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Category Archives: cuisine

the paprika – cliché:   let us try to confirm or get rid of it on a walk through the

market of the Hungarian city Sopron / Ödenburg last Friday

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a quick step to Hamburg this week – a marvellous city!

I do not want to bore you with words about – enjoy the highlights of my 3 day´s photo-session:

Schanzenviertel / Flora / Schulterblatt

graffities near the Deichtorhallen:

“Jack Freak Pictures” from Gilbert & George at the Deichtorhalle

Volker Lang´s wooden ensemble  Mittsommer / midsummer reflected in Jan Tim me´s mirror of the installation we´re one but not the same

Galery Carolyn Heinz & VG&S art development: Phillip Fürhofer “Hitzefrei”

Freitag – bags

Unscharf – exhibition of Gerhard Richter´s epigones at the Kunsthalle Hamburg

a big bag for the Kunsthalle – Amanda as Marilyn by David LaChapelle

autoportrait Elke Mischling

le “troisième pavot” au studio

un travail pas fini

fils Keano

chez le nouveau Der Reisinger

des tableaux d´ami Hans Wetzelsdorfer

l´herbe au vestibule

le mur “sans tableau”

Hans Wetzelsdorfer: artists are responsible for art

des pierres dans la salle à manger

au près de restaurant, vu par le fenêtre: le lac de Neufeld

un pavot en fleur sur l´escaliers…

…et un pavot encore une fois dans l´espace pour séminaires

en fin, un ciel rouge au-dessus de zone de la réception

you´ll get it dished up next season in different variations of garnishings: Sauerkraut – here 3 photos showing the nursing care about on a field near Seibersdorf, Austria:

 

 

 in the next weeks a new issue of the periodical Austrian magazine PANNOrama – insights into the pannonian life-stile – will be published. in the following I give an account on my recent article about an Austrian lithographer & painter, who has designed a lot of international postage stamps, here compounded & supplied with more photos & links. more English information about Adolf Tuma´s philatelic work you will also find: here

 a reference in English language to Adolf Tumas Austrian postage stamp on the topic “Mauthausen: The 60th Anniversary of Liberation” you find: here

 

 

 Als Kursleiter in Aquarell- & Acrylmalerei an der Sommerakademie Griechenland auf der ionischen Insel Zakynthos bin ich es gewohnt, dass bei mir Leute im Kurs auftauchen in der Hoffnung, vom genauen Zeichnerischen und detailgetreuer Abbildung Abstand nehmen zu können und unter der griechischen Sonne Inspiration in der spontanen gestischen Malerei zu finden, also LehrerInnen, technische ZeichnerInnen, Architekten bis hin zum Herzchirurgen. So fand sich auch ein gewisser „Hugo” ein, wie er von allen genannt wurde. und dieser „Hugo” war gut, wie er da zuerst bedacht auf ein unbeflecktes Großformat aus Leinwand zuging, um es dann sicher und schwungvoll mit Pinsel und Acrylfarben frei weg zu bearbeiten. In einem Gespräch schnappte ich noch auf, dass er beruflich als Lithograph arbeite, und ich erinnere mich noch daran, dass ich mir dabei dachte, „schon wieder jemand, der die Befreiung von seinem akribischen Metier in der freien Malerei sucht”. Hugo war dann öfter bei mir im Kurs, eigentlich unauffällig, aufgefallen sind nur sein lebensfroher Humor & seine sehr sicher und farbenfroh gemalten Werkstücke. Kreative, die von sich aus kraftvoll & selbstbewusst agieren, soll man dies in Ruhe gewähren lassen und nicht unterbrechen, ist meine Devise: das ergibt die besten Resultate.

 Eines Tages sah ich zuhause bei meinem Vater – ein leidenschaftlicher Sammler & auch Philatelist –  auf dem Schreibtisch die Zeitschrift „Die Briefmarke” liegen, aufgeschlagen ein Bericht mit einem Porträtphoto des „österreichischen Briefmarkenkünstlers Adolf Tuma“. Erfreut über dieses Wiedersehen rief ich meinem überraschten Vater zu: „Das ist ja der Hugo! – Ein guter Maler!” So erfuhr ich sozusagen nebenbei, dass sich Hugo auch schon durch Ausstellungen im In- und Ausland, vom Postmuseum in Vaduz bis zum Egon-Schiele-Museum in Tulln, nicht nur mit seinen philatelistisch geprägten Arbeiten profiliert hatte und er in Haslau an der Donau in benachbarter Nähe der Ausgrabungsstätte der alten Hauptstadt Carnuntum der römischen Provinz Pannonia wohnt.

 Haslau liegt auf der rechten hochragenden Seite des Donauufers, ein erhöhter Standort, der den schweifenden Augen des Besuchers einen Blick über das Marchfeld bis nach Wien hin gewährt. Darunter beginnt sich die Vegetation der Donauauen auszuweiten, die eine einzigartige Flora und Fauna beherbergt und welche einen großen Stellenwert in Weltsicht und Werk des Malers Adolf Tuma hat.

 

 Bevor man sein Haus betritt, durchschreitet man einen kleinen Garten, in dem man als Florist sofort sieht, dass da ein Pflanzenliebhaber am Werk ist: Wo steigt man schon über das jetzt im Frühjahr hochschießende Kraut des papaver orientalis, des türkischen Mohns?

 Er hat beim Bau des Hauses liebevoll bei vielem selber Hand angelegt: von den Verfliesungen auf den Böden, den Wänden, ja sogar um die Fenster draußen bis hin zu Stützskulpturen des Waschbeckens im Bad & Spiegelmosaik am Kasten. Der Duft von Tandoori Masala durchzieht das Haus, er hat meine Familie zu einem Indischen Huhn geladen. Alle Sinne werden aktiviert.

 Seine experimentell-spontanen Malereien, deren mancher Entstehungs-geschichte ich aus den Kursen  auf Zakynthos kenne, hängen in den Wohnräumen, eingefasst von Pflanzenstillleben in Tontöpfen, offenbare Gleichberechtigung der Natur & künstlerischem Werk, im Gang Drucke von den österreichischen Künstlerkollegen Hodina & Pilcz, zum Atelier führt er mich über die Kellerstiege hinunter, wo er Arbeiten seinem großen Fundus vor mir ausbreitet. Auch auf den türkischen Mohn, diesmal in seiner erblühten Pracht gemalt, treffe ich hier wieder.

 Adolf Tuma hat seine Lehre als Lithograf in der Briefmarkenabteilung der Österreichischen Staatsdruckerei gemacht und arbeitet noch heute dort im Wertzeichenatelier. Seine Auftraggeber waren aber auch schon die Post Liechtensteins, Luxemburgs, Kuwaits und San Marinos, der Tierpark Schönbrunn & der Nationalpark Donauauen bis hin zur Österreichischen Nationalbank. – Seine Hände haben die Portraits von Rosa Mayreder und Karl Landsteiner der letzten Schilling–Fünfhunderter und -Tausender-Scheine gezeichnet. Und bisher sind über 100 Briefmarken mit Adolf Tumas Ideen bestückt. „Da stecken viele Arbeitsstunden in so einer Marke drin.” Ganz stolz ist er auf die Marke 60 Jahre Befreiung KZ Mauthausen:

 “Vom Entwurf bis hin zur Stichradierung alles selber gemacht, das ist nicht so selbstverständlich, dass man das darf”, sagt er. Auch auf die Marke Nationalpark Donauen verweist er. Da durfte er einen besonderen Kippeffekt mit Iriodin einsetzen.- Und er konnte sich wohl in seiner geliebten Heimat künstlerisch frei bewegen, denke ich, es wird wohl nicht immer so einfach sein, den Wünschen der Auftraggeber gerecht zu werden. Aber wenn man Aufträge wie 250 Jahre Tiergarten Schönbrunn bekommt, stimmt wohl die Qualität, vor allem, wenn dann auch noch die Österreichische Post mit dem chinesischen Tourismuspreis ausgezeichnet wird. Preise hat auch er selbst schon einige bekommen für seine Marken, die Golmedaille für die Marke WIPA 2000 zum Beispiel –„Most unique and innovative Issue”, Washington DC, dann den ersten Preis für die Yehudi Menuhin Trophy 2006 for Music Philately und die Goldmedaille für den Briefmarkenblock „Katholikentag” bei der 11. Government Postage Stamp Printer´s Conference in Shanghai. 2004 wurde ihm auch das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

 Beim kulinarischen Genuss des Tandoori-Huhnes mit Avokado-Salat erwähnt Hugo, dass er mir einmal den „Aukönig” zeigen will. „Eine riesige Schwarzpappel mit einem Stammumfang, für den man 6 Menschen braucht, ihn zu umfassen”, sagt Hugo. „Ein Energiebaum”. Auf vielen seiner Bilder ist der Baum ein zentrales Thema. Dabei blitzen seine Augen & ich freu mich jetzt schon auf den Anblick – und den Energieschub.

 nächste Ausstellung/next exhibition:

23. August 2008

WEIN-STEIN-BEIN im Winzerhof Hannes Steurer in Haslau im Rahmen der Carnuntum Experience

more about A. Tuma & his environment:  kingfisher´s & beaver´s land

das treiben, geschiebe im hasten & rasten, das geschreie mit zeter & mordio, der dieselgeruch mit zitrus- gewürz- fisch- & blutodeur, – dies alles kam mir heute am Wiener Naschmarkt< ziemlich provinziell entgegen, vor allem, wenn Ich denke, dass dieser physisch-visuelle eindruck bisher auf mich  immer internationaler stempel auf die österreichische marke hieß. doch heute war Ich in Wien gedanklich im Bauch von Paris< mit zwei frischen canettes de Barbaries< im sackerl ebenso provinziell unterwegs…

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resumed investigation concerning natural forest porn (term © unknown referrer)

but I found similar: fuck for forest<<<

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Ich meinte heute, das sei alles schnee von gestern, & dieses erinnerungsgedusel nur eine eselsbrücke zurück in die jugend, für die mir meine schuhe nun unpassend schienen, meinte Ich, der Ich ja in der meinungszeit groß geworden bin, in der es zum geflügelten wort wurde, eine meinung zu haben, in der man in der schule links oder rechts außen oder gar unten durch war, wenn man in politischer bildung keine meinung hatte, in der meinungsumfragen wichtiger wurden als die politische wahl selbst, was darin darin gipfelte, dass ein großer politiker beinah jeden satz mit: Ich bin der meinung begann.  die lehrer meinten, es wäre für einen zeit zur meinungsbildung & selbst die eltern meinten es gut mit einem. aber Ich selber meinte immer, man sollte seine meinung lieber bei sich behalten, meinungsäußerungen vorher bedenken & erst danach jemandem seine meinung sagen. – & das saß dann meistens, traf ins schwarze, nur hatte es zur folge, dass man aus gewissen meinungszirkeln oder -cliquen sich ausgeschlossen sah. da man aber nur das beste gemeint hatte, sah man sich im recht & hatte sich von da an seine meinung über die mitmenschen gebildet. in solchen gedanken durch einen wald zu schreiten ist eigentlich ein verrücktes unterfangen, denn der wald meint nichts, er lehrt einen bloß durch seine stille existenz, da kann man sich über die jahre eine meinung bilden, wann & wo der amanita oder der boletus wüchse, jedes jahr wird man eines besseren belehrt. Ich meine, es wäre auch hinfällig, sich zu fragen, welcher der beiden pilze es nach dem verzehr mit einem besser meinte. wir könnten ja meinungsaustausch über die meinungsverschiedenheiten zu dieser frage treiben.

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orientierungslos im wald – kann einem auch als geübten waldgeher schon passieren, beim abendlichen waldgang auf der suche nach parasol-pilzen<<< (als gelernter Österreicher ist man versucht, sich beinah alles essbare auf Wiener art, soll eigentlich heissen Mailänder, nein: Byzantinische art paniert einzuverleiben) sich verlaufen – die baumkronen verschmelzen plötzlich mit dem himmel, nur die dunklen stämme zeichnen sich noch zwischen erde & himmel ab; der waldboden ist nicht mehr auszunehmen, bloss über die tastenden schritte erfahrbar, der standort nur mehr über waches lauschen zu fixieren, – der motorradfahrer auf der entfernten serpentinenstrasse schaltet einen gang runter, lässt offenbar sein gefährt in eine kurve gleiten, schaltet wieder rauf, dann noch einen gang drauf, ein längeres aufheulen des motors, dann schaltet er wieder runter, das muss die länger gezogene strecke zwischen den zwei besonders scharfen kurven sein, ja da oben ist norden, in diese richtung muss Ich, um wieder auf die strasse zu gelangen. ein nachfolgendes auto bestätigt die akustisch geortete strecke. hier so alleine im wald die einzige orientierungshilfe wieder die strasse, die man glücklich hinter sich gelassen geglaubt hatte, wieder die strasse, die, wenn auch nur akustisch, aus dem wald hinausführt, wieder dieser zivilsationsstrang mit seinem lärm als rettungsanker dahinein, woraus man geflohen war.

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 >>>„Sot-l´y-laisse” & >>>„Fledermaus“,  Fleischteile von Huhn & Schwein  an den hinteren Extremitäten gewachsen, im einen Fall am Bürzel, im anderen an der Hüfte am Hintern, sind zurzeit das kulinarische Sommergespräch, jeweils im Hangar 7 in Salzburg & am dörflichen Heurigentisch in Niederösterreich. Dies erfüllt wieder meine Theorie, dass die beste & kreativste Zeit für Poesie zwischen Krise & Kathastrophe, als Katharsis in der sogenannten „Ruhe vor dem Sturm” liegt. “>>>Silent cooking mit Patrick Müller”  in seiner stillen meditativen Erscheinung ist allemal poetisch eindringlicher als die plärrende Vorstellung der einfachen Poesie der italienischen Küche in “Kochen mit Jamie Oliver“.

 Welche Blüten das der Katastrophe folgende Chaos in europäischen Küchen wohl noch blühen lassen wird? – & wird diese dann nur ein Narr in Frankreich links liegen lassen?

Buchempfehlung zum Thema Poesie in der Küche: Renate Breuss: >>>DAS MASS IM KOCHEN mit einem Vorwort von Peter Kubelka, HaymonVerlag

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