Skip navigation

 

 Der blogpit ist irgendwie ein erweiterter Schreibtisch, „klassisch” gesehen.

 Bodenständig ständig „auf Draht”

 Die „avantgardistischen” laptop-Anarchisten versteh ich sowieso nicht, das sind wohl die Leute, die in meiner Kindheit ihre Stamm- & Tagebücher mit Schlüsseln abgesperrt haben. Die hab ich schon damals nicht verstanden. Obwohl ich sie beneidet habe. Um den Schlüssel natürlich. So wie jetzt um den laptop.

 Soviel ich weiß, sind viele der Tagebücher auf irgendwelchen Dachböden verschwunden, & wenn sie dann mal unvermutet auftauchten, war kein Schlüssel dran. & dann entdeckte man in der Werkstatt im Keller verschiedenste Schachteln mit so genannten Kleinteilen. Schrauben, Nägel & eine Unmenge an Schlüsseln in jeder Form & Größe. Von denen hat natürlich keiner gepasst. Da blieb nur noch die Gewalt der Zange. – & die ganze Mühe für ein paar abstruse Gedankengänge.

 Für mich war es immer die Schreibunterlage, die wichtig war. – Schreibtisch, Küchentisch, Schultisch, Kommode – egal – eine horizontale Unterlage, um seine Gedanken in Notizform hinkritzeln, aufschreiben, zeichnen zu können. Wo sie auch liegen bleiben konnten. Unversperrt. Im Notfall auch direkt auf die Holzplatte drauf. – Vielleicht findet sich jemand, den es interessiert?

 & so geht es mir jetzt mit diesem „Kasten”, dem computer. Den muss man zwar per Knopfdruck „an- & zumachen”, aber man weiß, dass die eingetippte Nachricht über den eigenen weblog im net zwar gefangen, aber nicht verschlossen ist. 

 Den laptop muss man zwar auch nur „auf- & zuklappen”, aber trotzdem verhält es sich wie mit dem Schlüssel damals: Die Insignie der Herrschaft über Auf & Zu, An & Ab gibt dem Ganzen, das da drinnen stehen mag ein gewisses Gewicht an Bedeutung. Mit elektronischen Verschlüsselungen womöglich.

ON / OFF

Letztendlich finden sich ja dann auch nur Gedanken zur Zeit darin. Warum könnten die nicht gleich öffentlich sein?

 

 Der blogpit-captain selber bleibt von Haus aus im Geheimen, auch wenn er mit seiner Botschaft gleich rausrückt. Man weiß ja nie, wer die Maschine ins Bermuda-Dreieck fliegt, auch wenn der captain per Durchsage die Passagiere zu beruhigen versucht, dass „das Bermuda-Dreieck bloß eine viel zitierte Mär seit Seefahrerzeiten” sei. Da kann sich dann jeder seine eigenen Gedanken dazu machen & der Geschichte virtuell auch noch was dranhängen.

Was man vom laptop-user ja nicht unbedingt sagen kann. Dieser zeigt einem auch im traditionellen Wiener Kaffeehaus mit klassischer Tageszeitungsverschleißstelle virtuell die neuesten Anflugschneisen auf Singapur. Inklusive GPS-Grafik selbstverständlich. Das haut einen natürlich im ersten Moment um.

Aber irgendwie kann man dann doch nichts dazu sagen.

 

Ich danke artstage für die photographischen Einsichten in seinen/ihren (?-sic!) blogpit. – Ist ja gar nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht grad mitbekommen hat. Man kann dies hier als konservativen link betrachten. Ohne HTML-Sprache sozusagen: artstage.

 

 

3 Comments

  1. ein hoch der unterlage!

  2. rescue from oblivion, my dear!

  3. back from the exile of the last 2 “days of absence”!
    der pilot meldet sich zurück – wieder am “blogpit”!
    freu mich schon auf deine lesung heute!
    CU there!


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: