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Monthly Archives: December 2007

im zuge der politischen & ökonomischen EU-erweiterung der letzten jahre öffnen sich plötzlich grenzen, wodurch einerseits der tägliche verkehr & handel beschleunigt wird, was sich spontan gesehen zuallererst als erleichterung im alltagsleben erweist, andrerseits auf dauer erlebt einem wachen individuum & einer verantwortungsvollen gesellschaft allgemein neue aufgaben stellen wird, die vermehrt mobilität, flexibilität & neue kommunikationsformen einfordern.

die gegenwärtige gesellschaftliche kommunikationsform  spielt aber nach wie vor den kulturellen gedanken als kulturpolitische grenze, wenn sie das wort „kunst” ausspricht. & diese ist von den latifundien der lebenden kunst & vom zeitgenössischen künstler weit entfernt.

der am 5.12. verstorbene deutsche komponist  Karlheinz Stockhausen ist mit seinem werk sowohl in seiner generation auch als in den nachfolgenden dermaßen wenig verinnerlicht, dass in einem nachruf sein einfluss auf jüngere musiker wie Björk betont werden musste & nicht per se sein werk zitiert wurde.

die gesellschaft muss offenbar diese kulturelle grenze verteidigen, denn wenn kunst von einem individuum, das sich als künstler definiert, ausgesprochen wird, dann kann wie im falle Stockhausen folgendes tönen:

Trotz seiner Bedeutung galt Stockhausen als kontroverse Person. Seine zuweilen exzentrische Selbstdarstellung stand auch in Fachkreisen stellenweise stark in der Kritik. Öffentliche Äußerungen wie „Ich wurde auf Sirius ausgebildet, und dort will ich auch wieder hin, obwohl ich noch in Kürten bei Köln wohne”, sorgten für öffentlichen Spott und Empörung. So auch seine Bemerkung im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 „Das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für den ganzen Kosmos.”

 trplet-towers.jpg

 Er führte dazu aus:                                                                                                      

„Dass Menschen in einem Akt etwas vollbringen, was wir in der Musik nicht träumen könnten, dass Leute zehn Jahre üben wie verrückt, total fanatisch für ein Konzert und dann sterben, stellen Sie sich das doch vor, was da passiert ist. Da sind also Leute, die sind so konzentriert für eine Aufführung und dann werden fünftausend Leute in die Auferstehung gejagt, in einem Moment. Das könnte ich nicht. Dagegen sind wir gar nichts als Komponisten. Manche Künstler versuchen doch auch über die Grenze des überhaupt Denkbaren und Möglichen zu gehen, damit wir wach werden, damit wir uns für eine andere Welt öffnen … Ein Verbrechen ist es deshalb, weil die Menschen nicht einverstanden waren. Die sind nicht in das Konzert gekommen. Das ist klar. Und es hat ihnen niemand angekündigt, Ihr könntet dabei draufgehen.”

Stockhausen selbst hatte am 19. September 2001 eine schriftliche Erklärung in englischer Sprache zu seinen umstrittenen Äußerungen abgegeben. Er widerrief seine Äußerung nicht, sondern verwies auf die Figur des gefallenen EngelsLuzifer und den Zusammenhang mit seinem siebenteiligen Zyklus Licht. Das Zitat sei vom Journalisten der ihn interviewenden Zeitschrift entstellt und aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er distanzierte sich ausdrücklich von dem Terroranschlag und schrieb in der Erklärung, dass er die Opfer in seine Gebete einschließe.

Quelle: wikipedia

der in Österreich landläufige spruch: „wäre der Hitler bloß akademischer maler geworden, dann hätte er sich auf der leinwand austoben können” kommt ja auch nicht von ungefähr.

 

3 sattsam bekannte aussprüche von herausragenden künstlerpersönlichkeiten des letzten jahrhunderts, welche damit die arbeit in der sparte „kunst” paraphrasierten:

„es wird eine zeit kommen, da ist jeder für 5 minuten berühmt”

Andy Warhol (1929 – 1987)

„jeder mensch ist ein künstler”

Joseph Beuys (1921 – 1986)

„Ich brauchte ein leben lang um wie die kinder zu malen”

Pablo Picasso (1881 – 1973)

Ich sage:

„kunst ist mord am genius” 

Pablo Picasso sagte: siehe: link                                                             

Colonel Klingore (Francis Ford Coppola/Apocalypse Now) sagt:

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„Ich liebe den geruch von napalm am morgen”      

                         

               

             

 

  

 

                 Ich sage:

                “kunst ist mord an der unschuld”

Picasso sagte auch: “computer sind unnütz  –  sie können uns nur antworten geben.”

artstage sagt: “computer machen keinen fehler – nur Du!”

 

 

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…#$&%ing Teri Horton?

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 Andreas Roseneder   the harpist   32 x 24 inches acryl 2005

                                                         

Contribution to the benefit auction to continue the existence of the jazz
gallery Nickelsdorf Konfrontationen (image=link). Among others, the picture
above will be auctioned. For additional pictures, see here: http://www.hans-paul-limbeck.info/

 Andreas Roseneder     die harfenspielerin     80 x 60 cm    acryl    2005

beitrag zur benefizauktion für den weiterbestand der jazzgalerie Nickelsdorf  konfrontationen  (image = link).  unter anderen ist obiges bild zu ersteigern.  weitere bilder zu sehen unter:  www.hans-paul-limbeck.info

siehe auch/see also:  der standard / print-ausgabe 13.12.2007

klingt.org related events

jazzzeit.at

das bild hat einen käufer gefunden!        Danke!        the painting above is already sold!          Thank you!

bis 15. jänner 2008, 17 Uhr kann man noch an der aktion “kultur in nöten” für die jazzgalerie Nickelsdorf übers internet mitsteigern, siehe: “kultur in nöten!

(the cut-off time and date for accepting bids for other artwork will be january 15, 2008, 5:00 pm, at that time the artwork will become the property of the highest bidder.) 

more information about the    konfrontationen 2005

                                                konfrontationen 2007

Hans Falb. Jahresende 2007 im Burgenland-Kurier

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I am surrounded by books, walled in written words bounded in spines, still gazing into this viewing screen. I am concentrated & the words appear although my English is moderate. I am an addict. I have stopped drinking, smoking, snuffing & fucking around but this blogline holds me to the desk. & this is the confession of an author of words who is unqualified to sell his words. but this is not his waste-paper basket.

here could be the beginning of an effort to create something new by words. you may call it blogstory, blognovel or better: blog.txt. it will be hard for you to follow this exhausting experiment, because my language will change, but I think you will not be asked too much in these overburdening times.

in future you will find the continuing blog.txt by using the tab “ tBP” (tau beta pi) next  “about”.  caution! – I awake with my mother tongue!

 

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image = link to dud = blindgänger ( “rohrkrepierer” österr. ugs.)

… „Nein, nur nicht Deutsch sprechen!”, unterbrach er sich selber. Er glaubte es körperlich zu spüren, diese Aufzeichnungen für Dambruch nicht in deutscher Sprache fortführen zu können, der Sprechfluss, dem er im Sprachfluss nachschrieb. Wie er die Worte vor sich in Schrift ansammelte, dieser ganze Schreibvorgang schien ihm augenblicklich äußerst zuwider. Ganz so, als wollte er einen Schreibfluss aus seiner Sprache erzwingen. Andrerseits sah er sich aber auch außerstande, seine Notizen in Englisch fortzusetzen, er dachte ja nicht Englisch, wenn er Heimatnotizen von sich geben wollte, er war doch geprägt in einer Sprache, nämlich seiner Muttersprache, die nun mal Deutsch war. Das Ganze schien ihm auch plötzlich ein perverser Akt zu sein, hier auf Ikaria in griechischer Sprachatmosphäre, die zudem noch vom Arabischen durchdrungen war, Deutsch zu sprechen geschweige denn zu schreiben. Bei der Ankunft hatte er die Leute gar nicht Griechisch sprechen gedacht, sosehr war phonetisch das Arabische in ihrem Sprechen präsent, ähnlich wie auf Zakynthos im Ionischen Meer, wo er vor kurzem war & die Leute Italienisch sprechen geglaubt hatte, obwohl sie Griechisch sprachen, was sich für ihn dann erklärte, als er hörte, dass die Venezianer über vierhundert Jahre auf der Insel Zakynthos geherrscht hätten, vielleicht waren die Araber hier, dachte er hier, zumindest die Türken, denn das türkische Festland war nicht weit, aber einen Anklang ins Türkische hätte er doch wohl gemerkt, da er ein bisschen Türkisch sprach, verwarf er dies wieder. Mit der Nachbarschaft zwischen Griechen & Türken stand es ja gegenwärtig auch nicht zum Besten. & auch sonst vernahm man hier hauptsächlich die englische Sprache, ein Großteil der Bewohner war angesichts der Ausweglosigkeit hier ausgewandert, zwischen den griechisch-türkischen Reibereien, sozusagen am Reibungspunkt der nachbarlichen Beziehungen, hinausgequetscht worden in den englischsprachigen Raum, am Hafen schon wurde er von Einheimischen begrüßt, die in Canada, den USA oder sonst wo im anglo-sächsisch eroberten Phonetikraum Handel trieben. Als Landflucht bezeichnet man dies bei uns im niederösterreichischen Waldviertel. – Wäre es hier angebracht von Inselflucht oder Seeflucht zu sprechen? – Die deutsche Sprache kam ihm wieder dazwischen, die Frage, ob sich die Flucht auf das verlassene Land bezöge, auf das erhoffte Land oder auf die Flucht selber über Land ?…

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Andreas Roseneder / acryl & sand on canvas

image =  link to a lucid interval for the Austrian sculptors

Rudolf Pinter &  Franz Gyolcs

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traditional Austrian Krampus welded in plastic

image = connecting link

 

 

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eine quelle des aktuellen vorweihnachts-illuminierungs-angriffs auf unser sinne ist klein wie ein glühwürmchen & leuchtender feind des kerzenlichtes: der schlimmste import aus asien seit dem schwarzpulver…

 

 

blauracke3.jpg                   Andreas Roseneder                            blauracke                               aquarell 2005

image-link: Albrecht Dürer,  blaurackenflügel

welch regressive ästhetik – der mythos ist dermaßen durchdringend, dass er sich vordergründig ins bild schiebt…

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welch aggressive reaktion – die frage wäre jetzt: aus verzweiflung? oder unvermögen? – oder einfach unbedachtheit?