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übergehen

heute ist es Sommer

wie es früher

einmal war

 

früher war es Sommer

wie es eh

„hätt sei solln”

 

gestern eher

als

heute mal

 

Hat jemand während der Lektüre im Lesefluss etwas überflogen, & äußert im Nachhinein so was wie: „des hob im ma hoit so glesen”, bezweifelt man im nachfolgenden Gespräch mit diesem bei der Recherche in dessen Gedächtnis, dass er gewisse Inhalte geschweige denn semantische Informationen wahrgenommen hätte.

Dabei hat man jedoch nicht der menschlichen Phantasie Rechnung getragen.
Überflogen.
Man nehme einmal an, dass dieser Fluss – ich spreche noch immer vom zitierten Lese-fluss, – aber werter Hörer könnte im Augenblick dieser meiner Rezitation den Rede-fluss mit einbeziehen auf unserer imaginären Landkarte – dass dieser Fluss ein transzendentes Floss als geistiges Vehikel benötigte zur intellektuell befriedigenden Überfuhr. Das imaginierte Flugzeug, in dem wir aber jetzt sitzen, dem sprechen wir wohl ab, dass es diesen geistigen Transport vollständig vollzöge, zu wenig bekommen wir von der Landkarte unter uns mit & schon gar nicht, wenn wir keinen Fensterplatz ergattert haben.
Wir sind nun mal Augenmenschen.
Also – überfliegen? Überspringen verzeiht man dem Leser noch, nutzt er doch dabei seinen eigenen Körper, um den Bach zu überwinden in Kenntnis dessen Mündung in den Fluss, auch über-setzen dann wieder am Fluss mit unserem noch gegenwärtigen transzendenten Floss, um die Sprachbarriere zu überbrücken, wenn auch mit Hilfe eines Wörterbuches.

Aber über-fliegen?

Negieren wir denn da nicht etwas unter uns oder sprechen wir damit diesem Bereich nicht gar seine Existenz ab, weil er einfach bloß hinderlich ist für das Erreichen unseres Zieles, das wir bereits vor Augen haben?

Überflogene Strecken – dabei hat man doch nichts mitbekommen.

Überfahren. – Keine Angst, wir befinden uns ja nach wie vor in einem Flugzeug, in die Sitzschalen gepresst & angeschnallt & die einzigen Räder hier sind diese kleinen Rollen an den Wägelchen der FlugbegleiterInnen.
Aber wären wir nicht so gespannt auf das, was da vor unseren Augen liegt, hätten wir uns nicht hier gemeinsam in diesen engen Rumpf einer geflügelten Röhre stauchen lassen, angeschnallt empfängnisbereit für alle Überraschungen. Wie Rudeltiere zusammengerottet die Meldungen des Alphatieres erwartend, um gemeinsam bereitwillig in Gedanken auch alles wirklich Erdenkliche an uns vorüberziehen zu lassen:

 

FLUG-SIMULATOR

 

EN-TEBBE

SCHUB-UMKEHR

WORLD-TRADE-CENTER

BERMUDA-TRIANGLE

„fasten your seatbelts”

 

[das stewardEss-sequel ist virtuell nicht nachvollziehbar]

 

BLACK BOX

„Im Namen der crew wünsche ich einen angenehmen Flug”

„Schatzi, bin glei wieda daaa!”

 

Ich danke Jürgen für sein Verständnis, daß ich nicht gleich “da war”.

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