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Monthly Archives: April 2010

Austrian viallage Thal in Styria – here the church St. Jakob – & nextby Schwarzenegger´s  box:

both targets of human tradition by adoration, translated into visual reality by a sacred & a profane building in neighbourhood. The old historical church of Thal adepted & styled by Austrian painter Ernst Fuchs. Nearby a plain box – filled with souvenirs of devotion for the  actor & Californian governour Arnold Schwarzenegger, who was born here. documents, photos, flags, letters, even cigars sent to the Major of Thal – incredibilities  callinging  back visitors´ mind to the native Arnold Schwarzenegger´s remembrance up to his successful life overseas.

concerning  double eagle, the headline of this post: viewing through my photos from last Sunday I could not help varying both sites out of chronological order:

Following fotos from the opening of the exhibition Art Brut / Outsider Art – Internationale & österreichische Kunst der Außenseiter Zdenka Infeld had invited to the Infeld House of Culture, Halbturn last Friday:

August Walla, details of the scenery for

Moša Šišic & the Gypsy Express (all performers members of the family). The band led the audience with Balkan Modern over Macedonia, Greece & Turkey through the visual world of  more than 20 artists “living on the edge”, shy maverics, sheer naives, crazy maniacs & fantastic visionaries, all artists non-professionals & not influenced by the art historical mainstreams.

Jasmina Šišic

Joachim Luetke brings in Spanish dancing style to the East European sound

visitors in front of oilpaintings by  Wano Meliaschwili:  Fürs Vaterland / for fatherland 1981

Moša Šišic

Friedrich Schröder-Sonnenstern detail

3 works by Friedrich Schröder-Sonnenstern

André Robillard Gewehre / rifles 1995

André Robillard  Schlange / snake  1998

André Robillard  Armstrong sur le planet Mars, about 2001

Martha Grünenwaldt Frauenbildnis / portrait of a woman, 1995

Martha Grünenwaldt  without title, detail

Martha Grünenwaldt, Vogel / bird, about 1991

Michel Nedjar Belleville Paris 1992

Franz Gyolcs (in front of Michael von Nathusius & Michel Nedjar on the wall)

Petrvich Pavel Leonov, Pushkin near Moscow in the village Petushki, 1998, detail

Oswald Tschirtner

François Burland Homo bicus Bicus, 1994

François Burland Homo bicus Bicus, 1994

Josef Wittlich Zwei Frauen aus Modekatalog / two woman from a fashion catalogue, detail, 1967

Ida Buchmann without title, about 1989

Johann Fischer Das Jahr 1907 / the year 1907, 2001, detail

Johann Korec Du Elephantenkuh küß mich pitte, pitte 1974

Jean Dubuffet Paysage avec 2 perssonnages, 1980

a talk in front of works by Anselme Boix-Vives,  sans titre, guache 1962-63

Franz Janz Umschlagmappe “Die 8. Weihung” / map cover “the 8th consecration”, 2004, in follow papers & details out of this map:

at  Infeld Haus der Kultur / Infeld House of Culture are to be seen until 13th June 2010 more works by following artists, too:

André Bauchant, Gaston Chaissac, Madge Gill, Franz Kernbeis, Max Raffler, Krynicki Nikifor, Adolf Wölfli

You´ve never seen a snailnest? –  I was lucky today to find some in the Pannonian woods! – obviously the one snail confounds a fallen birdnest with a toilet…

autoportrait Elke Mischling

le “troisième pavot” au studio

un travail pas fini

fils Keano

chez le nouveau Der Reisinger

des tableaux d´ami Hans Wetzelsdorfer

l´herbe au vestibule

le mur “sans tableau”

Hans Wetzelsdorfer: artists are responsible for art

des pierres dans la salle à manger

au près de restaurant, vu par le fenêtre: le lac de Neufeld

un pavot en fleur sur l´escaliers…

…et un pavot encore une fois dans l´espace pour séminaires

en fin, un ciel rouge au-dessus de zone de la réception

Andreas Roseneder   kurz bevor… I / just before… I,  acrylic on paper, 2010

kurz bevor die bilder zu laufen lernten / just before the pictures started to run

„Die Albertina“

foto © Albertina Wien

Eine aquarellierte Federzeichnung des Zeichners Jakob von Alt aus dem Jahr 1816 zeigt das Palais Albertina vom heutigen Standort des Hotel Sacher gesehen erhöht vor luftig leicht gegliedertem Wiener Weichbild. Heute liegt es mittig eng am Wiener Herzschlag neben dem von Alfred Hrdlickas skulpturenbesetzten Albertinaplatz zwischen Oper, Hotel Sacher & Volksgarten eingebunden. Dank des Flügels “Soravia Wing” aus Titan, von Architekt Hans Hollein über der Empore in den Himmel kragend gesetzt, hebt es sich jetzt aber wieder ein bisschen höher über all die historischen Bauten ringsum ab.

Der Albertinaplatz selbst war für mich immer eine der ersten Anlaufstellen bei meinen Wienbesuchen aus dem Ausland. Nicht weit von Kunstakademie, Naschmarkt, den Cafés Museum, Hawelka, Alt-Wien & Kleinem Café. Mit Anzingers Bonbons, mit denen man sich bei mitgebrachten Gästen gleich auf gut wienerisch einschmeicheln konnte – oder dem besten Zwetschken-Streuselkuchen Wiens zur Melange im Café Tirolerhof daneben. Dabei bot sich das die Wiener Kulturpolitik polarisierende Skulpturenensemble „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ des letzten Jahres verstorbenen Bildhauers Alfred Hrdlicka als Diskussionsanstoß an. Oder die zahllosen Glas-, Metall- & Splitt-Container daneben – Verschandelung oder Ausdruck einer lebendigen Stadt?

Das klassizistische Palais Albertina dort hatte mich Jahre zuvor als Kunststudent kaum zum Betreten eingeladen, man wusste Bescheid über die historisch bedeutungsschwangere grafische Sammlung, deren Bedeutung wie jedem österreichischen Schüler auch mir schon in der Volksschule über Albrecht Dürers Feldhasen auf einem Zeichenblock ins Unterbewusstsein eingebläut wurde:

der “Ursus-Hase” & der Osterhase im Museumsshop der Albertina:

Ein neues Logo aber, ein walfischähnliches Fabelwesen, verführte den Kunststudenten dann doch dazu, in dem im Gebäude der Albertina untergebrachten Filmmuseum einen Vortrag des Filmemachers Peter Kubelka oder den neuesten Kurzfilm des Kanadiers Michael Snow zu besuchen.

Metamorphosen im und ums Haus

Heute ist das alles ein bisschen anders: Der Hrdlicka fällt einem nur auf, weil seine Skulpturen sich gewaschen und vermehrt haben, die Gäste aus dem Inland wollen zu den Ausstellungen „Markus Lüpertz´ Metamorphosen der Weltgeschichte“ oder „Cars“  von Andy Warhol in die Albertina, fürs Kaffeehauspendeln oder Filmeschauen hat man weder Muße noch Zeit. Einzig der Anzinger und der Tirolerhof sind als profane Gustostückerl geblieben.

Corriere della Siera zur Melange im Tirolerhof

„Die Albertina“ wurde so benannt nach dem Begründer der Sammlung, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, dem Schwiegersohn Maria Theresias, der von 1770 bis zu seinem Tod 1822 systematisch an die 14.000 Zeichnungen und 200.000 druckgrafische Blätter zusammentrug. Heute hat ein reger Museumsdirektor in dem alt-ehrwürdigen Haus eine zeitgemäße Ausstellungsmaschinerie in kurzer Zeit so versteckt untergebracht, dass man sich nur wundern kann, was da alles an Kunst aus jeder Zeit an Raum und Beachtung findet: Seit der Jahrtausendwende hat der Linzer Kunsthistoriker Klaus Albrecht Schröder aus dem Museum der Sammlung, Bewahrung & Pflege eines sowohl für Kunstliebhaber wie auch für Künstler selbst geschaffen. Oft gegen die Bedenken von Denkmalschützern, Restauratoren, Kunsthistorikern und Museumsexperten schuf er bauliche und thematische Querbezüge, die manch fachlichen Puristen nicht erfreuten, aber etliche Kreative ins Haus lockten.

Rekorde, Unwetter und Nischen

Immense Besucherzahlen sprechen jedoch für sich: Bereits die erste Ausstellung im Jahre 2000 „Cezanne: Vollendet – Unvollendet“ brachte über 300.000 Besucher ins Haus, Albrecht Dürer bescherte 2003 bereits fast eine halbe Million, mit Van Gogh wurde 2008 diese Zahl überschritten und damit beinahe eine Million Menschen in die Albertina gebracht.

“action hero” painter Van Gogh as playmate for kids – to find in the museum´s shop

Im Österreichischen Fernsehen begeht der Direktor publikumswirksam mit dem Kabarettisten Alfred Dorfer die Schau, die „Freunde der Albertina“ werden über Mitgliedschaft, Veranstaltungen & Führungen „als Teil einer lebendigen Kunstszene“ in die Museumsarbeit miteinbezogen, webtauglich wird kommuniziert: „Albertina Fans ist bei Facebook“. Selbst nach der Gefährdung der grafischen Sammlung durch die Unbill eines Wassereinbruchs im Sommer 2009 wurde dem nachfolgenden Schwall an Kritik über die Bauänderungen durch rechtzeitige Rettungsmaßnahmen mit Bravour Einhalt geboten. 950.000 Werke der graphischen Sammlung waren betroffen und Michelangelo, Dürer und Rembrandt wie auch Picasso und Baselitz für die Nachwelt ohne Schaden bewahrt.

Jörg Immendorf: Kopf einer Bronze aus der Serie “Malerstamm”

Wenn da nicht noch die interessanten Nischen zwischen den Highlights wären…: über ein Zugpferd wie den Star Andy Warhol werden Zeichnung und Airbrush-Arbeit von Robert Longo, Videofilme von Silvie Fleury und durch digitale 3D-Technik entwickelte Skulpturen von Vincent Szarek  vorgestellt. Zur aktuellen Ausstellung „Markus Lüpertz´ Metamorphosen der Weltgeschichte“ wird man über die Skulpturengruppe „Malerstamm“, Bronzen des deutschen Malers und Bildhauers Jörg Immendorf geführt. Und wenn man weiß, dass Lüpertz und Immendorf ein künstlerisch-freundschaftliches Verhältnis verbunden hat, bekommt der öffentliche Raum der Albertina einen beinah persönlich-privaten Touch – trotz dem öffentlichen “Eklat” der letzten Tage rund um “einen Zentimeter” durch den Oberaufseher Wolfgang Dorn verschobene Tafeln eines Ensembles von Silvie Fleury.

René Desor für PANNOrama

Albertina

Albertinaplatz 1,  A-1010 Wien,  Tel.: +43 (0)1 534 83

Öffnungszeiten Museum und Shop:

Täglich 10.00 – 18.00 Uhr   Mittwoch 10.00 – 21.00 Uhr

MARKUS LÜPERTZ – METAMORPHOSES OF WORLD HISTORY

siehe auch post: amidst Markus Lüpertz´metamorphoses

bis 6. Juni 2010

nächste Ausstellungen:

ALEX KATZ – PRINTS

28. Mai 2010 – 19. September 2010

HEINRICH KÜHN – DIE VOLLKOMMENE FOTOGRAFIE

9. Juni 2010 – 5. September 2010

WALTON FORD

18. Juni 2010 – 10. Oktober 2010

Andreas Roseneder   handfertig/fingerzeig I, II, III,  Kohle auf Papier / charcoal on paper, 2010