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Category Archives: Ton

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Andreas Roseneder    in  Jeffrey Swann´s world aquabrique & vinyl on canvas 2009

hommage aux Années de Pèlerinage de Franz Liszt

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Andreas Roseneder   masterbatch with stringbrained silhouette of Joseph Haydn  (after Hieronimus Löschenkohl 1790) vinyl on polyethylen 2009

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first photos from a tent camp inhabited by European sculptors in the park next Esterházy Palace at Eisenstadt, working with wood on the theme  “Joseph Haydn & his works” from May 18th – 25th 2009, exhibition May 26th,  more info: here

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Harry Raab & Rudolf Pinter

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Jean-Paul Falcioni

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Rudolf Pinter

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Andres Klimbacher

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Daniel Bucur

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Pavel Spelda

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at yesterday´s opening of the exhibition Robert Zeppel-Sperl …  Bilder erzählen Geschichten  … pictures tell stories  … at Infeld-House of Culture in Halbturn, Austria: in consideration Peter was not absent but present as ever (he unexpected died on April 16th 2009), let´s Zeppel´s pictorial language speak & rule, just one sentence added – I received inspired by his work :

WE ALL COULD LIVE OUR INBORN ART EASILY

IF THERE WAS NOT THIS SUBJUNCTIVE MOOD

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scene: Robert Zeppel-Sperl, Die Schlacht/the battle, 1972, tempera on canvas (six parts)

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performance: 4Xang-UFF (Klaus Kofler, Nino Holm, Wilfried Scheutz, Heinz Jiras)

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Robert Zeppel-Sperl, Die Schlacht/the battle, 1972, tempera on canvas (six parts), private collection.  details:

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Peter´s  wife Zdenka Infeld endeavours to continue his planned program of performances, exhibitions & presenting art: hats off to such a woman!

more about Peter Infeld  & his House of Culture see my post I wrote after my last talk with him & Zdenka in March: at the end of a rainbow & the recent opening May 16th 2009 a post  by artstage: Peter Infelds Spuren

Robert Zeppel-Sperl
“… Bilder erzählen Geschichten”
16.5.2009 – 5.7.2009

A-7131 HALBTURN / BURGENLAND
PARKSTR. 13 TEL 02172/20123

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Lithunian band ILGI at posthof Linz, Austria

video:  dej eglite lec eglite

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a bonfire of visual & acoustic impressions sent out by historical & contemporary art evoked my senses this Wednesday´s opening of the multimedia exhibition “HAYDN EXPLOSIV – an European career at the princely court Esterházy” in the historical rooms of Esterházy Palace at Eisenstadt –  Austrian composer Joseph Haydn´s central domain of creativity & performance

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General Director Dr Stefan Ottrubay, head of the Esterházy Cultural Managemant, Art Director Dr Alfred Weidinger & curator  Herbert Lachmayer at the press preview

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a colourful carpet designed by Roy Lichtenstein welcomes to enter & follow the line of pursuance

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an historical portrait of Nikolaus I Esterházy –  named by contemporarians a “lover of splendour”  was  a passionate patron of art, nowadays surrounded  in honour by two goldened columns – see about the preparations my previous post here:  spick & span

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Sala terrena

genius (cit. Alfred Weidinger), cultural philosopher &  curator Herbert Lachmayer leads with enthusiasm, knowledge & wit through the rooms of the exhibition

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Sala Europa

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projected notations, staff lines, architectural plans, cockroaches, bursting & burning architecture on the ceiling of Sala Europa – moving hands & strings on the carpet & framed glass below

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Herbert Lachmayer refers about the sculpture Paukenschlag by Franz West & Welcome to Chaos by Gelitin – btw – I have the stirring imagination of Francis Bacon

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Pipilotti Rist´s video-installation Selbstlos im Lavabad , set into Lichtenstein´s carpet

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Margit Nobis´erotic tapestry

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Otto Zitko´s lined ceiling

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Haus der Laune / house of humor / maison burlesque

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Joseph Haydn, Herbert Lachmayer & Stefan Ottrubay

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the official opening at the Haydn Sall accompanied by the musicians of the Apollon Musagète Quartett, Vienna, music by Joseph Haydn & Karol Szymanowski

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” province is not a place but a state of mind”  (Lachmayer)

by the way  –  maskaron – that´s the name of the new café in the court of the Esterházy Palace, so called after the masks on the walls up there. you may have a look on them :  HERE.  – I have painted them all in vinyl-technique last months.

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view through a glass-construction  (set by architects Pichler & Traupmann on top of architect Johann Henrici´s ancient building  & nowadays office of the Esterházy Cultural Foundation) towards Esterházy Palace at Eisenstadt

reporting my private investigations for the missing 20th mask (new & not initiated visitors may scroll my painted mask- series here for insight) I became witness of the preparations to golden parts of  Esterházy Palace at Eisenstadt for the start of the celebrations in 2009 of  the 200th  reiteration of the  year of  musician & composer Joseph Haydn´s death on his day of birth  –  31st of March

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Haydn explosivHaydn Explozív Haydn Explosive!

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THE MISSED 20th  MASK !

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who dares to think pink?

see:  ORFburgenland

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links for  information about Federal State´s project concerning Haydn2009 :

Phänomen HaydnHaydn, a fenoménHaydn Phenomenon

HEINZ EBNER – MIDI

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Der Güssinger Künstler Heinz Ebner sitzt in seinem Arbeitsraum im sechsten Wiener Gemeindebezirk bezeichnenderweise am Computertisch, direkt an der Schnittstelle meines Interesses: Wie agiert ein aktuell engagierter bildender Künstler am Puls der Zeit mit all seinen Sinnen am vernetzten Mischpult? –

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Im Infeld-Haus der Kultur in Halbturn hatte ich Wochen zuvor erstmals Tafelbilder von ihm gesehen, bedruckt malerisch mehrschichtig in verschiedenen Techniken aufgebaut, begleitet von ausgestellten Glasobjekten. Sowohl Tafelbild wie „Scherben“ erschienen mir technisch perfekt produziert und inszeniert. Jetzt, am Computer, hält er mir ein Kabelende entgegen und spricht aus, als wäre es die Schlüsselstelle der Erkenntnis:

MIDI = Musical Instrument Digital Interface: Diese Kabelverbindung zwischen Computer und Bild – Projektor wäre 1992 für die Präsentation seiner „synästhetischen Interpretationen“ zur Musik von Franz Liszt, Alexander Scrjabin und Karl-Heinz Stockhausen wichtig gewesen. Heinz Ebner hat sich ab diesem Jahr gemeinsam mit dem Grazer Pianisten Norbert Frühwirth im Grenzbereich zwischen Musik und Bildender Kunst bewegt, der so genannten Synästhesie. Leider wären damals die Entwicklungskosten der Technik zu teuer gewesen, heute hätte man natürlich dies alles in perfekter Ausführung parat. Als vornehmlich intellektuell und visuell orientiertem Menschen hilft mir jetzt Friedrich Nietzsches´ Geist zumindest in philosophischem Sinnen über die Kunst der Musik:

„Die Musik vereint alle Eigenschaften in sich, sie kann erheben, sie kann tändeln, sie kann uns aufheitern, ja sie vermag mit ihren sanften, wehmütigen Tönen das roheste Gemüt zu brechen.“

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Dem bildenden Künstler gelingt dies mit seinem Werk nicht so leicht. Er agiert mit Stofflichem, das umgewandelt werden mag, um ergreifend zu wirken, aber die Sinne werden nicht so direkt getroffen wie durch den Ton. Eine Annäherung zur Musik erfährt der klassisch ausgebildete Maler über eben jene Schnittstellen der Technik wie MIDI, wodurch die Musik und die Malerei in ihrer Reproduktion und Wiedergabe sich nähern können. Heinz Ebner hat über Professor Anton Lehmden an der Akademie der Bildenden Künste in Wien die Lehre der Malschule des Wiener Phantastischen Realismus erfahren. Diese Schule wirkt auch bei RollOver nach, ein anderes Schlagwort als Schlüssel zu Heinz Ebners Werk, einem Bilderzyklus in Acrylmischtechniken über die Skizzen klassischer Maler wie Michelangelo, Raffael, Rubens und andere gelegt. Ebner sieht in den modernen Apparaturen Computer, Fotoapparat, Scanner und Plotter sein „Skizzenwerkzeug“, mit dem er die klassischen Meisterskizzen nachzeichnet, technisch auf Leinwand plottet, dann malerisch überarbeitet und damit „neue“ Ansichten und Interpretationen für den Betrachter kreiert:

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Zudem schafft er in seinen Bildräumen neue Seh-Welten mit Hilfe von Malflächen, die er verschieden gestaffelt und verschoben ins traditionelle Tafelbild integriert wie Scheiben, die durch verschiedene Lichtbrechung neue Räume schaffen. Von Raum zu Bild zu Bild im Raum. Dabei erscheint das Bildnis, das Portrait immer wieder vordergründig zugegen und das Pixel, die kleinste Einheit des digitalen Rasters eines Bildes, aus seiner minimalen Quadratur umgekehrt vergrößernd auf die Raumeinteilung im traditionell rechteckigen Bild.

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Da er schon seit 1987 mit dem Werkstoff Glas arbeitet, scheint mir diese Vision nicht von ungefähr zu kommen. – Seit 2003 hat er durch Fusing, eine Schmelztechnik, die ihm erlaubt, verschieden eingefärbte und bezeichnete Glasplatten mit einander zu verschmelzen zu einem Ganzen, einen Bildträger gefunden, der ihm diese Vision perfekt inszenieren lässt. Die Zeichnung und der Pinselstrich sind in diesen Arbeiten ebenso stringent dominant wie in seinen Acryl- & Ölbildern. Mit dem Medium Glas hat er auch schon einige Altäre, Amben und andere sakrale Objekte für verschiedene Kirchen in Ostösterreich geschaffen.

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Heinz Ebner arbeitet auch als Lehrer für Bildnerische Erziehung am Klemens Maria Hofbauer Gymnasium Katzelsdorf. Auf die Frage, wie er sich als solcher angesichts der aktuellen medialen Diskussion um den Lehrerberuf fühle, meint er nur, dass er „dies seit 25 Jahren sehr gerne in einem für ihn beglückenden Ausmaß mache und sich diesbezüglich von absolut inkompetenten Politikern und Medien-Propagandisten die Freude am Beruf nicht madig machen lassen wolle.“ – und wer sich als Außenstehender wohl anmaßen könne, die soziale und kreative Kompetenz der österreichischen Schüler zu messen? – Ich weiß als freischaffender Lehrbeauftragter an österreichischen Schulen Bescheid, dass ein Urteil darüber nur im Treffen und Arbeiten mit dem einzelnen Schüler gefällt werden kann. Und dass in diesem Einzelnen als Individuum mehr als ein Pixel digitaler Einsicht in die gesellschaftliche Zukunft liegt.

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links:

www.ebner-heinz.at

ausgewählte Werkschau Ebners sakraler Kunst:

Altarraumgestaltung Pfarrkirche Antau

Altargestaltung Pfarrkirche Jois

Altarraum- und Fenstergestaltung Pfarrkirche Zagersdorf

Glastabernakel Pfarrkirche Ziersdorf

Altarraumgestaltung Meidling/Wien – Migazziplatz

Taufbecken Pfarrkirche Neuerdberg / Wien

René Desor für PANNOrama 009 02

“Was sie nur heutzutage alle mit der Kunst haben.”  (cit. Horst Janssen)

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Die klassische Museumskultur hat viele Stadien der Wandlung erlebt: wie ehemals vom hoch gerühmten Heiligtum der Musen zur Sammlungspräsentation und Depot des Kaisers im Dienste der Nation, so in den letzten Jahrzehnten über die performance-Bühne hin zum museum of ideas. Dazu gesellte sich auch die Initiative privater Kunstsammler und derer Stiftungen: neben Ludwig Leopold und Karl-Heinz Essl zählt Peter Infeld in Österreich zu den herausragendsten Sammlern mit eigenem Kunsttempel. Er hat im ehemaligen Jägerhaus der Familie Habsburg Lothringen im Schlosspark des Barockschlosses Halbturn im nördlichen Burgenland seine Bühne gefunden.

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Als Maler bin ich selber auf der Jagd nach Regenbögen am Kunsthimmel, würde aber nie im Leben daran denken, die Beute wo anders zu sammeln als auf jenem Bildträger, der mir dafür bestimmt scheint. Die Zwischenlagerung der Bilder bedeutet für einen Kreativen nach vollzogener Jagd schon Aufwand genug und erweist sich dabei manches mal als Ding der konservatorischen Unmöglichkeit, ja sogar öfter beim bloßen Gedanken daran im Entstehungsprozess eines Werkes als ein allzu hemmendes Hindernis.

Denn Kunst will mit jeglicher Freiheit getan und im besten Fall sofort gezeigt und gesehen werden.

Mit gespaltenen Gefühlen sitze ich jetzt als Journalist dem Musiksaiten-Produzenten von Thomastik-Infeld und Kunstsammler Peter Infeld und seiner Frau Zdenka gegenüber. Dass dieser sonst auch als Tenor & Literat in der jeweiligen Kunstbranche auf sich aufmerksam macht, erleichtert die Sache dabei nicht. Und der Hinweis seiner Ehefrau Zdenka beim freundlichen Empfang zuvor, dass „der Infeld ganz einfach“ sei, wohl auch nicht so recht: spreche ich jetzt mit dem Fabrikanten, dem Unternehmer, dem Künstler oder dem Sammler?

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Das Unbekannte in der Kunst

Die erste Begegnung mit einem Kunstsammler war für mich 1984 in Augsburg ein einschneidendes Erlebnis: Alfred Greisinger, Konditormeister und Geschäftsführer des ehrwürdigen Café Drexl zu Augsburg tauchte bei meiner ersten Einzelausstellung im Haupthaus Augsburg auf und kaufte sämtliche Werke von den Wänden. Danach kam er mehrmals in mein Atelier und tauschte dabei einmal in einer Nacht- & Nebel-Aktion die von mir bemalte Tür gegen eine extra neu angefertigte aus und transportierte sie auf der Dachgalerie seines Mercedes ab. Er ließ Künstler, deren Werke er sammelte, die Kaffeehaustische des Café Drexl bemalen und bearbeiten, was auch ich auf sein Ansinnen hin tat. Und es war befremdlich, danach die Augsburger Damen beim Kaffeekränzchen daran sitzen zu sehen, aber doch erfreulich, sich mit Joseph Beuys, Jonas Hafner und Felix Droese in bester künstlerischer Gesellschaft zu wähnen. Mit der Erstausgabe Das Unbekannte in der Kunst von Willi Baumeister als Geschenk im Gepäck ermöglichte mir so der Sammler Greisinger, auf meiner künstlerischen Walz in die Kunststadt Berlin zu ziehen.

Der Narr und Der Turm

Mit gleicher Vehemenz trat Peter Infeld 2001 in mein Malerleben. Nach einem Anruf seines Galeristen Michael Nathusius mit der Bitte „bei Herrn Infeld mit sieben Werken für die Weihnachtsausstellung vorstellig zu werden“, dachte ich Narr, es würde wohl reichen, vor der Lieferung eines Werkes zu einem Kunden in Bruck an der Leitha einen Sprung in Halbturn vorbeizuschauen. Als ich das Infeld-Haus der Kultur betreten hatte, fühlte ich mich sofort eigentümlich zu Hause. Das Ambiente des alten Jägerhauses neben dem Schloss war durch Umbauten einfühlsam zur Schaubühne für Kunst & Kultur gewandelt worden.

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Ein Gespräch mit dem Erstbesten, den ich traf, verlief erbaulich über die faszinierenden Bilder an den Wänden und meine eigene Arbeit, bis die Aufforderung meines Gegenübers: „Na, aber sehen möchte ich schon ´was in Original“ mir gewahr werden ließ: ich sprach wohl mit Peter Infeld himself. Nachdem ich das gerahmte Aquarell meines Kunden aus dem Kofferraum des Autos gehoben hatte, wurde es mit Freude aufgenommen: „Gibt’s mehr davon?“ – „Ja, im Turm!“. Der ehemalige Flugsicherungsturm des aufgelassenen Flugplatzes in Trausdorf bei Eisenstadt war zu dieser Zeit mein Atelier. Und Peter Infeld kam. Kam persönlich in den Turm, den ich damals mit der Ausstellung FUNDUS – Vom Einfachen zum Außergewöhnlichen als eine etwas andere Art der Präsentation bestückt hatte – vom Fußboden weg über die Decke Bilder über drei Jahrzehnte aus einer Hand gezeichnet und gemalt.

Der Schauende und Der Mäzen

Peter Infeld nahm damals nach seiner Wahl die sieben Bilder für die Ausstellung in seinem Audi mit. Bei seiner Auswahl, der Suche – nein bei seinem Finden!, so sicher und schnell war er dabei – hatte er auch kleinste Skizzen entdeckt, mir äußerst wichtig, aber sonst noch niemandem ins Auge gefallen. Wo ich doch die Skizze der Idee meist selbst am Originellsten finde und dem ausgearbeiteten Werk überlegen in Spontaneität des Ausdrucks. An diesem Finden erkennt man auch den wahrlich Schauenden. Es ist für den Schaffenden ein Glückserlebnis, diese Erkenntnis mit jemandem anderen teilen zu können.

Denn Kunst aus sich selbst existiert nicht, jedes Werk wird erst durch den Betrachter, den Schauenden, den Begreifenden zur Kunst.

Peter Infeld hat dann vor der Ausstellungseröffnung auch Bilder der Ausstellenden für seine Sammlung angekauft. Für die Verkäufe aus seinem Haus nahm und nimmt die Galerie nach wie vor keine Provision, das Werk der Künstler wird damit hundertprozentig gefördert. So soll es sein.

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Walzer mit Boogie Woogie

Augenblicklich sitze ich wieder Peter als Journalist gegenüber und er erzählt über den Beginn seiner Sammelleidenschaft in den 60er-Jahren, als er gemeinsam mit seiner Mutter Margaretha das Konvolut architectura caelestis, die Bilder verschollenen Stils von Ernst Fuchs, erwarb, dann die Geschichte über “seinen”  Schiele “Das Mädchen mit grünen Strümpfen“, eine aquarellierte Zeichnung, deren  Marktwert schon während der Abzahlung der Raten im Laufe eines Jahres ums Doppelte stieg. Er stellt mir über Band 4 der Kunstbuchreihe Sammlung INFELD den mir unbekannten Künstler Felix Waske vor, schneidet dann seine Autographen- & Gitarrensammlung an, hebt das signierte Elvis & Priscilla Presley-Hochzeitsfoto neben anderen Presley-Signaturen hervor, die er sich als Fan damals von jenem höchstpersönlich aus den Staaten schicken ließ: „Aber man kann nicht Walzer mit Boogie Woogie tanzen“ , klingen mir jetzt beim Schreiben seine Worte in den Ohren, als ob er mir damit noch einmal erklären wollte, dass er trotz dieser gestreuten Vielfalt seiner Interessen  eine durchgehend klare Linie in der Auswahl seiner Bilder-Sammlung sähe. Die Palette reicht von den Surrealisten zu den Phantasten, über die Naive Malerei der Kroaten zur art brut aus Gugging, dazwischen herausragend Werke von Klimt, Kubin, Hrdlicka, Rainer, Picasso und Warhol. – “Und ich hab´ noch nie ein Bild verkauft daraus, einmal eines getauscht, und das bereue ich heute noch!”

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Michael Nathusius mit Seeburg-Wurlitzer, Lisa & Zdenka vor August Walla

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Elisabeth im Gespräch mit Zdenka

Ich spreche aus Neugier sein Museum in Dobrinj auf der Insel Krk an: Letztes Jahr wurde es mit einer großen Horst Janssen-Ausstellung eröffnet, dieses Jahr werden vom 5. Juli bis 27. September Arbeiten des Südtirolers Markus Vallazza gezeigt. Er kennt „seine“ Künstler und erzählt, dass der Bozener Vallazza gerne in der Klausur der Wiener Anonymität arbeite. Ich kenne „meine“ Sammler und schlage einen Bogen zu Mario Müller, den großen Horst Janssen-Kenner und Kunstsammler im Burgenland. Das Werk des deutschen Künstlers Hans Bellmer entpuppt sich dabei als Bindeglied. Aber Peter Infeld kennt Mario Müller nicht. – Vielleicht lernen die beiden einander Ende März bei gemeinsamem Austausch über Ernst Fuchs´ Oevre im Haus der Kultur in Halbturn kennen – oder fürchten – man weiß ja nie!

– at the end of a rainbow

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Zdenka & Peter Infeld

www.infeld.net

nächste Ausstellungen:

ERNST FUCHS

Frühe Meisterwerke- Gezeichnet. Radiert. Gemalt

28. März bis 10. Mai 2009

ROBERT ZEPPEL-SPERL

„…Bilder erzählen Geschichten“

16. Mai bis 5. Juli 2009

INFELD-HAUS DER KULTUR A-7131 Halbturn, Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag und Feiertage 13.00-18.00 Uhr oder Voranmeldung 0043 (0) 2173-20123

Buchtipp:

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Sammlung INFELD 1-4

4 Kunstbände mit Reproduktionen aus der Sammlung Infeld, jeweils erschienen zu Ausstellungen in der Burgenländischen Landesgalerie bis zur Albertina Wien mit erläuternden Texten von Ernst Hilger, Ernst Brockstedt, Dr. Peter Gorsen, Dr. Klaus Albrecht Schröder u.v.a.m.

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extending post: burning foxes

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ART’S BIRTHDAY is an annual event first proposed on January 17th 1963 by French Fluxus artist Robert Filliou. He suggested that 1,000,000 years ago “A man took a dry sponge and dropped it into a bucket full of water. Who that man was is not important. He is dead but art is alive.”

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part of  Nußbaumer´s sound transmission system (Otto Nußbaumer,  Graz, Austria 1904)

today´s party at the Kulturfabrik Hainburg:  with Hubsi Kramar as master of ceremonies, En aka Pal Tóth (Budapest) and Astrid Schwarz (Vienna) will contribute live mixes of incoming streams & following artists will participate: Dorit Chrysler, Klaus Filip, Die Fuchteln, Die Tiger von Eschnapur, Andrew Garton, Seppo Gründler, Bernhard Fleischmann, Volkmar Klien, Matthias Makowsky, Pia Palme, Bruno Pisek, Zsolt Sőrés and many more.

more information & webcam LIVE Audio-Stream of the party here

“be there or be square!”
“in it’s 1.000,0046th year of being, Art needs you more than ever…!”

– hear these hints as governing principles claimed tonight.

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all technical objects shown here are part of the exhibition Magical Sound Machines / forgotten future #1 at the Kulturfabrik Hainburg, more about recent posts: a magical touch on sound machinessmoke signals