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Category Archives: stamps

Willy Puchner mit Kommilitonin Elke Mischling, Mitte der 70er Jahre in Selbstinszenierung für eine fotografische Übung an der “Graphischen” in Wien

Heute im aktuellen „Selbstportrait“ zeigt sich der Österreichische Künstler, Fotograf, Zeichner und Autor Willy Puchner ganz anders – mit Linse vor Augen, im Spiegel eines der Scheiben eines Reisevehikels, von Gesichtern umgeben: In Addis Abeba fotografierte er Oktober und November letzten Jahres eine ganze Serie von Menschenbildnissen,  Individuen eines Volkes, die sich über eine Reihe von 250 Portraitphotos zu Gesichtslandschaften Äthiopiens formieren. Keine sogenannten Sehenswürdigkeiten bildet er ab, “denn die Kultur des Alltags ist ein anderer Zugang zur Kultur überhaupt, ich brauch nicht die sogenannte Hochkultur”.

„Es läuft sich nicht gut in den Straßen von Addis Abeba. Die Mischung aus Höhenluft, Feinstaub und Abgasen raubt dem Spaziergänger, zumal dem Fremden, den Atem. Und doch flaniere ich leidenschaftlich gern durch die Stadt…“

„Indem man noch die nebensächlichsten Orte und Augenblicke festhält, verwandelt man sie in Monumente der Muße: Das Foto soll und wird auf ewig bezeugen, dass man Muße gehabt hat – und überdies die Muße, sie ins Bild zu bannen. Muße in Afrika. Muße auf dem Eiffelturm. Muße an finnischen Seen.“

Das Reisen, die Reise an sich war und ist ein zentrales Thema Willy Puchners künstlerischer Arbeit, auch wenn er heute seine Reisen vermehrt virtuell zuhause auf dem Papier unternimmt. “Wo immer ich hinfahre, trage ich eine g­­eräumige Bühne in mir. In dieser bin ich aufgewachsen, immer wieder verreist, manchmal auch verloren. Manchmal nenne ich diese Bühne meine kleine Welt, sie ist voll faszinierender Farben, Schattierungen und Kolorierungen, enthält Texte, Filme und jede Art von Bildern. Zu Hause versuche ich die Dinge zu ordnen, ich mache mir eine Notiz, entwerfe ein Bild, versetze mich noch einmal in die Reise, beginne zu phantasieren. In meiner Erinnerung sind es weniger die Gerüche oder Geräusche, die ich einem Ort zuordne, es sind die Bilder, und es ist die Sprache.” , schreibt Willy Puchner im Vorwort seines neuesten Buches “Die Welt der Farben”, ursprünglich Einzelblätter als Periodikum “Farbenlehre” in der FAZ abgedruckt und jetzt zusammengefasst als Buch im Residenz Verlag erschienen. Erst vor kurzem bekam er dafür den “Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2012” überreicht.

Wer kennt sie, diese Sprachen: Edo, Komi, Sango, Aseri, Kiribati? Willy Puchner coloriert oft unbekannte Sprachen auf der Palette und erweitert damit sein himmlisches Firmament assoziativ mit narrativer Kunst. Auf diesem Blatt setzt er  auch elektronische Bildbearbeitung ein, der große Vogelschatten besteht aus 2200 Einzelvögel. Zuallererst suche er die Schönheit zeichnerisch im Detail, der Computer biete ihm dann die einzigartige Plattform auf dreißig, vierzig oder gar fünfzig Ebenen diese Schönheiten neu zu formieren. – “Bilder um Milimeter zu verschieben, das ist nicht möglich, wenn ich zeichne.”  Er ist ein akribischer Arbeiter, der andrerseits doch alles gern nach wie vor händisch herstellt. Erst vor kurzem hielt ich ein kleines seidenes Kuvert, das er einem gemeinsamen Freund geschickt hatte, in den Händen: sorgfältig genäht, mit einem Knopf  & einer kleinen Lasche als Verschluß versehen, alleine schon liebevolle Botschaft, ohne den Inhalt gesehen zu haben.

Seine Farbenpalette hat der leidenschaftlich Reisende in seinem Buch auch an Städten verankert: Wien, Frankfurt, Venedig, Paris, Lissabon… – nach einem Hamburgbesuch sah ich zuhause seine  Hamburgseite in der FAZ abgedruckt, das sprichwörtliche “illustrierte Fernweh” packte und versetzte mich augenblicklich zurück in die Atmosphäre der Hafenstadt. Mit seinem letzten Blatt ist Willy Puchner bereits mit Sternen wie Antares, Kapella, Deneb und Morzin im Farbkasten des Universums angelangt. “Beim Illustrierten Fernweh war es noch die Reise an sich, jetzt sitze ich vor Ort und zeichne. Ich bin, so gesehen, bei dieser Arbeit schon zu Hause angekommen.” (Puchner im Interview mit Silke Rabus)

Willy Puchner schreibt und zeichnet nicht nur für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, unter anderem auch seit 1989 für die Wiener Zeitung, in der er sonntäglich in der Beilage extra einen Künstler dem Leser vorstellt – wohl auch mit ein Anlaß, ihm 2011 den Award Kunstmediator  der Österreichischen Interessensgemeinschaft Galerien für zeitgenössische Kunst zu verleihen.

Joe & Sally, die beiden Pinguine, mit denen Willy Puchner über den ganzen Erdball reiste, um das Paar vor den vom Massentourismus zu Tode geknipsten Sehenswürdigkeiten dieser Welt zu fotografieren, die Protagonisten des Projekts “Die Sehnsucht der Pinguine”, mit dem er international bekannt wurde – hier auf einer Briefmarke aus der Hand des Zeichners portraitiert. 2004 erschien darüber ein Bildband mit 166 Fotos im Münchner Verlag Frederking & Thaler – jetzt hat er die beiden Polyester-Pinguine „in Pension geschickt“: „Im Grunde genommen haben mich damals Joe und Sally um die Welt gebracht und nicht ich habe sie um die Welt getragen. Heute mache ich eine ganz andere Art von Reise, als wenn ich am Bahnhof sitze. Wenn ich zum Beispiel am Anfang und am Ende des Monats sehe, was sich alles im Garten oder rund um das Haus verändert hat, empfinde ich das als eine unglaubliche Reise. Ich bewege mich dabei aber nicht.“

Neu erscheint demnächst ein Bilderbuch im Berliner Verlag Bloomsbury:

Ist dies das Ende der Reise oder erst ihr Anfang?

Ich habe so
insgeheime Geheimnisse,
die ich mir oft abends ausdenke.

Da liege ich im Bett
und überlege:
Wer bin ich eigentlich?

Wer bin…

René Desor fuer die editionDasLabor, Muehlheim an der Ruhr  –

Zeremonienmeister des Augenblicks

 kulturnotizen –  grenzüberschreitende artIQlationen

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WAS IST? – WOS ISST?

zur Ausstellung ANDREAS ROSENEDER & ADOLF TUMA mit kulinarischer Präsentation von BERNIE RIEDER zum Opening am 5. April 2012, 19.00 Uhr im Cafe EBINGER, Eisenstadt Ausstellungsdauer bis 30. April

 Künstler und Koch – beide müssen sich Lorbeeren oder Hauben schwer erarbeiten, um bestehen zu können: die Konkurrenz ist groß und mit der rasanten Verbreitung ihrer Arbeit durch die Medien wird ihr Werk immer schneller zum „dejá vu et dejá mangé“. Gustav Ebinger hat nach der Karriere auf der Medienleiter das Handtuch geschmissen, es mit dem Serviertuch getauscht und das alte „Schloßcafe“, das schon sein Urgroßvater zu Beginn des letzten Jahrhunderts führte, zum „Ebinger“ gemodelt. Mit Bernie Rieder hat er für die Küche – „gute Küche hat schon immer ein gutes Kaffeehaus ausgemacht“ – einen  Koch gefunden, der bereits mit 21 Jahren zum jüngsten Haubenkoch Österreichs gekürt wurde. In diesen wilden Jahren malte Rieder sogar nebenbei und kreirte mit dem Maler und leidenschaftlichen Koch Andreas Roseneder ein sechsgängiges Menü in der Küche für dessen Vernissagengäste –  und so nebenbei wurden die Wände bemalt… Parallelen ergaben sich auch danach, Andreas Roseneder gründete mit dem Bildhauer Rudolf Pinter „Der Turm“ im Flugsicherungsturm am Flugplatz Trausdorf zur Realisierung künstlerischer Aktivitäten, Bernie Rieder führte das Restaurant „Das Turm“ im obersten Geschoß eines der Twintowers in Wien / Favoriten zu einem Treffpunkt der Gourmets. Ein solcher Liebhaber feinen Essens wie Koch ist auch der Künstler Adolf Tuma.  Er hat seine Lehre als Lithograf in der Briefmarkenabteilung der Österreichischen Staatsdruckerei gemacht und arbeitet noch heute dort im Wertzeichenatelier. Seine Auftraggeber waren aber auch schon die Post Liechtensteins, Luxemburgs, Kuwaits und San Marinos, der Tierpark Schönbrunn & der Nationalpark Donauauen bis hin zur Österreichischen Nationalbank. – Seine Hände haben die Portraits von Rosa Mayreder und Karl Landsteiner der letzten Fünfhunderter- und Tausender-Schillingscheine gezeichnet. Und bisher sind über 100 Briefmarken mit Adolf Tumas Ideen bestückt. „Da stecken viele Arbeitsstunden in so einer Marke drin.” Erst kürzlich erhielt er zum zweiten Mal die „Yehudi Menuhin Trophy“ für die schönste Musikbriefmarke der Welt. Kennengelernt haben sich die Künstler Adolf „Hugo“ Tuma und Andreas Roseneder vor Jahren auf der Insel Zakynthos, wo Roseneder an der Sommerakademie Griechenland Acrylmalkurse leitet. Trotz unterschiedlicher künstlerischer Ambitionen und deren verschiedener technischer Umsetzung  entstand eine Freundschaft, die sie noch heute verbindet.

What’s up – What’s going on? What’s on the menu?

In good German WAS IST? – WOS ISST?

Exhibition ANDREAS ROSENEDER & ADOLF TUMA

with culinary presentation by BERNIE RIEDER at the

Opening on 5. April 2012, 19.00 hrs at Cafe EBINGER, Eisenstadt

Duration of exhibition until 30. July

 Artist and cook – both have to work hard for laurels or hoods, in order to exist: the competition is tough and with the rapid dissemination of their work through the media, their work mutates much more quickly to a “déjà vu et déjà mangé.” After a media career, Gustav Ebinger has thrown in the legendary towel, replaced it with a waiter cloth and was able to remodel the old “Schloßcafe”, which his great-grandfather already led at the beginning of last century, into the “Ebinger”. With Bernie Rieder he has for the kitchen – “good cooking has always made out a good café” – found a cook, who was already crowned at age 21 to become the youngest chef in Austria. In those wild years Rieder even painted casually and created together with the painter and passionate chef Andreas Roseneder a six-course meal in the kitchen for his vernissage guests – and besides the walls got painted. … more parallels followed, Andreas Roseneder founded together with the sculptor Rudolf Pinter “Der Turm” (tower) in the air traffic control tower at Trausdorf airport for the realization of artistic activities, Bernie Rieder led “Das Turm”-restaurant on the top floor of one of the Twin Towers in Vienna / Favoriten to a meeting place for gourmets. Such a lover of fine food just as well as cooking, is also the artist Adolf Tuma. He did his apprenticeship as a lithographer in the stamps department of the Austrian State Printshop and still works there in the stamps studio. His clients even included the postal administration of Liechtenstein, Luxembourg, Kuwait, San Marino, the Schönbrunn Zoo and the National Park Donau Auen as well as the Austrian National Bank. His hands have portrayed Rosa Mayreder and Karl Landsteiner on the last five-hundred- and thousand-schilling notes. And so far, more than 100 stamps show Adolf Tuma’s ideas. “So many working hours flow into such a stamp.” Just recently he was awarded for the second time the “Yehudi Menuhin Trophy” for best musical stamp in the world. The artists Adolf “Hugo” Tuma and Andreas Roseneder met years ago on the island of Zakynthos, where Roseneder heads at the Sommerakademie Griechenland, acrylic painting classes. Despite differences in their artistic ambitions and different technical implementation, a friendship developed that unites them until today.

Andreas Roseneder & Adolf Tuma – framed in best condition

seven more miniature paintings (acrylics & ink on stamp paper, 4,2 x 3,4 cm, 2009)  out of Adolf Tuma´s treasure-cascet

 more information about see blog post post . VALUE : [sign I ]

click the images to enlarge

more about artist Adolf Tuma: A.TUMA : Markenzeichen

Adolf Tuma   post . WERT :  [zeichen]

“Miniaturmalerei”  –  Tusche & Acryl auf Papier, 4,2 x 3,4 cm, 2009

click to enlarge

“…Es gibt Bilder für jede Börse; von Briefmarken zu 1 DM (ca 0,50 Euro, Anm.), die wahre Meisterwerke der Stechkunst sind (mit der Lupe zu betrachten) über die Postkarten, Reproduktionen in Büchern und Kalendern…
Friedensreich Hundertwasser, zitiert aus einem Brief an Leute, die ihn um das Geschenk eines Originalwerkes bitten

Im Jahr 1974 initiierte der Maler Friedensreich Hundertwasser eine „moderne Kunstserie“ auf Briefmarken bei der Österreichischen Post. Die Künstler sollten dabei unentgeltlich ohne Honorar dieses kleine Format bespielen. Der Lithograph Adolf „Hugo“ Tuma hat damals im Zuge dieses Projektes in der Österreichischen Staatsdruckerei gemeinsam mit dem Stecher Wolfgang Seidel unter Supervision durch den Künstler Hundertwasser selbst dessen Werke auf Briefmarkenformat gebracht: „Hundertwassers Gefühl für das Detail, für die Kleinheit des Formats und ist eigentlich unbeschreiblich – das ging damals so weit, dass er mit seinem Farbentausch bei den Probedrucken die Drucker an den Rande des Wahnsinns gebracht hat.“
Heute schwindet diese Wertschätzung in der allgemeinen Rezeption des „Kunstwerkes Briefmarke“: Kein Wunder, da bald alle Mitteilungen per SMS, Email, facebook & twitter versandt werden, die wenigen aufgegebenen Briefe durch Frankiermaschinen laufen und die letzten Marken per Computergraphik entworfen werden. – „Ein kultureller Verlust“, sagt Adolf Tuma, dessen Profession damit obsolet & sein Werk daher nicht nur im Format  zur Marginalie geschrumpft scheint. Dennoch hat er letztes Jahr für seine Sondermarke zum150-sten Geburtstag von Gustav Mahler die “Yehudi Menuhin Trophy” für die schönste Musikbriefmarke des Jahres erhalten.

Adolf Tuma:  Gustav Mahler – 150. Geburtstag

Professor Tuma spricht von „Ikonen“, wenn er die Arbeit an seinen Portraits anschneidet, von „Tiefe“, was die Auseinandersetzung mit dem Sujet betrifft: „Gustav Mahlers Haar habe ich farbig räumlich ausgeleuchtet – hat er doch als Direktor der Wiener Hofoper als Erneuerer der Bühnen- & Lichtregie gegolten!“. Es braucht ein halbes Jahr „Vorlaufzeit“ für solch ein „Kleinod“, wie er sein Werk nennt.

Anders geht der Maler Adolf Tuma in den Preziosen seiner „Miniaturmalerei“ vor. Als Bildträger verwendet er Perforationsmuster aus der Druckerei, die er direkt mit Pinsel & Farbe bemalt. –  „Kleinode“ – entstanden ohne Auftrag, Vorgabe und nachträglich geplanter Reproduktion – „Einfach von der Inspiration zur Abstraktion“, sagt Adolf Tuma, der zeitlebens als Lithograph & Briefmarkenstecher das kleine Format bis in den letzten Winkel erkundet hat & nun als Maler dieses wieder öffnet, um seinen eigenen Bilderwelten Raum zu schaffen.

mehr über Adolf Tuma siehe blogpost auf poesis & crisis:

A.TUMA : Markenzeichen

dieser post wurde von René Desor exclusiv geschrieben für den blog der Edition Das Labor – Verlag der Artisten:

Kulturnotizen. Grenzüberschreitende artIQlationen

an obviously abdicating king:

“le Roi de Pré est mort!, – vive le Roi de Pré!”

“der Aukönig ist tot!, – es lebe der Aukönig!”

“the Floodplane´s King is dead! – long live the Floodplane´s King!”

a yearning intention since years & now executed – our visit to the so-called “Aukönig” (“Floodplane´s King”), an old hybrid black poplar on the banks of river Danube –  together with my leader, friend & artist Adolf Tuma, who has prepared this year 2011 an animated iron sculpture of the tree myth Aukönig for an ordinary traffic island on the slip road from National Road into village Haslau, Lower Austria

Adolf Tuma: “it needs six people to embrace the trunk”

our judgement: the king is dying, looses leafage, branches & even bark

with the tree more than a century´s bark-carvings are going

but there´s young life beneath his trunk, up the roots:

an official  “natural monument”

a painting by Adolf Tuma: Biber in den Donauauen / Beavers in Danube´s Floodplane, 2007

the obvious model for:

Adolf “Hugo” Tuma with his artwork “monument” – or even “memorial”? – definitely no “tombstone”: “the golden drop in the middle is the symbol for a new seed of Floodplane´s King”, he tells. – a pity the sculpture rests at the contractor´s yard of the village Haslau next a garbage container: “the traffic island is prepared for installing but administrative channels seem choked up”. – “I am romanticist”, he had said on the way to the banks of river Danube. – I sympathize.

photographer Katja Ruge from Hamburg, Germany, shot a series of photos about the stunt paint performance distributed with oil colours on canvas at the motorcycle meet TRIUMPH TRIDAYS 2011 in Neukirchen/Newchurch, Salzburg by Austrian painter Andreas Roseneder, Scot Motorcycle Stunt World Champion Kevin Carmichael & German stunt rider Dirk Manderbach. – This was the last not jet finished picture of seven works for the Tridays Undercover Series Andreas Roseneder had created after painting the poster topic with brush & rimmed motorcycle tyres by hand – on a special mission for Tridays´ mastermind Uli Brée

on a rainy Friday last week the painting tyres met their by the artist several months just imagined machines & riders…

Andreas Roseneder  Tridays Undercover Cover, oil with brush & motorcycle tyres on canvas, 220 x 120 cm, 2010

first picture of the series Tridays Undercover Cover & sujet for the Tridays 2011 poster

painter Kevin Carmichael – his favourite film:  Gladiator

Dirk Manderbach, Markus Linder, Andreas Roseneder

Andreas Roseneder, Kevin Carmichael & Dirk Manderbach 

Rainy Tridays´ Traces  oil with brush & motorcycle tyres on canvas, 220 x120 cm, 2011

Andreas Roseneder  Tyre Wire  oil with brush & motorcycle tyre on canvas

220 x 120 cm, 2011   (click to enlarge)

last picture of the series Tridays Undercover Cover

© performance photos: Katja Ruge  (view here her last  photo sessions)

more photos about the stuntmen´s real work: Tridays stunt overcross paint I

the special stamp “200th Anniversary of the Birth of Franz Liszt”  (first day of issue 29.01.2011, artwork:  Silvia Moucka) ennobles with first-day-of-issue-postmark a special postcard edited by Austrian philatelists (initiated by Dr. Herbert Simon) – showing my watercoloured hommage to Henri Lehmann´s portrait of Franz Liszt painted in 1839

“This power to subjugate, to uplift, to carry & let fall an audience, is a power that is not be encountered to such a high degree in any other artist with the exeption of Paganini. However, what is most difficult is to speak about this art itself. It is no longer the playing of the piano in this or that manner, but rather the expression of an audacious character altogether whose fate it is to dominate, to prevail, instead of being the perilous tool of the peaceful in art” – Robert Schuman marveling about Franz Liszt

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DER KUMPF : GOTTFRIED KUMPF

ÖL264-Löffler über der Langen Lacke

Eben jetzt im Spätsommer steht die rote Sonne oft über dem dunstigen Horizont des Neusiedler Sees, dem ungarischen  fertö. Ganz so, als wäre sie aus einem Bild von Gottfried Kumpf geschnitten: Um den Maler, der nicht nur in pannonische Köpfe und Herzen rote Sonnen gemalt hat, zu treffen, muss ich mich in das Menschengewühl am Wiener Graben begeben. Mit der 1982 verstorbenen Malerin und Gobelinweberin Maria Plachky renovierte und bewohnte er im burgenländischen Breitenbrunn einen Streckhof aus dem 17. Jahrhundert, den er vor drei Jahren mit seiner zweiten Frau Guni Kumpf nach mehr als 40 Jahren zugunsten großstädtischen Lebens verließ.

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Der Kumpf in Wien
Er beginne jedoch nach wie vor frühmorgens um fünf zu zeichnen und malen, spannt er im bourgeoisen Lederfauteuil einen Bogen ins dörfliche Leben von einst, als der krähende Hahn ihn noch weckte. “Hier geht der Lärm draußen erst so um zehn los”, steckt er den mittäglichen Lärm des Trubels von draußen in seine Tasche – oder besser: den Kumpf.*
“Ja, Besucher haben mir immer einen Kumpf als Gastgeschenk mitgebracht”, antwortet Gottfried Kumpf auf meine Bemerkung, ich wüsste über die etymologische Herkunft seines Künstlernamens Bescheid, ebenso über seine Kumpf-Sammlung, die tradierte Sitte des Gastgeschenkes und mein Bedauern, dass ich nur ein neuzeitliches Plastikexemplar mein eigen nenne, das ich ihm nun nicht unbedingt überantworten wolle. – “Na ja, auch aus Plastik hab ich schon ein paar”, zieht er mich schmunzelnd aus der vermeintlichen Bredouille.

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Der Künstler im Zoo

Auch in der Stadt sind es Tiere, die seine Leidenschaft wecken: hat er doch in den letzten Jahren für den Wiener Tiergarten Schönbrunn mehrere bronzene Großskulpturen geschaffen. 1990 die erste Groß-Skulptur eines Nilpferdes in Bronze, im Jahre 2005 das 800 Kilogramm schwere Panzernashorn vor dem seinem Gehege bis zur großen Orang-Utan-Familie im Mai dieses Jahres vor dem ältesten Palmenhaus von Schönbrunn.

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Eine durch den ehemaligen Direktor Helmut Pechlaner schon 2006 initialisierte Revitalisierung der historischen Gebäude der Wiener Filmakademie – in denen zuvor auch der Österreichische Rundfunk in seinen Anfängen logiert hatte, schuf Platz für die ORANG.erie als human interaktives Kommunikationszentrum mit der Tierwelt. Das malende Orang-Utan-Weibchen Nonja hätte ihn dort fasziniert – aber Nonja wurde leider immer wieder von ihrem Gatten Vladimir verhindert, ihre Kreativität auszuleben, indem er ihre Werke auf Zeichenpapier zerknüllte oder anfangs gleich die Malstifte zerbiss. Eifersucht auf künstlerischen Erfolg mache sich halt auch im Tierreich breit. Doch auch das soziale Leben der Tiere interessiere ihn, er erzählt mir von Schulklassen kleiner Räuber aus dem Tierreich mit Lernaufgaben: “In der ersten Klasse geht’s darum, eine Heuschrecke fein säuberlich fürs Fressen zu zerlegen, in der zweiten schon darum, einem Skorpion vorsichtig Stachel und Giftkammern zu entfernen, um ihn genießbar zu machen.”

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Das Kind, Das Idolon und Der Asoziale
Gottfried Kumpf faszinieren aber auch Menschenkinder und ihr ursprünglicher Zugang zum Kunstwerk. “Sie klettern auf meinen bronzenen Elefanten vor dem Naturhistorischen Museum, seine Stoßzähne sind schon ganz blank poliert davon!” Gemeinsam mit dem Kinderbuchautor Thomas Brezina hat er viele Kinderbücher illustriert, in denen seine Tiere und Fabelwesen die Hauptdarsteller sind.
Ich will mehr über das Idolon wissen, dem Gottfried Kumpf auf seiner Website eine eigene Seite widmet: jene kauernde Figur, die in fast jedem seiner Bilder Platz findet und die von seinen Liebhabern auf den Namen “Der Asoziale” getauft wurde: Ein Synonym für die Ausgesetztheit des Privaten, des Fremden unter seinesgleichen. Der österreichische Autor Alfred Komarek hat 2001 mit fast schon familiärer Vertrautheit die Bildwelt von Gottfried Kumpf ins erzählerische Wort transferiert: “Wie er hinter die Welt und neben die Zeit rollte” endet seine literarische Umrundung des Kumpfschen Universums im gemeinsamen Buch “Der Asoziale”.

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Zwischen den Welten
Gottfried Kumpf selber sagt, er hätte diese Figur erstmals einfach auf einen ungewollt freien Platz in eines seiner Bilder gesetzt – den “Wanderer am Rande der Welt”, “den Gast aus der Taverne”, das aristotelische “zoon politikon”, wie er es philosophisch nennt . Und da sei sie geblieben, auf diesem freien Platz und dort solle sie auch weiterhin Innenschau betreiben können ohne Platzkampf.
Der Kumpf wird nächstes Jahr seinen achtzigsten Geburtstag feiern. Aber das eigene Alter selber scheint kein Thema für ihn zu sein. Geburtstage habe er nie gefeiert. Denn anscheinend feiert er ja täglich das Kind in ihm selber. – und wird dabei seinem und anderen kindlichen wie auch erwachsenen Gemütern gerecht.

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“Bella“, ein Hundegeschöpf mit der fast maskenhaft aufgesetzten Physiognomie des Asozialen, gehauen in groben Sandstein und hockend auf einem Podest, verabschiedet mich aus der Galerieflucht in das Stiegenhaus. “Eine ältere Skulptur.” : für mich augenblicklich die Quintessenz seines Oeuvres, das er alle zwei Monate mit neuen Kleinplastiken erweitert, die er in der italienischen Gießerei Venturi Arti in Bologna fertigen  und über die Galerie Dorotheum Wien in alle Welt vertreiben läßt.

Wieder von der Menschenmenge am Graben anonym aufgenommen quert plötzlich eilig Thomas Brezina meine Spur. Ich trage sein von Gottfried Kumpf bebildertes & mir  kurz zuvor für meinen Sohn Jan überreichtes Kinderbuch “Dicke Freunde – Ich mag Dich, auch wenn Du anders bist als ich” bei mir. – Menschenskinder, auch in der Großstadt kann man im Dorfe leben!

*  Ein Kumpf von germanisch *kump- oder *kumb- (= (Maß)-Gefäß) bezeichnet verschiedene alt- und mittelhochdeutsche Hohlmaße sowie das (teilweise mit Wasser gefüllte) Behältnis zum Mitführen des Wetzsteins (siehe Kumpf (Köcher). Ein Kumpf im ersten Sinne entsprach regional unterschiedlich zwischen 6,8 und 10 Liter. Abgeleitet ist die bereits im 15. Jahrhundert bekannte Bedeutung aus Brunnentrog oder Kump auf dem Marktplatz.

links.: www.kumpf.at
www.dorotheum.at
Buchtipp:

Kumpf-Buch

Gottfried Kumpf
Maler und Bildhauer
Ein reich bebilderter Führer durch das Werk, mit Texten von Dichtern aus Ost und West und ausführlicher biografischer Dokumentation
Idee und Gestaltung: Guni Kumpf
2008 Almathea Signum Verlag
ISBN 978-3-85002-661-1

René Desor für PANNOrama

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“the carpet itself is an artwork of dialog & communication”,  said Omar Besim, managing director of Vienna´s most famous carpet-store. “naturverbunden / close to nature” is the title of Austrian artist Adof Tuma´s exhibition in the oriental environment of the carpet house Adil Besim on the Graben in the center of Vienna where art & connoisseurs met: & even hares followed the proclaimed dialog between knoted & painted art:

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link to one of A. Tuma´s recently designed stamps – Hundertwasser´s 80th birthday –  here

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atmosphere of a Viennese bazar: the artist refers about & sets his signature for some stamp-collector´s édition de luxe

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host Omar Besim & –

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artist Thomas Zinnbauer (Das Immerland)  opened the exhibition last thursday

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more than 300 people followed the invitation & participated the dialog

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greetings from Sommerakademie Griechenland / Ionian island Zante / Zakynthos: a lot of artists (above master Axl Litschke in speach), participants of their courses & Dr. Wolfgang Löhnert himself, head of the organization,  honoured Hugos art in oriental surroundings.

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take a look at a video by Elisabeth Höbartner: Andreas Roseneder painting with Axl Litschke in performance on Zante 2005 here: Letzte Malzeit

more about the exhibiting artist see post: A.TUMA – Markenzeichen

attention: the exhibition “naturverbunden” runs just until January 31st 2009!

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Adolf Tuma                                                    Peter Kogler

by the way a question: why do Austrian artists adore the ant as model?

dear reader, last attention, please: the Peter Kogler – show  in the MUMOK Vienna ends on 1st of February 2009 – hurry up!

some photos concerning the KunstHausWien & it´s surrounding in Vienna.

on november 19th this year there will be opened an exhibition under the title Der unbekannte Hundertwasser – The unknown Hundertwasser in memory of  the Austrian painter Friedensreich Hundertwasser´s  80th birthday. – an article about for the magazine PANNOrama:

„Der unbekannte Hundertwasser” ist ab November im KunstHausWien zu entdecken, in der Öffentlichkeit kaum gezeigte Werke eines seit Jahrzehnten doch sehr publikumswirksamen Künstler-Oevres. Bei meinem Besuch vor einigen Tagen läuft noch „JEAN TINGUELY – Eine Retrospektive”, die ans Jahr 1991 zurückerinnert, als auf Friedensreich Hundertwassers Wunsch hin das Haus mit den „Nachtschattengewächsen” des Schweizer Allrounders Tinguely eröffnet wurde. Abgesehen von dem allseits bekannten Hundertwasserhaus in der Löwengasse begegnet mir auf dem Weg hin zum Museum selber in der Oberen & Unteren Weißgärberstraße & der Weißgerber Lände der von den Wienern in der Öffentlichkeit bereits „gelebte” Hundertwasser.

Freundliche Bewohner im freundlichen Haus

Als ich die im KunstHausWien ständig präsente Hundertwasser-Ausstellung und auch die aktuelle Wechselausstellung durchschreite & nach einer Frage an einen offensichtlich volontierenden Studenten an eine Mitarbeiterin mit großem Schild „Petra” an der linken Brust verwiesen werde, stellt sich diese als versierte Hundertwasser-Kennerin heraus. – und nicht nur das, sie bewundert und verteidigt den Meister, nachdem ich so heikle Themen wie Autoschilder & Müllverbrennungsanlage anschneide. „Die Wiener können ja Hundertwasser die extrem wirksamen Filter in der Fernwärmegewinnung verdanken”, die eben Hundertwasser dem damaligen Bürgermeister Zilk als Gegenzug für seine Gestaltung auferlegt hätte. „Seine internationalen Recherche-Unterlagen von damals in Sachen Filter sind heute noch einsehbar”. „Na ja, und das mit den Autonummern war halt so ein interessanter Test mit der Reflexion der individuellen und nationalen Identität”, verweist sie auf eine aufklärende Foto-Dokumentation an der Wand über nächtliche Reflektionsversuche an verschiedenen Autonummerntafeln. Bei meiner durch die Schilderungen eines betroffenen Freundes zugegeben etwas überspitzten Kritik an der mangelnden Rollstuhl-Geeignetheit der unebenen Böden im Haus weist sie gleich auf Stammbesucher hin, die sie „bewundere, wie sie diese Schwierigkeit mit Leichtigkeit meistern” & wie „wunderbar es wäre, den Kontakt mit den Füßen am Boden zu spüren.” Sie laufe täglich 9 km auf & ab im Haus & verspüre trotz Arthritis weniger Belastung als nach 2 km auf bloßem Asphalt. Hier lebt der Geist Hundertwassers.

„Ich glaube, dass Malerei eine religiöse Beschäftigung ist.”

oder „Die Farbe ist heilig” und „Meine Studenten sollen Paradiesvögel sein”, das sind Hundertwasser´sche Aphorismen, die an den Wänden des Foyers seiner Meisterklasse in einer schwarz verglasten Rahmenreihe aufgehängt wurden unter dem Titel „Richtlinien für die Meisterklasse Hundertwasser”, als ich selber 1981 als Student der Malerei an der Wiener Akademie der Bildenden Künste in der „Turmklasse” von Maler Anton Lehmden werkte und Friedensreich Hundertwasser gemeinsam mit Arnulf Rainer an die Akademie berufen wurde. Obschon als „Postexpressionist” oder „Neuer Wilder” Etikettierter ein glühender „Rainerianer”, dem die Farbe mehr als Wurfgeschoß denn Heiligtum galt, schienen mir beide als bekennende Anti-Akademiker suspekt in der Annahme dieses die Jahre zuvor von ihnen öffentlich gebrandmarktem Posten. „Die soziale Plastik” von Joseph Beuys war für mich die einzig mögliche Diktion von Akademie. Aber schon damals wurde mir klar, dass auch scheinbar kompromisslose Künstler vor den Kompromisszwängen des Lebens nicht gefeit sind und jeglicher Idealismus an sich ein artifizielles Gespinst sei, das der Gesellschaft hinterherhinkt, weil die Künstler oft im selbst geschaffenen Vakuum agieren. – Aber endlich tat sich etwas in dem verstaubt ehrenwerten Gebäude, riesige exotische Pflanzen wurden angekarrt, die Hundertwasser-Klasse in ein Gewächshaus verwandelt, das berühmte Humus-Klo installiert & sogar von einem gesonderten Eingang zur Klasse im Erdgeschoß von der Straße her war die Rede! Als ich dann jedoch nach einiger Zeit mit Studenten aus seiner Klasse über ihr Befinden ebendort sprach, erschienen mir die Sprüche an den Wänden wie Pamphlete gegen die knöcherne akademische Realität, zumal als ich vernahm, dass der Meister aus seinem neuseeländischem Domizil nur per Tonband mit ihnen kommunizierte & bloß zur den Studenten lebensnotwendigen Testur-Signatur des Meisters an der Akademie weilte.

„Eben Hundertwasser”

Auf dem weiten Feld der Kunst sind die Grenzen zwischen Visionären, Schamanen  und Mahnern, Missionaren und Scharlatanen so eng beieinander, dass die Wegweisung einzelner Herausragender für den selbst Kreativen schwierig zu beurteilen ist: auch viele Religionen und Sekten verbreiten dem Glaubenden in bestem Glauben die tradierte dualistische Lehre von Himmel und Hölle als Heil ohne Gewähr. „Ein Wissender. Ein Träumer. Ein Realisierer von Utopien. Ein Romantiker. Ein Poet des inneren Auges. Eben Hundertwasser” beendet Joram Harel einen Nachruf. Als Förderer und Bewahrer gemeinsam mit der Hundertwasser Stiftung um sein Werk wie in dieser geplanten Ausstellung noch heute bemüht. Dessen Freundschaft mit dem Künstler hatte bereits zehn Jahre vor dessen Professur begonnen, als das Hundertwasser-Auge in der telegenen Sendung „Wünsch-Dir-Was” die Sicht vieler Zuseher in ein farbenfrohes Universum öffnete. Das Postulat des Fensterrechts mit dem Aufruf zur Beschreibung durch die eigene Armführung eines Pinsels zwecks farbiger Gestaltung rund um eine öffentlich sichtbare Maueröffnung verankerte damit Friedensreich Hundertwasser im allseits plakativen Kunstverständnis der meisten Österreicher für immer. Ich kann das Schwarz-Weiß-Bild dieser Demonstration im Fernseher meiner Eltern noch heute vor meiner Retina erstehen lassen wie die Geburt der emotionalen Farbsuche durch mein eigenes Auge.

Hundertwasser war Kosmopolit, ohne festen Wohnsitz mit seinem Schiff Regentag nach Venedig, von dort in sein französisches Bauernhaus La Picaudière, dann auf seine Länderein in Neuseeland, wo er unter einem Tulpenbaum auch begraben liegt. Die Ausstellung wird sich der Dokumentation der Hundertwasser´schen Verwandlung seiner Umgebung in verschiedenen Ländern widmen wie auch unbekannten Jugendwerken und Entwürfen aus seiner Hand, die teilweise nie verwirklicht wurden. Und wer hätte jemals gedacht, dass 1996 Henry Maske vor dem Boxkampf gegen John Scully in Leipzig einen Mantel nach Entwürfen des Meisters trug? – Die Ausstellung wird sicherlich einige neue Facetten des Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser aufblättern.

KunstHausWien

Untere Weißgerberstraße 13 A-1030 Wien,   Ausstellungsdauer: 20.November 2008 – 15. März 2009, täglich 10.00 – 19.00 Uhr  www.kunsthauswien.at

zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, München

erhältlich im KunstHausWien MuseumShop

– & Hundertwasser´s obvious influence in the surrounding streets, Obere & Untere Weißgärberstrasse & Weißgärber Lände…

plants & flowers outside the Urania Hotel…

creativity of the pupils of a Viennese primary school (& their teachers too) on the walls of a municipial gas pressure regulator building…

a signboard on a souvenir shop round the corner: Toilet of Modern Art Vienna…

driving home an advertising hint: the painters bring colour to your life…

see also the additional article The Yet Unknown Hundertwasser