Skip navigation

Monthly Archives: September 2008

some photos concerning the KunstHausWien & it´s surrounding in Vienna.

on november 19th this year there will be opened an exhibition under the title Der unbekannte Hundertwasser – The unknown Hundertwasser in memory of  the Austrian painter Friedensreich Hundertwasser´s  80th birthday. – an article about for the magazine PANNOrama:

„Der unbekannte Hundertwasser” ist ab November im KunstHausWien zu entdecken, in der Öffentlichkeit kaum gezeigte Werke eines seit Jahrzehnten doch sehr publikumswirksamen Künstler-Oevres. Bei meinem Besuch vor einigen Tagen läuft noch „JEAN TINGUELY – Eine Retrospektive”, die ans Jahr 1991 zurückerinnert, als auf Friedensreich Hundertwassers Wunsch hin das Haus mit den „Nachtschattengewächsen” des Schweizer Allrounders Tinguely eröffnet wurde. Abgesehen von dem allseits bekannten Hundertwasserhaus in der Löwengasse begegnet mir auf dem Weg hin zum Museum selber in der Oberen & Unteren Weißgärberstraße & der Weißgerber Lände der von den Wienern in der Öffentlichkeit bereits „gelebte” Hundertwasser.

Freundliche Bewohner im freundlichen Haus

Als ich die im KunstHausWien ständig präsente Hundertwasser-Ausstellung und auch die aktuelle Wechselausstellung durchschreite & nach einer Frage an einen offensichtlich volontierenden Studenten an eine Mitarbeiterin mit großem Schild „Petra” an der linken Brust verwiesen werde, stellt sich diese als versierte Hundertwasser-Kennerin heraus. – und nicht nur das, sie bewundert und verteidigt den Meister, nachdem ich so heikle Themen wie Autoschilder & Müllverbrennungsanlage anschneide. „Die Wiener können ja Hundertwasser die extrem wirksamen Filter in der Fernwärmegewinnung verdanken”, die eben Hundertwasser dem damaligen Bürgermeister Zilk als Gegenzug für seine Gestaltung auferlegt hätte. „Seine internationalen Recherche-Unterlagen von damals in Sachen Filter sind heute noch einsehbar”. „Na ja, und das mit den Autonummern war halt so ein interessanter Test mit der Reflexion der individuellen und nationalen Identität”, verweist sie auf eine aufklärende Foto-Dokumentation an der Wand über nächtliche Reflektionsversuche an verschiedenen Autonummerntafeln. Bei meiner durch die Schilderungen eines betroffenen Freundes zugegeben etwas überspitzten Kritik an der mangelnden Rollstuhl-Geeignetheit der unebenen Böden im Haus weist sie gleich auf Stammbesucher hin, die sie „bewundere, wie sie diese Schwierigkeit mit Leichtigkeit meistern” & wie „wunderbar es wäre, den Kontakt mit den Füßen am Boden zu spüren.” Sie laufe täglich 9 km auf & ab im Haus & verspüre trotz Arthritis weniger Belastung als nach 2 km auf bloßem Asphalt. Hier lebt der Geist Hundertwassers.

„Ich glaube, dass Malerei eine religiöse Beschäftigung ist.”

oder „Die Farbe ist heilig” und „Meine Studenten sollen Paradiesvögel sein”, das sind Hundertwasser´sche Aphorismen, die an den Wänden des Foyers seiner Meisterklasse in einer schwarz verglasten Rahmenreihe aufgehängt wurden unter dem Titel „Richtlinien für die Meisterklasse Hundertwasser”, als ich selber 1981 als Student der Malerei an der Wiener Akademie der Bildenden Künste in der „Turmklasse” von Maler Anton Lehmden werkte und Friedensreich Hundertwasser gemeinsam mit Arnulf Rainer an die Akademie berufen wurde. Obschon als „Postexpressionist” oder „Neuer Wilder” Etikettierter ein glühender „Rainerianer”, dem die Farbe mehr als Wurfgeschoß denn Heiligtum galt, schienen mir beide als bekennende Anti-Akademiker suspekt in der Annahme dieses die Jahre zuvor von ihnen öffentlich gebrandmarktem Posten. „Die soziale Plastik” von Joseph Beuys war für mich die einzig mögliche Diktion von Akademie. Aber schon damals wurde mir klar, dass auch scheinbar kompromisslose Künstler vor den Kompromisszwängen des Lebens nicht gefeit sind und jeglicher Idealismus an sich ein artifizielles Gespinst sei, das der Gesellschaft hinterherhinkt, weil die Künstler oft im selbst geschaffenen Vakuum agieren. – Aber endlich tat sich etwas in dem verstaubt ehrenwerten Gebäude, riesige exotische Pflanzen wurden angekarrt, die Hundertwasser-Klasse in ein Gewächshaus verwandelt, das berühmte Humus-Klo installiert & sogar von einem gesonderten Eingang zur Klasse im Erdgeschoß von der Straße her war die Rede! Als ich dann jedoch nach einiger Zeit mit Studenten aus seiner Klasse über ihr Befinden ebendort sprach, erschienen mir die Sprüche an den Wänden wie Pamphlete gegen die knöcherne akademische Realität, zumal als ich vernahm, dass der Meister aus seinem neuseeländischem Domizil nur per Tonband mit ihnen kommunizierte & bloß zur den Studenten lebensnotwendigen Testur-Signatur des Meisters an der Akademie weilte.

„Eben Hundertwasser”

Auf dem weiten Feld der Kunst sind die Grenzen zwischen Visionären, Schamanen  und Mahnern, Missionaren und Scharlatanen so eng beieinander, dass die Wegweisung einzelner Herausragender für den selbst Kreativen schwierig zu beurteilen ist: auch viele Religionen und Sekten verbreiten dem Glaubenden in bestem Glauben die tradierte dualistische Lehre von Himmel und Hölle als Heil ohne Gewähr. „Ein Wissender. Ein Träumer. Ein Realisierer von Utopien. Ein Romantiker. Ein Poet des inneren Auges. Eben Hundertwasser” beendet Joram Harel einen Nachruf. Als Förderer und Bewahrer gemeinsam mit der Hundertwasser Stiftung um sein Werk wie in dieser geplanten Ausstellung noch heute bemüht. Dessen Freundschaft mit dem Künstler hatte bereits zehn Jahre vor dessen Professur begonnen, als das Hundertwasser-Auge in der telegenen Sendung „Wünsch-Dir-Was” die Sicht vieler Zuseher in ein farbenfrohes Universum öffnete. Das Postulat des Fensterrechts mit dem Aufruf zur Beschreibung durch die eigene Armführung eines Pinsels zwecks farbiger Gestaltung rund um eine öffentlich sichtbare Maueröffnung verankerte damit Friedensreich Hundertwasser im allseits plakativen Kunstverständnis der meisten Österreicher für immer. Ich kann das Schwarz-Weiß-Bild dieser Demonstration im Fernseher meiner Eltern noch heute vor meiner Retina erstehen lassen wie die Geburt der emotionalen Farbsuche durch mein eigenes Auge.

Hundertwasser war Kosmopolit, ohne festen Wohnsitz mit seinem Schiff Regentag nach Venedig, von dort in sein französisches Bauernhaus La Picaudière, dann auf seine Länderein in Neuseeland, wo er unter einem Tulpenbaum auch begraben liegt. Die Ausstellung wird sich der Dokumentation der Hundertwasser´schen Verwandlung seiner Umgebung in verschiedenen Ländern widmen wie auch unbekannten Jugendwerken und Entwürfen aus seiner Hand, die teilweise nie verwirklicht wurden. Und wer hätte jemals gedacht, dass 1996 Henry Maske vor dem Boxkampf gegen John Scully in Leipzig einen Mantel nach Entwürfen des Meisters trug? – Die Ausstellung wird sicherlich einige neue Facetten des Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser aufblättern.

KunstHausWien

Untere Weißgerberstraße 13 A-1030 Wien,   Ausstellungsdauer: 20.November 2008 – 15. März 2009, täglich 10.00 – 19.00 Uhr  www.kunsthauswien.at

zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, München

erhältlich im KunstHausWien MuseumShop

– & Hundertwasser´s obvious influence in the surrounding streets, Obere & Untere Weißgärberstrasse & Weißgärber Lände…

plants & flowers outside the Urania Hotel…

creativity of the pupils of a Viennese primary school (& their teachers too) on the walls of a municipial gas pressure regulator building…

a signboard on a souvenir shop round the corner: Toilet of Modern Art Vienna…

driving home an advertising hint: the painters bring colour to your life…

see also the additional article The Yet Unknown Hundertwasser

Advertisements

Andreas Roseneder         Paukenschlag:rythm & beat acrylic on canvas

the lady in the middle above is the painted copy of  a historical portrait of Maria Anna Aloysia Apollonia Keller, Joseph Haydn´s wife. Haydn about her: “it doesn´t matter to her, her husband is shoemaker or artist.” the others may be Luigia Polzelli & Marianne von Genzinger, two of his muses

haydn2009_banner_sketch2

design-jh-who.jpg

Andreas Roseneder   portrait Joseph Haydn 2007 after Thomas Hardy 1791

my executions in follow are to be read as a test on a well-known testimony.

that silly way I follow the heir of a genius I do not understand jet, – although he – the genius – claimed & everybody ever perpetuated: “my language is understood all over the world.”

–  my sheer attempt to an approximate approachement seems at the moment to be my only chance to understand:

inspired tellers always sent images to somebody listening. – & the images reflected a “sound” to the listeners.

literary seen an image may be a part of some one´s hole story reflected & mingled with by the readers own story.

in a world of a holistic perception of an image the recepient reflects his visions on its own means he ever did. –  obviously a personal pictorial image that always will be overloaded by the beholder to set himself naked into…

… soundlessness …

– good conditions for interception? –

MAAAK – who are you?

where are you?

I´m yearning a sound!

Dr. Haydn

Andreas Roseneder 2008, sketch after a drawing by George Dance, London 1794

haydn2009_banner_portrait1

Andreas Roseneder   the pumpkin twins     aquabrique  on canvas    130x 110 cm

when I entered with Milan Lukáč the scaffold  constructed around Peter Pollág´s sculptur Danube Wings at Danubiana Meulensteen Art Museum some weeks ago, one of Milan´s mosquitos (see some sculptural examples: here) was accompanying us to the top (see also article: on top of Danube Wings). the detail down of the photo above gives evidence to that fact:

today I read about Julius von Bismarck´s Image Fulgurator, a machine he invented to manipulate other´s photos. how terrific imaging to meet Pollág´s double-headed lion (see: worshipping true colours) on the top of his sculpture!

Andreas Roseneder    Kolken, schiedenlich    watercolours on French Canson, 150x90cm, 1995

Andreas Roseneder     Vitus´ Himmel-Höllen-Fahrt     watercolours on French Canson  150x90cm, 1995

this twin-garden-gnomes may stand as daily (!) unnoticed memorial of  9/11 in our civil lifes

Andreas Roseneder      autumn balloon        aqua brique on canvas, 110x130cm 

today I did not smash pumpkins  as it may appear on that image. I just inhaled the colours of autumn & let their language & speech settle down on the canvas. seen through my pupil to my hand   for some prospective. – anybody arround me was interested in –  I think the intense natural coulours of nature suffice to everybody´s satisfaction without artificial change at the moment. but art may let take a second view.

Andreas Roseneder   Monatsbinde / sanitary towel  / innate idea   

 oil & bitumen on canvas   1994

 

Andreas Roseneder   maelstrom / half a day     acrylic & oil on canvas   2001/04