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Monthly Archives: April 2008

tulip or lily?  –  that´s the question!

lily of the valley!  –  that´s the call!

 

wo?

 lichterfarben

blumen benisten gräber

und nußschalen – rissig geädert

schwimmende inseln auf körnigem kies

 

in spiegelspielendem tropfen

an innenwandung

herzens

da!

                     ( 1977/2008 )

 

 

a side-step to Christian Irjala

 

a side-step to Robert Mapplethorpe

& a vision of  The Perfect Moment

 

“The Perfect Moment is exactly that: a study of the point where sex merges with sensuality, eroticism merges with the edges of pornography, fear of the camera merges with revelation of the inner self. Simply put, it is an extraordinary collection of work by an extraordinary man.”

Deborah A. Levinson 1990 about Robert Mapplethorpe on The Tech online edition

 

 

 

see also: about © on the magic moment
all photos © René Desor

battlefield of sensations                                                                 acryl on canvas

sometimes human life seems to be a battlefield of arising emotions in an ocean of unfullfilled wishes. silhouettes of human genders fight their shadow-play on a colourful battlefield of sensations. why paint all that suffer?

“this lady, maam”, he answered, “turned out to be Mr Rochesters remembered tones still picturing her pale and spiritual aspect, her kuyftjupzqk” – which brain brings forth such a sentence? (spam-comment)

 

Wollt ihr das bett in flammen sehen

Wollt ihr in haut und haaren untergehen

Ihr wollt doch auch den dolch ins laken stecken

Ihr wollt doch auch das blut vom degen lecken

Rammstein

Ihr seht die kreuze auf dem kissen

Ihr meint euch darf die unschuld kuessen

Ihr glaubt zu toeten waere schwer

Doch wo kommen all die toten her

Rammstein

Sex ist ein schlacht

Liebe ist krieg

Wollt ihr das bett in flammen sehen

Wollt ihr in haut und haaren untergehen

Ihr wollt doch auch den dolch ins laken stecken

Ihr wollt doch auch das blut vom degen lecken

Rammstein 

– to follow the run of inspirations see comments please

 

bloß sommerangebot/an offer for that summer: (link)

 

 

 in the next weeks a new issue of the periodical Austrian magazine PANNOrama – insights into the pannonian life-stile – will be published. in the following I give an account on my recent article about an Austrian lithographer & painter, who has designed a lot of international postage stamps, here compounded & supplied with more photos & links. more English information about Adolf Tuma´s philatelic work you will also find: here

 a reference in English language to Adolf Tumas Austrian postage stamp on the topic “Mauthausen: The 60th Anniversary of Liberation” you find: here

 

 

 Als Kursleiter in Aquarell- & Acrylmalerei an der Sommerakademie Griechenland auf der ionischen Insel Zakynthos bin ich es gewohnt, dass bei mir Leute im Kurs auftauchen in der Hoffnung, vom genauen Zeichnerischen und detailgetreuer Abbildung Abstand nehmen zu können und unter der griechischen Sonne Inspiration in der spontanen gestischen Malerei zu finden, also LehrerInnen, technische ZeichnerInnen, Architekten bis hin zum Herzchirurgen. So fand sich auch ein gewisser „Hugo” ein, wie er von allen genannt wurde. und dieser „Hugo” war gut, wie er da zuerst bedacht auf ein unbeflecktes Großformat aus Leinwand zuging, um es dann sicher und schwungvoll mit Pinsel und Acrylfarben frei weg zu bearbeiten. In einem Gespräch schnappte ich noch auf, dass er beruflich als Lithograph arbeite, und ich erinnere mich noch daran, dass ich mir dabei dachte, „schon wieder jemand, der die Befreiung von seinem akribischen Metier in der freien Malerei sucht”. Hugo war dann öfter bei mir im Kurs, eigentlich unauffällig, aufgefallen sind nur sein lebensfroher Humor & seine sehr sicher und farbenfroh gemalten Werkstücke. Kreative, die von sich aus kraftvoll & selbstbewusst agieren, soll man dies in Ruhe gewähren lassen und nicht unterbrechen, ist meine Devise: das ergibt die besten Resultate.

 Eines Tages sah ich zuhause bei meinem Vater – ein leidenschaftlicher Sammler & auch Philatelist –  auf dem Schreibtisch die Zeitschrift „Die Briefmarke” liegen, aufgeschlagen ein Bericht mit einem Porträtphoto des „österreichischen Briefmarkenkünstlers Adolf Tuma“. Erfreut über dieses Wiedersehen rief ich meinem überraschten Vater zu: „Das ist ja der Hugo! – Ein guter Maler!” So erfuhr ich sozusagen nebenbei, dass sich Hugo auch schon durch Ausstellungen im In- und Ausland, vom Postmuseum in Vaduz bis zum Egon-Schiele-Museum in Tulln, nicht nur mit seinen philatelistisch geprägten Arbeiten profiliert hatte und er in Haslau an der Donau in benachbarter Nähe der Ausgrabungsstätte der alten Hauptstadt Carnuntum der römischen Provinz Pannonia wohnt.

 Haslau liegt auf der rechten hochragenden Seite des Donauufers, ein erhöhter Standort, der den schweifenden Augen des Besuchers einen Blick über das Marchfeld bis nach Wien hin gewährt. Darunter beginnt sich die Vegetation der Donauauen auszuweiten, die eine einzigartige Flora und Fauna beherbergt und welche einen großen Stellenwert in Weltsicht und Werk des Malers Adolf Tuma hat.

 

 Bevor man sein Haus betritt, durchschreitet man einen kleinen Garten, in dem man als Florist sofort sieht, dass da ein Pflanzenliebhaber am Werk ist: Wo steigt man schon über das jetzt im Frühjahr hochschießende Kraut des papaver orientalis, des türkischen Mohns?

 Er hat beim Bau des Hauses liebevoll bei vielem selber Hand angelegt: von den Verfliesungen auf den Böden, den Wänden, ja sogar um die Fenster draußen bis hin zu Stützskulpturen des Waschbeckens im Bad & Spiegelmosaik am Kasten. Der Duft von Tandoori Masala durchzieht das Haus, er hat meine Familie zu einem Indischen Huhn geladen. Alle Sinne werden aktiviert.

 Seine experimentell-spontanen Malereien, deren mancher Entstehungs-geschichte ich aus den Kursen  auf Zakynthos kenne, hängen in den Wohnräumen, eingefasst von Pflanzenstillleben in Tontöpfen, offenbare Gleichberechtigung der Natur & künstlerischem Werk, im Gang Drucke von den österreichischen Künstlerkollegen Hodina & Pilcz, zum Atelier führt er mich über die Kellerstiege hinunter, wo er Arbeiten seinem großen Fundus vor mir ausbreitet. Auch auf den türkischen Mohn, diesmal in seiner erblühten Pracht gemalt, treffe ich hier wieder.

 Adolf Tuma hat seine Lehre als Lithograf in der Briefmarkenabteilung der Österreichischen Staatsdruckerei gemacht und arbeitet noch heute dort im Wertzeichenatelier. Seine Auftraggeber waren aber auch schon die Post Liechtensteins, Luxemburgs, Kuwaits und San Marinos, der Tierpark Schönbrunn & der Nationalpark Donauauen bis hin zur Österreichischen Nationalbank. – Seine Hände haben die Portraits von Rosa Mayreder und Karl Landsteiner der letzten Schilling–Fünfhunderter und -Tausender-Scheine gezeichnet. Und bisher sind über 100 Briefmarken mit Adolf Tumas Ideen bestückt. „Da stecken viele Arbeitsstunden in so einer Marke drin.” Ganz stolz ist er auf die Marke 60 Jahre Befreiung KZ Mauthausen:

 “Vom Entwurf bis hin zur Stichradierung alles selber gemacht, das ist nicht so selbstverständlich, dass man das darf”, sagt er. Auch auf die Marke Nationalpark Donauen verweist er. Da durfte er einen besonderen Kippeffekt mit Iriodin einsetzen.- Und er konnte sich wohl in seiner geliebten Heimat künstlerisch frei bewegen, denke ich, es wird wohl nicht immer so einfach sein, den Wünschen der Auftraggeber gerecht zu werden. Aber wenn man Aufträge wie 250 Jahre Tiergarten Schönbrunn bekommt, stimmt wohl die Qualität, vor allem, wenn dann auch noch die Österreichische Post mit dem chinesischen Tourismuspreis ausgezeichnet wird. Preise hat auch er selbst schon einige bekommen für seine Marken, die Golmedaille für die Marke WIPA 2000 zum Beispiel –„Most unique and innovative Issue”, Washington DC, dann den ersten Preis für die Yehudi Menuhin Trophy 2006 for Music Philately und die Goldmedaille für den Briefmarkenblock „Katholikentag” bei der 11. Government Postage Stamp Printer´s Conference in Shanghai. 2004 wurde ihm auch das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

 Beim kulinarischen Genuss des Tandoori-Huhnes mit Avokado-Salat erwähnt Hugo, dass er mir einmal den „Aukönig” zeigen will. „Eine riesige Schwarzpappel mit einem Stammumfang, für den man 6 Menschen braucht, ihn zu umfassen”, sagt Hugo. „Ein Energiebaum”. Auf vielen seiner Bilder ist der Baum ein zentrales Thema. Dabei blitzen seine Augen & ich freu mich jetzt schon auf den Anblick – und den Energieschub.

 nächste Ausstellung/next exhibition:

23. August 2008

WEIN-STEIN-BEIN im Winzerhof Hannes Steurer in Haslau im Rahmen der Carnuntum Experience

more about A. Tuma & his environment:  kingfisher´s & beaver´s land

Andreas Roseneder   nazar-boncuk-balon   watercolours on Ecus Sistina

somebody came along to my blog searching “nazar-boncuk-balon”. I can help. watercolors on Ecus Sistina. still wet state. more about the story behind that symbol see post: nazar, boncuk – veya tek kemgöz?

originally I wanted to follow the islamic tradition to stay ornamentic in expression but a female figure develops beyond the eye…

… & more & more accompanied by others

the already finished eveil-eye-ballon you find: here

 

wer wagt den ersten schnitt für mich

den eignen schritt zu öffnen?

wer macht die tat zur sach´

so klar, dass ich sie verfehlen mag?

 

für Hertha Kräftner 

 

la nudité des fleurs c´est leur odeur charnelle

qui palpite et s´émeut comme un sexe femelle

et les fleurs sans parfum sont vêtues par pudeur

elles prévoient qu´on veut violer leur odeur

 

Guillaume Apollinaire

Andreas Roseneder                                          watercolours on Ecus Sistina

El Greco´s balloon? – I think it is time to leave the air & come back to Earth. – this balloon here could be a bowl, for me it is a mirror-bowl, imaging a woman reflecting on her body in a mirror. this combination of cerulian light blue & venetian red brown is a heir of El Greco he offered me at Toledo in Spain: one of his numerous contemporarty copyists thougt to be the official legatee of the masters enigma but misunderstood the interpretation. his wrong copying was an insult to my eyes but a help in avoiding to do probably the same mistake. the master does not teach, just offers his privy purse – or keeps it closed. teaching includes mistakes.