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Monthly Archives: May 2011

ANDREAS ROSENEDER – launched by ARTSTAGE:

1001 – LAVENDER COSMOS / COSMOPOLITAN GARDEN – EUROPAHAUS BURGENLAND

polythylene  patches fixed on iron rods in lavender fields, 2011


follow the project preceding: 1001 – LAVENDER COSMOS  – first run

Andreas Roseneder   George meets Gilbert  oil on canvas 220 x 120 cm 2011

Paul Nestlang, detail of his self-portrait  titeled THE DAY I LOST MYSELF 181103, charcoal on paper, 2003

zuerst hab ich Paul Nestlangs auf einen punkt gebrachtes statement am wochenende am Breitenbrunner Strand des Neusiedler Sees im sonnenlicht flaezend in der oesterreichischen Tageszeitung DER STANDARD gelesen: “Ich sehe die Zeit, es ist die Ewigkeit.”

darauf hin kam mir gleich das eigene augenblicks-motto entgegen: ” Ich hab´ wohl alle Zeit der Welt.”  –

– & alsdann sprang mich Nestlangs zweiter satz in der gaststaette Zur Eisernen Zeit am Wiener Naschmarkt aus dem gewaltig-gestalteten kunstbuch zur aktuellen ausstellung im Leopold Museum an : “Dieser neue, chirurgische  Malerblick ist ein Instrument, das ich scheinbar noch nicht gefahrlos zu verwenden weiß.”

Ich weiß um die verletzlichkeit des werkenden genies, um die da durch ihn & seine hand wirkenden instrumente & sei das resultat sei das resultat nur aus dem augenwinkel im aktuellen erfassungswahn  des kuenstlers gesetzt:

&

entgegnete ihm – Paul Nestlang – genioes  – posthum  – auf gut österreichisch:

“Mir laeuft´s sowieso zuwider, da´s mir doch entgegenkommt!”

Paul Nestlang OLD LADY #2, charcoal on paper

Dr. Elisabeth Leopold, : isn´t she the portrayed lady?

“Schaun Sie sich den Gerstl an”  -werde ich von ihr direkt angesprochen, nachdem ich Francis Bacons´s einfluss  als sehr vordergruendig in Paul Nestlangs werk bemerke:

Paul Nestlang  MOLLOY, charcoal & coloured lead on paper

Paul  Nestlang  FREUND / FRIEND #2

Dr.  Mario Gündl – the designated FRIEND –  one of the authors of the catalogue – a largescale art book – of the current exhibition Unseen Strangers at the Leopold Museum

Paul Nestlang  MELVO # 2 charcoal on paper

Nikolaus Brandstaetter (the catalogue Unseen Strangers published by  Christian Brandstaetter Verlag) – with LAST PAINTING 2004 painted by Paul Nestling in  acrylic technique on canvas

Mag. Klaus Pokorny, Dr. Elisabeth Leopold & Dr. Mario Gündl listening to Nikolaus Brandstaetter´s speach

Paul Nestlang SLEEPLESS acrylic on canvas – a memorial in a mirrored glass case

“Wie koennen andere meine Bilder verstehen, wenn ich sie doch selbst nicht verstehen kann. Der Verstand ist das falsche Werkzeug. Ich kann meine Bilder empfinden & hoffe, dass auch andere Menschen sie empfinden koennen. Um mich hier nicht festnageln lassen zu muessen – ich glaube nicht, dass alle die Bilder auf die selbe Art & Weise empfinden koennen.

Selbst wenn sich zwei lieben ist es niemals die selbe Liebe. ONE LOVE ist mein Mythos.”

Paul Nestlang

here – in the light flooded atrium of the Leopold Museum you may see Paul Nestlang´s work for the next 2 weeks:

Paul Nestlang

Unseen Strangers

Von 25.05.’11 – 06.06.’11

outside the gates of Leopold Museum: Andrea from Upper Austria portraits a horse in acrylic technique – applicated in fur & paper by – by female artist? – we wonder…


Andreas Roseneder Gilbert meets George oil on canvas 220 x 120 cm 2011

… real traffic topin´ art …

… or does not?: one of Gilbert & George´s “Jack Freak Pictures” exhibited at the Deichtorhallen Hamburg this spring …

… somebody out of the Halle shouts by graffiti: “better than J. Meese” …

Jonathan Meese: “Die Raketenabschussbasis der Kunst, rattenscharf klargemacht, ist ein Plateau der Neutralität, dort dürfen alle und alles spielen.”

before watering the delicate young lavender plants today – a photo-tour through a special part of the Cosmopolitan Garden / Kosmopolitischer Garten, initiated by the Europahaus Burgenland, Eisenstadt, Austria:

1001 – LAVENDER COSMOS – 2011 – launched by ARTSTAGE


most people confronted with my land art installation first asked me: “why 1001?” – I really could give no answer until now – except giving  hint for general order to slow motion. –  arousing my curiosity I found googling about “1001 – Cosmos” an interesting script by NASA about the Soviet Cosmos 1001 – enterprise. – that´s definetly no answer but confirms the title of my experiment in unknown test space.

final photo-documentation by launcher ARTSTAGE: HERE

follow the project preceding:  1001 – LAVENDER COSMOS – setting

news from the Cosmopolitan Garden, Eisenstadt, Austria: the gardeners were here: I began to plant my art blossom patches (HERE photos by launcher ARTSTAGE), Manfred Plohovits set the lavender plants, smith Johann Weigl & Autobahnmeisterei Eisenstadt prepared the metal supports, printer Cicero finished the 1001-sign:

Manfred Plohovits

dancing dog rose

the entrance sign: neues gebot zur entschleunigung / new order for slow movement

follow the project preceding: a frame for 1001 – lavender cosmos

THINK BIG – permanent metal installation in the riverbed of Schwarza, Lanzenkirchen & Bad Erlach, Lower Austria by Johann Karner & Hans Wetzelsdorfer

more about:

viertelfestival-noe

Johann Tomsich / Bad Erlach

www.johannkarner.at

the big thinkers:

Johann Karner

Hans Wetzelsdorfer

the already prepared soil – a frame for the art project 1001 – lavender cosmos –  a small part of the Kosmopolitischer Garten / Cosmopolitan Garden of Europahaus Burgenland 2011. ya, I finally see my part on the garden project entitled – see the art blossoms for the installation here, we will plant them together with lavender next week!

a tree-circle with fireplace amidst

the smell of polyethylene production sent into air while I worked on the fields

… my patches – art blossoms –  will feel at home in these surroundings …

follow the project preceding: the fifth tower

Andreas Roseneder   date of expiration  polyethylene patch 02 02 2011

DATENBANKGEDANKEN

auf der verpackung verderblicher ware ist das verpackungsdatum derselben aufgedruckt & mit ihrem erwerb wird zugleich deren ablaufdatum mitgeliefert – & dies, obwohl die ware oft meist ueber dieses datum hinaus haltbar ist.

einerseits unterstuetzt man dabei den haendler, der seine lager frueher freibekommt (wie auch seine haftbarkeit fuer eventuelle vergiftungen des kunden ausschliessen darf), andrerseits erwirbt man damit ein preisfreies zeitvolumen zwischen ablaufdatum & tatsaechlicher haltbarkeit.

bei reinigung des kuehlschrankes oder durchsicht nach eventuell verdorbenen lebensmitteln stellt man des oefteren das datum einiger waren als bereits ueberschritten fest, ohne dass die waren jedoch verdorben waeren: ein eventuell daraus zubereitetes gericht stellt sich als gratismahl mit dem reiz, eventuell enthaltene keime mitzuspeisen, dar, sozusagen als „kostenlose, risikobereicherte nahrungsaufnahme außer der zeit“ – was immer diese definition fuer den einzelnen konsumenten bedeuten mag.

„gute kunst“ stellt bei ihrem erwerb a priori den anspruch, zeitlos zu sein, es gibt dabei bloss ein entstehungs- oder etwaiges ausstellungsdatum. Dabei erwirbt der kunde jedoch im gegensatz zum lebensmittelkauf kein etwaiges ablaufdatum, sondern erwartet oder erhofft insgeheim ein sogenanntes wertsteigerungsdatum, das er am kunstmarkt verfolgen oder gar durch kunstmarktinterne aktivitaeten beeinzuflussen vermag. Der besitz eines kunstwerkes zwischen entstehungs- & offiziellem entdeckungsdatum am kunstmarkt ist also fuer den kunstkaeufer aehnlich wie oben zitiertes gratismahl: „kostenloser, risikobereicherter genuss außer der zeit“.

der marktbeobachtende kunstproduzent fraegt sich dabei: „ist nicht gerade dies erklaertes ziel aller guter kunst?“