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Monthly Archives: June 2007

Johannisnacht & Nodfeuer auf Schloß Meires im österreichischen Waldviertel

Wenn der Mythos einen gepackt hat an den uralten Wurzeln der rudimentären Fühler, die der moderne Mensch noch übrig hat, um dafür empfänglich zu sein, dann werden dessen elektronische Behelfe zur Schau & Aufnahme zu einem penetranten Störfaktor gegen ihn selbst. Wenn der Kameramann dann auch noch zum Regisseur der der zu archivierenden Bildfolgen wird, dann fragt er sich im nach hinein, welcher Teufel ihn denn geritten hätte, dieses Sakrileg zu begehen.

Ich schreibe dies auf einen Zettel & werfe ihn jetzt in das Feuer, um diesen Fehlschritt in Zukunft zu vermeiden.

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Dank an den Schlossbesitzer (seine Gäste & die Feuerwehr Meires / Kottschallings) für das Feuer zu dieser Erkenntnis

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übergehen

heute ist es Sommer

wie es früher

einmal war

 

früher war es Sommer

wie es eh

„hätt sei solln”

 

gestern eher

als

heute mal

 

Hat jemand während der Lektüre im Lesefluss etwas überflogen, & äußert im Nachhinein so was wie: „des hob im ma hoit so glesen”, bezweifelt man im nachfolgenden Gespräch mit diesem bei der Recherche in dessen Gedächtnis, dass er gewisse Inhalte geschweige denn semantische Informationen wahrgenommen hätte.

Dabei hat man jedoch nicht der menschlichen Phantasie Rechnung getragen.
Überflogen.
Man nehme einmal an, dass dieser Fluss – ich spreche noch immer vom zitierten Lese-fluss, – aber werter Hörer könnte im Augenblick dieser meiner Rezitation den Rede-fluss mit einbeziehen auf unserer imaginären Landkarte – dass dieser Fluss ein transzendentes Floss als geistiges Vehikel benötigte zur intellektuell befriedigenden Überfuhr. Das imaginierte Flugzeug, in dem wir aber jetzt sitzen, dem sprechen wir wohl ab, dass es diesen geistigen Transport vollständig vollzöge, zu wenig bekommen wir von der Landkarte unter uns mit & schon gar nicht, wenn wir keinen Fensterplatz ergattert haben.
Wir sind nun mal Augenmenschen.
Also – überfliegen? Überspringen verzeiht man dem Leser noch, nutzt er doch dabei seinen eigenen Körper, um den Bach zu überwinden in Kenntnis dessen Mündung in den Fluss, auch über-setzen dann wieder am Fluss mit unserem noch gegenwärtigen transzendenten Floss, um die Sprachbarriere zu überbrücken, wenn auch mit Hilfe eines Wörterbuches.

Aber über-fliegen?

Negieren wir denn da nicht etwas unter uns oder sprechen wir damit diesem Bereich nicht gar seine Existenz ab, weil er einfach bloß hinderlich ist für das Erreichen unseres Zieles, das wir bereits vor Augen haben?

Überflogene Strecken – dabei hat man doch nichts mitbekommen.

Überfahren. – Keine Angst, wir befinden uns ja nach wie vor in einem Flugzeug, in die Sitzschalen gepresst & angeschnallt & die einzigen Räder hier sind diese kleinen Rollen an den Wägelchen der FlugbegleiterInnen.
Aber wären wir nicht so gespannt auf das, was da vor unseren Augen liegt, hätten wir uns nicht hier gemeinsam in diesen engen Rumpf einer geflügelten Röhre stauchen lassen, angeschnallt empfängnisbereit für alle Überraschungen. Wie Rudeltiere zusammengerottet die Meldungen des Alphatieres erwartend, um gemeinsam bereitwillig in Gedanken auch alles wirklich Erdenkliche an uns vorüberziehen zu lassen:

 

FLUG-SIMULATOR

 

EN-TEBBE

SCHUB-UMKEHR

WORLD-TRADE-CENTER

BERMUDA-TRIANGLE

„fasten your seatbelts”

 

[das stewardEss-sequel ist virtuell nicht nachvollziehbar]

 

BLACK BOX

„Im Namen der crew wünsche ich einen angenehmen Flug”

„Schatzi, bin glei wieda daaa!”

 

Ich danke Jürgen für sein Verständnis, daß ich nicht gleich “da war”.

 

 Der blogpit ist irgendwie ein erweiterter Schreibtisch, „klassisch” gesehen.

 Bodenständig ständig „auf Draht”

 Die „avantgardistischen” laptop-Anarchisten versteh ich sowieso nicht, das sind wohl die Leute, die in meiner Kindheit ihre Stamm- & Tagebücher mit Schlüsseln abgesperrt haben. Die hab ich schon damals nicht verstanden. Obwohl ich sie beneidet habe. Um den Schlüssel natürlich. So wie jetzt um den laptop.

 Soviel ich weiß, sind viele der Tagebücher auf irgendwelchen Dachböden verschwunden, & wenn sie dann mal unvermutet auftauchten, war kein Schlüssel dran. & dann entdeckte man in der Werkstatt im Keller verschiedenste Schachteln mit so genannten Kleinteilen. Schrauben, Nägel & eine Unmenge an Schlüsseln in jeder Form & Größe. Von denen hat natürlich keiner gepasst. Da blieb nur noch die Gewalt der Zange. – & die ganze Mühe für ein paar abstruse Gedankengänge.

 Für mich war es immer die Schreibunterlage, die wichtig war. – Schreibtisch, Küchentisch, Schultisch, Kommode – egal – eine horizontale Unterlage, um seine Gedanken in Notizform hinkritzeln, aufschreiben, zeichnen zu können. Wo sie auch liegen bleiben konnten. Unversperrt. Im Notfall auch direkt auf die Holzplatte drauf. – Vielleicht findet sich jemand, den es interessiert?

 & so geht es mir jetzt mit diesem „Kasten”, dem computer. Den muss man zwar per Knopfdruck „an- & zumachen”, aber man weiß, dass die eingetippte Nachricht über den eigenen weblog im net zwar gefangen, aber nicht verschlossen ist. 

 Den laptop muss man zwar auch nur „auf- & zuklappen”, aber trotzdem verhält es sich wie mit dem Schlüssel damals: Die Insignie der Herrschaft über Auf & Zu, An & Ab gibt dem Ganzen, das da drinnen stehen mag ein gewisses Gewicht an Bedeutung. Mit elektronischen Verschlüsselungen womöglich.

ON / OFF

Letztendlich finden sich ja dann auch nur Gedanken zur Zeit darin. Warum könnten die nicht gleich öffentlich sein?

 

 Der blogpit-captain selber bleibt von Haus aus im Geheimen, auch wenn er mit seiner Botschaft gleich rausrückt. Man weiß ja nie, wer die Maschine ins Bermuda-Dreieck fliegt, auch wenn der captain per Durchsage die Passagiere zu beruhigen versucht, dass „das Bermuda-Dreieck bloß eine viel zitierte Mär seit Seefahrerzeiten” sei. Da kann sich dann jeder seine eigenen Gedanken dazu machen & der Geschichte virtuell auch noch was dranhängen.

Was man vom laptop-user ja nicht unbedingt sagen kann. Dieser zeigt einem auch im traditionellen Wiener Kaffeehaus mit klassischer Tageszeitungsverschleißstelle virtuell die neuesten Anflugschneisen auf Singapur. Inklusive GPS-Grafik selbstverständlich. Das haut einen natürlich im ersten Moment um.

Aber irgendwie kann man dann doch nichts dazu sagen.

 

Ich danke artstage für die photographischen Einsichten in seinen/ihren (?-sic!) blogpit. – Ist ja gar nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht grad mitbekommen hat. Man kann dies hier als konservativen link betrachten. Ohne HTML-Sprache sozusagen: artstage.

 

 

 Markus Mittringer schreibt in der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD vom Freitag, den 8. Juni 2007 aus Venedig:

 “Mit Öl & Pinsel gegen Drachentöter”

 “Der Maler Herbert Brandl, Österreich-Vertreter bei der Biennale in Venedig, bringt mit dreizehn Ölbildern das Arbeiten nach der Natur frisch und überzeugend zur Geltung:…”

 St. Georg…?

 13 Bilder…? – Brandls letztes Abendma(h)l?

 

 Aktion Schütten in österreichisch-klerikalem Musealismus:

 Da beide Erscheinungsbilder sich in ihrem angestammten Zirkel, in der Kirche & im Museum erfüllen müssen, sind beide Protagonisten zu Devotionalien-Lieferanten ihrer Glaubensgemeinschaft geworden.

 Bezeichnenderweise äußern sich hier beide im gleichen Akt, dem Schütten. Beide werden von ihren Ministranten assistiert, wenn auch in unterschiedlicher Weise.

 “…, und am Wochenende sind wir so weit gegangen, unsere Großmütter ob ihrer Bromöldrucke über den sanktionierten Vollzugsstätten zu verachten.” (Mittringer im STANDARD)

 Dank der Biennale durfte ich  am Wochenende ohne morgendliche Feuilletonlektüre den jeweiligen Tag beginnen.  War aber dann dennoch in Gedanken unterwegs nach einem passenden St-Georgs-Konterfei zu einem entsprechenden Herbert-Brandl-Bild – ganz so als hätte mir “Das Letzte Abendma(h)l”  noch nicht genug abgegeben.

 Zu näherer Betrachtung & Begutachtung wäre wohl  genauere Recherche vor Ort von Nöten.

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LANDSCHAFTSWISCHER, Öl auf Leinwand, ca 120x80cm, Andreas Roseneder 2004

Henriette Horny am Dienstag, 3. Juni 2007 in der österreichischen Tageszeitung KURIER unter KULTUR & MEDIEN über die Teilnahme des österreichischen Malers Herbert Brandl an der Biennale in Venedig :  “… Gute Bilder zu malen, ist für eine Biennale-Teilnahme irgendwie Voraussetzung, und diese Voraussetzung erfüllt Brandl zweifelsfrei. Seine Bilder sind gut. Das bisschen mehr, was sie denkwürdig und den Beitrag lebendig machen würde, fehlt ihnen aber…   Chance  Zurück nach Österreich. Warum wurde eigentlich nie Hermann Nitsch in Venedig präsentiert? Er hat jetzt zwar sein eigenes Museum in Mistelbach, das wesentlich anrührender ist als die steril museale Installation, die Brandl in Venedig verwirklicht hat. Nitsch war zwar auf der Kasseler documenta: aber jeder, der weiß, wie emotional die Venedig-Biennale für Österreicher besetzt ist, der weiß auch, dass ein international renommierter Künstler wie Nitsch hierher gehören würde. Die nächst Chance dafür ist 2009. “

Aus der österreichischen Provinz:

Dialog auf einem „Künstlertreffen”  mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll,  Badener Großheuriger. 250 teils lodengewandete Geladene unter Tierpräparaten an der Wand & Spanferkel im Teller:

Sie: Malen Sie auch?

Er: Ja.

Sie: Sie schütten aber nicht wie der Nitsch?!

Er: Manches Mal, wenn´s mich überkommt.

Sie: Aber geh! In welcher Technik?

Er: Mit Wasser, aber auch Terpentin.

Monolog einer Ausstellungsbesucherin bei der Ausstellung Adolf Tuma: Briefmarke & Moderne Kunst im Egon-Schiele-Museum Tulln, Niederösterreich, vor einem großformatigen expressiven Bild des Lithografen Tuma:

Sie: Da schau her! Schütten tut er auch. – Derweil kann er sooo guat zeichnen!

Einerseits polarisiert offenbar der Malakt Schütten, der unweigerlich mit dem Namen Nitsch verbunden zu sein scheint, die Betrachter von zeitgenössischer Malerei österreichischer Provenienz. Andrerseits muss man Hermann Nitsch zugute halten, dass er auf der österreichischen Kunstszene nach der Zerstörung des gemalten Tafelbildes durch die Gruppe der so genannten Wiener Aktionisten, der Nitsch selber zugerechnet wird, dieses neben Adolf Frohner am effektivsten wiedereingeführt hat (Mühl, Brus etc. mögen mir verzeihen). & irgendwie kommt kaum jemand nachfolgender Malergenerationen umhin, dieses Schütt-Element zumindest als Zitat in seiner Arbeit zu verwenden. Selbst Adolf Tuma, der als versierter Lithograph Schüttelemente in seine fein gezeichneten Bilder einarbeitet.

Wenn nun Herbert Brandl, der als Aktivist der „Neuen Wilden” wohl auch über das Experimentieren mit dem Malakt Schütten in den 80er-Jahren letzten Jahrhunderts der Landschaft neue Sichtweisen abgerungen & über die expressive Abstraktion dann zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine eher meditative Innenschau dieses Gestus entwickelt hat, – man mag von den Bild-Inhalten denken was man will – warum wird ihm deshalb Internationalität abgeschrieben? Ist es nicht eher provinzielles Denken, wenn man sich Mistelbach nach Venedig wünscht?

 

 

 

 

 

 

 

 Wohin ist dieser Raum verschwunden? -Was war denn darin enthalten?

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MOLESKINE

„Das kleine Schwarze”.

Trägt frau zu besonderen Anlässen, wenn sie sich ihres Körpers bewusst ist & ihn zufrieden & mit sich selber versöhnt zur Schau stellen will. Der teint sollte leicht bronze angehaucht sein, um so viel Haut zu zeigen. Also nach einem Urlaubsaufenthalt am Meer oder am Besten gleich ebendort nach ein paar Tagen am Strand an der Theke der „Hemingway-Bar”. Die „Hermann-Bar” zu Hause wird nur mehr als Reminiszenz notiert.

Hat frau ja eingesteckt.

„Trifft ins Schwarze”.

Geschult durch „Zen oder die Kunst des Bogenschießens” oder tatsächliche Ausübung womöglich mit einem Hunnen-Bogen auf Tierattrappen bei einem Turnier versucht man mit Gelassenheit, gespannter Konzentration & virtueller Vereinigung mit dem Ziel, dem Schwarzen eben, die Essenz der zuvor goutierten Flasche Wein zu beschreiben. Oder die geschmackliche Nuance zwischen vongoli & dondoli auf den Punkt zu bringen

Hat man ja eingesteckt.

Wehe, man trifft auf ein Falsifikat. Ein  BRUNNEN  zum Beispiel, – der könnte vergiftet sein & unweigerlich man/frau in die schwarzen Tiefen ihres sich verschränkenden Unterbewusstseins stürzen lassen & daran hindern, noch irgendein Testament für etwaige Hinterbliebene zu hinterlassen…

erweiterter text hier:  termdata

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© rené desor NYC 1991 artshow.it octobre 2006

1991 the author of this lines has taken a photo in the Humphrey gallery, New York City, where obviously some photographer had a photosession on Jesús Rafael Sotos work with assistance of a woman who held a sheet of paper in front of a spotlight standing behind one of Sotos string-sculptures, a snap-shot of an interested fellow in sight of art he was. The result you see up on the slide, left side.

This photo shows a woman seen through Sotos string-pattern stretched into the air.

Sixteen years later, 2007, the author visited Milano, Italy, still interested in artificial sights, took there a visitor´s guide in art, so called artshow.it to his hands and became aware of the folders backside. You see it the slide up on the right side.

This photo shows a woman seen through Sotos string-pattern stretched into the air.

Could you imagine the author has seen at this moment?

Visione in movimento

Could you imagine I´m the author of this lines?

Me as the author I can´t recognize this lines imagined by your ©

Actually I bother the vision on the folder is the same angel I met there,

© N Y C 91

roll over forma viva in portorož, slovenija 28 05 2007

für janez lenassi & karl prantl

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