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on september the 6th 2008 at 3:00 p.m. of course of the grand opening of Peter Pollág´s exhibition True Colours at the danubiana Meulensteen Art Museum his sculpture Danube Wings will be unveiled. here some snapshots from the finishing & covering of the culpture with broken coloured glass-stones for this event & some views from the top of the sculpture I ascended yesterday with Slowakian sculptor Milan Lukáč – & some shots from the exhibition Russian Contemporary Art, still open until August 31th 2008 too

 see also the articles about this outstanding & amazing museum near Bratislava:    ahoj, danubiana   &   znovu ahoj, danubiana   &  une promenade avec Madeleine   &   métallo-magie et des tableaux vivants

Heute versuchte ich bei der Anfahrt mit dem Auto von Österreich her die Autobahn nicht nach Bratislava zu verlassen, sondern Richtung Györ weiterzufahren bis zum geopolitischen Dreiländereck, um dort auf ungarischem Staatsgebiet wieder kehrt zu machen und gleich danach auf slowakischem Staatsgebiet ein Kunstgebilde auf der künstlichen Bühne der gestauten Donau bei Čunovo anzupeilen. In dieser Ecke war der Eiserne Vorhang einst gerafft, die Atmosphäre des vom EU-Staatenbund aufgelösten „Niemandslandes” ist nach wie vor im Bühnenwinkel weilend spürbar. Eine ideale Sphäre für Kunst und deren adäquate Darstellung

 „Aquarellist oder Kommunist – egal!”,

 erwidert Direktor Vincent Polakovič auf meine etwas zaghafte Vorstellung als österreichischer Aquarellist im Café des Meulensteen Art Museums. Sein Auftreten heute ist leger und locker, kenne ich ihn doch nur aufgelöst und dabei doch konzentriert auf die Regie vom Vernissagentrubel der letzten Ausstellungen im danubiana, wie das Museum kurz gerufen wird. Eben hat er eigenhändig die neusten Kunstbücher für den Museumsshop hereingeschleppt. „- und wenn Sie mich beim Kehren rund um eine neu aufgestellte Skulptur fotografieren – es passt – ich mache hier ja fast alles”, sagt er offen angesichts meiner kleinen Leica.

Flügel über der Donau

 Am Ende der im Stausee Gabčikovo aufgeschütteten Halbinsel, besetzt von einem Architekturgebilde einer gestrandeten römischen Galeere gleich erhebt sich eine eingerüstete Skulptur in zweifach ausladendem Schwung: Dunajské kridla / Danube Wings nennt der slowakische Künstler Peter Pollág seine Schöpfung. Er war auch am Architekturentwurf des Museums vor beinahe 10 Jahren beteiligt und werkt heute mit seinem Team an der „Verkleidung” der Stahlskulptur mit kleinen Glasstücken, die vor Ort von farbigen Glasstangen gebrochen und zu einer bunten Mosaikschicht über das Modellskelett verlegt werden. Sisyphosarbeit?

– „Die werken schon länger als 2 Jahre an der Sache, das muss fertig werden bis 6. September”, weist der Direktor auf „True Colours” von Peter Pollág, den nächsten Höhepunkt der Vernissagenreihe im danubiana hin. Ich bin im Gespräch zuvor von ihm bereits beinah missionarisch auf Kyrill und Method als verborgenes Zitat in Pollágs Arbeit eingeweiht worden und merke die Notwendigkeit einer Revision meiner hellenistischen Phrasologie in dieser slawischen Welt an. Zuerst schon hatte ich Probleme, die weiße Schrift in kyrillischen Buchstaben vor dem bekannten CCCP auf dem roten Block im Museum zu entziffern geschweige denn zu entschlüsseln.

 Dieser ist als Teil der eben auslaufenden Ausstellung Russian Contemporary Art ganz zentral im Foyer des Museumsbaus platziert. Der Vizedirektor des Modern Art Museum in Moskau, Jevgenij Berezner, hat mit mehr als 50 Arbeiten zeitgenössischer Russischer Künstler einen Einblick in die aktuelle russische Kunstszene kuratiert und das Museum bringt unter anderem Arbeiten von Eduard Steijnberg, Vladimir Nemuchin, Ilja Kobakov, Eric Bulatov und andere Protagonisten bis Ende August zum Leuchten.

 Die Ästhetik unserer Tage heißt Erfolg           (Andy Warhol)

„Zwei Millionen Betriebskosten im Jahr, ich denke nur an die Fußbodenheizung – ein Wahnsinn!”, sagt der Direktor auf den Boden weisend, „- wie das mit 40 oder 80 Kronen Eintritt pro Kopf einnehmen?” –„und die Leihkosten für österreichische Skulpturen zum Beispiel, oder die speziellen Vitrinen für die Kemény-Ausstellung !”

 Vinzent Polakovič hat sich gemeinsam mit dem niederländischen entrepreneur und Kunstsammler Gerard Meulensteen auf dieses Abenteuer eingelassen und die Kommandobrücke der Museumsgaleere übernommen. Immer wieder wird unser Gespräch auch hier im Café durch kurze Anfragen von Arbeitenden & kurze Kommandos seinerseits unterbrochen, so „ganz nebenbei” und ohne Hektik gleich wie auf einer griechischen Autofähre im ionischen Meer in Fahrt – nur diesmal auf der Donau – mit exquisiter Bildender Kunst aus Europa & Übersee beladen. Milan Lukáč, der slowakische Bildhauer mit am Tisch, betont das finanziell autarke Wirken danubianas in der slowakischen Kunstwelt, aber gleichzeitig auch die laufenden Gespräche mit slowakischen Regierungsstellen, die bei der Russian Art – Ausstellung natürlich unterstützend mitwirkten. Man möchte den level of art hier hochlegen und diese Vorbildhaltung nicht nur einnehmen, sondern auch bewahren. Mit allen diplomatischen Mitteln, scheint mir. „Was Geld verdient ist Kunst, Arbeiten an sich ist Kunst, und gutes Geschäft ist die beste Kunst” – um abermals Andy Warhol, dessen Eltern slowakische Wurzeln hatten, zu zitieren.

 Beste Aussichten

  

  Mit Milan besteige ich das wackelige Gerüst um Danube Wings von Peter Pollág. Von da oben hat man zurzeit beste Aussichten. Auf der einen Seite umspült das Wasser der gestauten Donau träge die Ufer der Halbinsel mit den Skulpturen um das Museumsgbäude. Ein grosses Luftkissenboot schneidet sanfte Wellen auf die glatte Wasseroberfläche und bringt damit kleinere Schiffe zum Schaukeln. Auf der anderen Seite gen Norden thront ganz hinten am Hügel die Burg von Bratislava.

 „Die Österreicher verraten nicht, woher sie diese fantastischen Vitrinen haben, ich möchte wissen, wo die gemacht werden, sie zu kaufen käme billiger als sie immer anzumieten!”, meint Direktor Vinzent Polakovič – Vielleicht ein Anstoß zu engerer künstlerischer Zusammenarbeit zwischen den Ländern – & ein Angebot für unseren Agenten, nicht weiterhin bloß als Kustos zu agieren?

 

                                            link: www.danubiana.eu

nächste Ausstellung:

Peter Pollág „True Colours” 6. September – 30. November 2008

PANNOrama 008 05

2 Trackbacks/Pingbacks

  1. By reality of photography « poesis & crisis on 12 Sep 2008 at 9:40 am

    […] blitZ- iron paintstabiles,the kisssecret callon top of Danube Wingsborn to porn II : leccinumBlack & White on Zante: Red!shrivel up that shrimps!invitation to […]

  2. By familiar « poesis & crisis on 11 Jun 2009 at 1:18 am

    […] Pollág is still working on his Danube Wings: “some  poets give knowledge how many glass-pieces I already have fixed on that […]

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