Skip navigation

Category Archives: Adolf Tuma

Black & White on Zante painting performance Axl Litschke & Andreas Roseneder

a slide-show by artstage of photos shot by Adolf Tuma on an improvisated painting- & dance-performance in Vassilikos August 2005 at the location of Summeracademy Greece (Sommerakademie Griechenland) on Zakynthos / Zante: the painters Axl Litschke (white) & Andreas Roseneder (black) meeting after 30 years again – in movement. André Várkony (not visible here) beat the percussion to this performance.

I met Axl Litschke first time at his assistant apprenticeship of my master Anton Lehmden, an outstanding representative of the so called Viennese School of Phantastic Realism at the Academy of Arts in Vienna. his paintings were images of silent landscapes without human traces done in precisely defined oil-technique. I remember even the priming coat of his wooden panels he prepared in several white clay-layers. the only murmur I have heard at his studio was the stream of lava winding through a landscape he painted. – in those times a typical representative of that Viennese School for me. – I myself lived in Germany, Augsburg, Berlin & Munich, was loud & expressive too, liked the Austrian & German expressionists, all actionists & performers, needed the traces of movement of human beings in art,  even fired my paintings with terpentine & worked into the licking flames & finally had first success with painting as representative of that times, the art trend “Junge Wilde” (“new fauves”)

when I came back from Munich or Berlin to Vienna, Axl still painted quiet in his studio over the lava stream.

but Axl was also administrator of the coffee-machine in our studio at the academy & a philosopher in conversation, for me always a master of intellectual speech at coffee-break at work. these coffee-breaks with the art director are still one of the few remembrances of my study at the academy.

on Zante, the Greek island Zakynthos we met 2005 again as fellow teachers with different careers behind us, Axl taught his students drawing models still in his correct & motionless manner, I was head of the colourful acrylic painting course. Axl always dressed in tight black – I prefer light wide clothes in sommer. at the end of a discussion about art & the importance of movement on it I just said to Axl: “we change our outfit: you are white & I am black, you are the canvas & I am the painter, I AM YOU, – & you are my canvas, you have to move & I will paint on you in your movements & you go with mine. we will move together in & through painting.”

he agreed joyfully.

I got the dresses at the Dutchwoman´s Store next Coffee House at Vassilikos.

so it was.

 

 in the next weeks a new issue of the periodical Austrian magazine PANNOrama – insights into the pannonian life-stile – will be published. in the following I give an account on my recent article about an Austrian lithographer & painter, who has designed a lot of international postage stamps, here compounded & supplied with more photos & links. more English information about Adolf Tuma´s philatelic work you will also find: here

 a reference in English language to Adolf Tumas Austrian postage stamp on the topic “Mauthausen: The 60th Anniversary of Liberation” you find: here

 

 

 Als Kursleiter in Aquarell- & Acrylmalerei an der Sommerakademie Griechenland auf der ionischen Insel Zakynthos bin ich es gewohnt, dass bei mir Leute im Kurs auftauchen in der Hoffnung, vom genauen Zeichnerischen und detailgetreuer Abbildung Abstand nehmen zu können und unter der griechischen Sonne Inspiration in der spontanen gestischen Malerei zu finden, also LehrerInnen, technische ZeichnerInnen, Architekten bis hin zum Herzchirurgen. So fand sich auch ein gewisser „Hugo” ein, wie er von allen genannt wurde. und dieser „Hugo” war gut, wie er da zuerst bedacht auf ein unbeflecktes Großformat aus Leinwand zuging, um es dann sicher und schwungvoll mit Pinsel und Acrylfarben frei weg zu bearbeiten. In einem Gespräch schnappte ich noch auf, dass er beruflich als Lithograph arbeite, und ich erinnere mich noch daran, dass ich mir dabei dachte, „schon wieder jemand, der die Befreiung von seinem akribischen Metier in der freien Malerei sucht”. Hugo war dann öfter bei mir im Kurs, eigentlich unauffällig, aufgefallen sind nur sein lebensfroher Humor & seine sehr sicher und farbenfroh gemalten Werkstücke. Kreative, die von sich aus kraftvoll & selbstbewusst agieren, soll man dies in Ruhe gewähren lassen und nicht unterbrechen, ist meine Devise: das ergibt die besten Resultate.

 Eines Tages sah ich zuhause bei meinem Vater – ein leidenschaftlicher Sammler & auch Philatelist –  auf dem Schreibtisch die Zeitschrift „Die Briefmarke” liegen, aufgeschlagen ein Bericht mit einem Porträtphoto des „österreichischen Briefmarkenkünstlers Adolf Tuma“. Erfreut über dieses Wiedersehen rief ich meinem überraschten Vater zu: „Das ist ja der Hugo! – Ein guter Maler!” So erfuhr ich sozusagen nebenbei, dass sich Hugo auch schon durch Ausstellungen im In- und Ausland, vom Postmuseum in Vaduz bis zum Egon-Schiele-Museum in Tulln, nicht nur mit seinen philatelistisch geprägten Arbeiten profiliert hatte und er in Haslau an der Donau in benachbarter Nähe der Ausgrabungsstätte der alten Hauptstadt Carnuntum der römischen Provinz Pannonia wohnt.

 Haslau liegt auf der rechten hochragenden Seite des Donauufers, ein erhöhter Standort, der den schweifenden Augen des Besuchers einen Blick über das Marchfeld bis nach Wien hin gewährt. Darunter beginnt sich die Vegetation der Donauauen auszuweiten, die eine einzigartige Flora und Fauna beherbergt und welche einen großen Stellenwert in Weltsicht und Werk des Malers Adolf Tuma hat.

 

 Bevor man sein Haus betritt, durchschreitet man einen kleinen Garten, in dem man als Florist sofort sieht, dass da ein Pflanzenliebhaber am Werk ist: Wo steigt man schon über das jetzt im Frühjahr hochschießende Kraut des papaver orientalis, des türkischen Mohns?

 Er hat beim Bau des Hauses liebevoll bei vielem selber Hand angelegt: von den Verfliesungen auf den Böden, den Wänden, ja sogar um die Fenster draußen bis hin zu Stützskulpturen des Waschbeckens im Bad & Spiegelmosaik am Kasten. Der Duft von Tandoori Masala durchzieht das Haus, er hat meine Familie zu einem Indischen Huhn geladen. Alle Sinne werden aktiviert.

 Seine experimentell-spontanen Malereien, deren mancher Entstehungs-geschichte ich aus den Kursen  auf Zakynthos kenne, hängen in den Wohnräumen, eingefasst von Pflanzenstillleben in Tontöpfen, offenbare Gleichberechtigung der Natur & künstlerischem Werk, im Gang Drucke von den österreichischen Künstlerkollegen Hodina & Pilcz, zum Atelier führt er mich über die Kellerstiege hinunter, wo er Arbeiten seinem großen Fundus vor mir ausbreitet. Auch auf den türkischen Mohn, diesmal in seiner erblühten Pracht gemalt, treffe ich hier wieder.

 Adolf Tuma hat seine Lehre als Lithograf in der Briefmarkenabteilung der Österreichischen Staatsdruckerei gemacht und arbeitet noch heute dort im Wertzeichenatelier. Seine Auftraggeber waren aber auch schon die Post Liechtensteins, Luxemburgs, Kuwaits und San Marinos, der Tierpark Schönbrunn & der Nationalpark Donauauen bis hin zur Österreichischen Nationalbank. – Seine Hände haben die Portraits von Rosa Mayreder und Karl Landsteiner der letzten Schilling–Fünfhunderter und -Tausender-Scheine gezeichnet. Und bisher sind über 100 Briefmarken mit Adolf Tumas Ideen bestückt. „Da stecken viele Arbeitsstunden in so einer Marke drin.” Ganz stolz ist er auf die Marke 60 Jahre Befreiung KZ Mauthausen:

 “Vom Entwurf bis hin zur Stichradierung alles selber gemacht, das ist nicht so selbstverständlich, dass man das darf”, sagt er. Auch auf die Marke Nationalpark Donauen verweist er. Da durfte er einen besonderen Kippeffekt mit Iriodin einsetzen.- Und er konnte sich wohl in seiner geliebten Heimat künstlerisch frei bewegen, denke ich, es wird wohl nicht immer so einfach sein, den Wünschen der Auftraggeber gerecht zu werden. Aber wenn man Aufträge wie 250 Jahre Tiergarten Schönbrunn bekommt, stimmt wohl die Qualität, vor allem, wenn dann auch noch die Österreichische Post mit dem chinesischen Tourismuspreis ausgezeichnet wird. Preise hat auch er selbst schon einige bekommen für seine Marken, die Golmedaille für die Marke WIPA 2000 zum Beispiel –„Most unique and innovative Issue”, Washington DC, dann den ersten Preis für die Yehudi Menuhin Trophy 2006 for Music Philately und die Goldmedaille für den Briefmarkenblock „Katholikentag” bei der 11. Government Postage Stamp Printer´s Conference in Shanghai. 2004 wurde ihm auch das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

 Beim kulinarischen Genuss des Tandoori-Huhnes mit Avokado-Salat erwähnt Hugo, dass er mir einmal den „Aukönig” zeigen will. „Eine riesige Schwarzpappel mit einem Stammumfang, für den man 6 Menschen braucht, ihn zu umfassen”, sagt Hugo. „Ein Energiebaum”. Auf vielen seiner Bilder ist der Baum ein zentrales Thema. Dabei blitzen seine Augen & ich freu mich jetzt schon auf den Anblick – und den Energieschub.

 nächste Ausstellung/next exhibition:

23. August 2008

WEIN-STEIN-BEIN im Winzerhof Hannes Steurer in Haslau im Rahmen der Carnuntum Experience

more about A. Tuma & his environment:  kingfisher´s & beaver´s land