Skip navigation

 Es ist nur der Mond.
 Aber dessen Licht reicht aus, die Szene zu erhellen.
 Das Mondlicht lässt alles ganz leicht durchsichtig erscheinen, verleiht der ganzen Szene einen Schleier der Einzigartigkeit, ja der Einmaligkeit oder gar Unwiederbringlichkeit in der Erscheinung.
 Ein weißes Mondlicht, das weiße Schenkel hat & diese Schenkel weiß hinaussplittert ins Nachtdunkel: Lichtkreisel & Lichtkringel spielen spiegelnd über die bewegte Wasseroberfläche des nahen Baches auf den Blättern eines Olivenbaumzweiges, springen einfach über im Licht ins Geäst & spielen Kreisreia; ein tanzendes Kringelolivengewächs, das ihn da selber einkreist & einwickelt in seine silbernen Fäden; weiße Schenkel werfen stahlgraue Schatten auf silberne Kringel; dazwischen eingefaltet der Rock in sachte Wellen, deren Rundung ab & zu aufplatzt durch springende Luftbläschen: das Wasser als elementares Spiel: Wasserschenkel schlagen oliv-blaugraue Bläschen; & immer wieder der Mondschein, der dazwischenblinkt.
 Stella liegt regungslos, nur entblößte Schenkel ragen aus ihrem weißopaken Rock, vielleicht lächelt sie, weiß nicht, ihr Gesicht ist Mond, lächelt der?; ein Kreisrund als Gesicht, dann bewegen sich die Lippen in diesem Rund, Stella sagt irgendetwas, weiß nicht was, was nichts zur Sache tut als weiterhin weiß färbt; da der Mond & Stella spricht wie Mond & Stella spricht Mond weiß; Nike wie Mond; die Weißschenkel beginnen leicht zu vibrieren, nein ich vibriere! & splittern zurück in den Mondkreis; das Zelt färbt sich rot & blau; Glasfarbenlicht; als wäre es erfüllter Wunsch; die Röte dominant scheinend, die Bläue hält die Szene fest wie das Zeltgerüst das Leinen; dazwischen mehren sich tummelnd die Schenkel, sich reibend aneinander, einzelne Mondsplitter abschüttelnd.
 Mit Stella ein Versinken im Wasser & die Wellen schlagen über ihm ein.
 Die Vibrationssplitter überfliegen ganze Landstriche, in ein in die Weite gezogenes Land, das noch zu Fuß begangen sein will, denn ein Fahrzeug steht nicht zur Verfügung; Gewitterwolken verdunkeln den Mond, ein Blitz entlädt über den Donner Wasser vom Himmel, tränkt das Leinen der Zelthaut & lässt das nasse Tuch fallen auf ihre dampfenden Häute.
 Stella Europa auf nassem Stier.
 Gefangen in nassem Tuch.
stella.jpg

One Comment

  1. WOW!!!!!!!


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: