein Rauschen, ein Rausch.

Stimmen, die glimmen, auf –

und verglimmen noch ehe sie Flamme sind.

Nichts will werden,

weil nichts etwas sein wird.

Niemand sieht etwas

angesichts des Todes.

Alles drängt sich zusammen im Hier und Jetzt

Wie jetzt in mir,

hier in meinem Kopf.

Ein Blitzlichtgewitter im Kopf

Als wäre er eine einzige Entzündung,

eine Gicht im Hirn,

die jeden klaren Gedankengang lähmt.

Lahmer Kopf.

Lehmklumpen.

Unförmig.

Ohne Sinn.

Sinnlos.

Ein leerer Schädel.

(Plötzlich heftig, in panischer Angst)

Da, aus dem Dunkel, Hände, modrig.

Das Dunkel, die Hände, sie greifen,

reifen um mich herum wie Reifen von Fässern.

Ich, ein leeres Gefäß,

ein Fass ohne Boden,

hölzern wie Holz,

so steif, so starr, so knisternd

wie eine Spannung, die birst.

Die Reifen der Hände,

als wollten sie mich,

mein zerstäubendes Ich,

zusammenhalten,

legen sie sich um meinen Körper.

Wo ist er,

wo ist mein Körper?

Ich fasse ihn an,

ich fasse nichts.

Verloren mein Körper,

er ist mir verloren gegangen.

Und jetzt wird es eng,

immer enger,

eine Engführung.

Wie eine Fuge sind die Reifen der Hände um mich,

um meinen Hals.

Jetzt geht’s an den Kragen mir.

Keine Luft.

Ich rede,

ersticke,

mich,

um den Kragen die Hände,

um den Kopf.

Mein Schädel!

Gebt mir meinen Schädel zurück,

meinen Eigenkopf!

Den Eigen-Sinn meiner Musik.

Wer spielt da falsch?

Bringt mich um Kopf und Kragen?

Was macht man mit mir?

Wo bringt man mich hin?

Wer fasst mir an den Kopf?

Vermessen.

Den Schädel?

Um was?

Um meine Musik zu verstehen?

Wie vermessen!

Weg! Weg!

Lasst mich in Ruhe, in Frieden!

Lasst mir meine Geschichte!

Meine niedrige Geburt.

Ich habe die Niedrigkeit überlebt,

Erniedrigungen.

Überlebt.

Die Musik hat mich aus den Niederungen des Daseins gehoben,

in die Welt, zur Welt gebracht.

Die Musik war meine Hebamme.

Sie hat mich gehoben, getragen, nicht fallen lassen, nie.

Die Kunst lässt den Menschen nicht fallen.

Sie zieht ihn aus dem Chaos heraus.

Die Existenz ist ein Chaos.

Auch meine.

Trotz der Ordnung,

die mein Leben gehabt hat.

Ich war in dieser Ordnung

Und nur die Musik hat mich aus dieser Ordnung,

in der die Gesellschaft ist,

aus dem unterdrückten Leben,

herausgeführt.

Die Musik war mein Exodus.

War.

Ohne sie Wirrwarr.

Tohuwabohu.

(Wie in einem Anfall von Wahn)

To, to!

Hu! Hu!

Waaa! Booo!

Hu! Hu!

To, to!

Alles.

Zerfällt.

Zu, zu alles.

Alles zu.

Geschlossen.

In sich.

Verschlossen in sich.

Zufall.

Ich.

Ich war ein Zufall.

Zufällig in der Welt.

Sie ist durch mich geworden.

Die Schöpfung.

Durch Gott und durch mich.

Ich bin ein Geschöpf des göttlichen Zufalls.

Fällig in der Geschichte.

In der Musikgeschichte.

Eine fällige Musik habe ich aus mir herausgeschöpft

Mit dem Schöpfer.

Auch eine gefällige.

Ich habe den Menschen diesen Gefallen getan ohne zu fallen.

Ohne ins Gefällige zu fallen.

Ich habe Gefallen gefunden.

Vor den Menschen.

Vor Gott.

O Gott, die Menschen!

Diese Menschen!

Die hören und doch nichts hören.

Sie müssten ertauben, um sich zu vernehmen.

Die Musik in ihnen.

Besser nicht.

Vielleicht ist keine Musik in ihnen,

nicht mehr.

Nur noch Geräusche.

Ein Saus und Gebraus,

Das Sausen der Welt im Ohr,

das Brausen der Gewalten.

Was für Gewalten?

Was für Gewalten tun sich die Menschen an?

Was für eine Gewalt.

Mir ist kalt.

Kalt wie einem Lebenden unter Toten.

Mich schüttelt`s.

Der Tod um mich.

Der viele Tod schüttelt.

Der Tod schüttelt mich durch wie ein klassisches Fieber.

Wie ein Herz durchgeschüttelt wird,

wenn die Liebe weg ist.

Die Geliebte.

Herzfieber.

Das den Kopf beutelt,

als wäre er ein Beutel,

ausgebeutet wie meiner.

Ich habe,

man hat mir den Kopf ausgebeutet.

Mein Kopf eine Beute.

Die Leute.

Die Meute, sie stürzt sich auf mich.

Alles stürzt sich auf mich.

Keine Luft mehr.

Keine Luft für meine Musik.

Ich muss meine Musik.

Alle stürzen sich auf sie.

Weg! Weg!

Ich muss meiner Musik Luft verschaffen,

beatmen von Mund zu Mund.

(Atmet heftig ein und aus, bläst immer heftiger, geradezu panisch, bis er erschöpft in seinem Stuhl zusammenbricht.)

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view through a glass-construction  (set by architects Pichler & Traupmann on top of architect Johann Henrici´s ancient building  & nowadays office of the Esterházy Cultural Foundation) towards Esterházy Palace at Eisenstadt

reporting my private investigations for the missing 20th mask (new & not initiated visitors may scroll my painted mask- series here for insight) I became witness of the preparations to golden parts of  Esterházy Palace at Eisenstadt for the start of the celebrations in 2009 of  the 200th  reiteration of the  year of  musician & composer Joseph Haydn´s death on his day of birth  –  31st of March

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Haydn explosivHaydn Explozív Haydn Explosive!

kulturkreis pannonien

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THE MISSED 20th  MASK !

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who dares to think pink?

see:  ORFburgenland

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links for  information about Federal State´s project concerning Haydn2009 :

Phänomen HaydnHaydn, a fenoménHaydn Phenomenon